Aachen besiegte VCO Berlin am 14. Februar 2016 mit 3:0 (25:23, 25:19, 25:10) und holte sich sechs Punkte aus dem Wochenende. Tatiana Crkonova wurde MVP.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungEnger Start — Aachen zittert sich zum Satzgewinn
Die jungen Berlinerinnen, deren Kader sich aus den Jahrgängen 1997, 1998 und 1999 zusammensetzte, erwischten einen Traumstart. Während die Aufschläge der Gastgeberinnen zunächst nicht die gewohnte Durchschlagskraft entwickelten, glänzte der VCO mit druckvollen Aufschlägen und aggressivem Spiel. Die Annahme der Ladies in Black wackelte, und Zuspielerin Britt Bongaerts hatte Mühe, das Angriffsspiel ihrer Mitspielerinnen schnell und präzise zu gestalten.
„Hätte, hätte, Fahrradkette“, brachte es der offizielle Spielbericht später auf den Punkt: Wäre die eine oder andere knappe Entscheidung in der Schlussphase des ersten Satzes nicht zugunsten der Aachenerinnen gefallen, hätte der Spielverlauf einen völlig anderen Verlauf nehmen können. Mit viel Kampf und Leidenschaft kämpfte sich Aachen zurück und sicherte sich den Satz mit 25:23 — nicht zuletzt dank eines umstrittenen Doppelblocks, den das Schiedsgericht im VCO-Feld sah. Berlins Trainer Jan Lindenmayr zeigte sich noch nach dem Match verärgert: „Dann kann das ein ganz anderes Spiel werden — ich sage nicht, dass wir es dann gewinnen, aber es wird ein anderes Spiel.“
Aachen übernimmt die Kontrolle
Und er sollte recht behalten — wenn auch nicht in seinem Sinne. Der umkämpfte erste Satzverlust warf die jungen Berlinerinnen aus dem Konzept. Aachen dagegen fand nun endlich zu seinem gewohnten stabilen Angriffsspiel. Die Blocks stellten sich besser, die Aufschläge kamen konstanter, und die Annahme wurde sicherer.
Mit 25:19 und einem dominanten 25:10 im dritten Satz ließen die Ladies in Black keinen Zweifel mehr am Sieger aufkommen. Trainer Manuel Hartmann zeigte sich nach dem Spiel zufrieden, aber nicht überschwänglich: „Heute war es tatsächlich ein Arbeitssieg. VCO hat das schon gut gemacht und spielten sehr aggressiv, machte dadurch aber eben auch viele Fehler.“
Beste Spielerinnen und besondere Momente
Als beste Spielerinnen wurden beide Diagonalangreiferinnen ausgezeichnet: Kimberly Drewniok auf Seiten des VCO Berlin und Tatiana Crkonova auf Aachener Seite. Crkonova sagte nach dem Spiel: „Der erste Satz war sehr eng. Aber am Ende haben wir gezeigt, dass wir uns hier nicht die Butter vom Brot nehmen lassen und den Satz doch noch geholt. Sechs Punkte aus diesem Wochenende waren unser Ziel, und das haben wir geschafft. Nun wollen wir aber noch mehr und den einen oder anderen Punkt bis Saisonende erkämpfen!“
Der Sieg wurde jedoch von einer Verletzung überschattet: VCO-Spielerin Pauline Kunkler zog sich eine Rückenblockade ohne Fremdeinwirkung zu und musste behandelt werden.
Eine Geste der Fairness und des Zusammenhalts gab es nach dem Abpfiff: Aachens Kapitänin Silvia Baradel forderte Berlins Spielführerin Pia Kästner auf, gemeinsam eine Humba anzustimmen. Buchstabe für Buchstabe wechselten sich beide Teams ab und tanzten zum ersten Mal gemeinsam — ein schönes Zeichen des Respekts zwischen dem erfahrenen Bundesliga-Team und den jungen Nachwuchstalenten.
Tabellenkontext
Durch die zeitgleiche Niederlage von NawaRo Straubing (0:3 gegen Dresden) und andere Resultate ergab sich ein spannendes Tabellenbild: Drei Teams standen mit je 27 Punkten auf den Rängen 8, 9 und 10 — VT Aurubis Hamburg, der Köpenicker SC und die Ladies in Black Aachen. NawaRo Straubing (20 Punkte) und VfB Suhl Lotto Thüringen (11 Punkte) belegten die Abstiegsplätze, während der VCO Berlin mit einem Punkt außerhalb der Wertung stand.
Ausblick
Das Restprogramm versprach Spannung an den letzten vier Spieltagen: Bereits am Mittwoch stand die Fahrt zum Tabellenzweiten SSC Palmberg Schwerin an, und am darauffolgenden Samstag empfing man in der Neuköllner Straße den Vierten Allianz MTV Stuttgart. Manuel Hartmann versprach vollen Einsatz bei beiden Begegnungen und wünschte sich zur Unterstützung eine „volle Hütte“ mit dem leidenschaftlichen Aachener Publikum.
Rivalität seit 2010
Aachen W vs VCO Berlin W Direkter Vergleich· 15
Aachen W und VCO Berlin W trafen 15 Mal aufeinander — Aachen W gewann 15 Mal, VCO Berlin W 0 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Aachen W führt den Direktvergleich mit 15 Siegen aus 15 Begegnungen an. Insgesamt fielen 53 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.53 pro Spiel (45 für die Heimmannschaft, 8 für die Gäste). Beide Teams trafen in 6 Spielen (40%). In 15 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Aachen W ist in den letzten 15 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2018.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026