Dresdner SC gewinnt souverän mit 3:0 (25:22, 25:18, 25:19) bei NawaRo Straubing. Der Tabellenführer der 1. Bundesliga Frauen lässt dem Außenseiter keine Chance.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungDresdner SC deklassiert NawaRo Straubing: 3:0-Auswärtssieg in der turmair Volleyballarena
Der Dresdner SC hat seine Vormachtstellung in der 1. Bundesliga Frauen eindrucksvoll untermauert. Am 14. Februar 2016 fegten die Sachsen den NawaRo Straubing in eigener Halle mit 3:0 (25:22, 25:18, 25:19) vom Feld und fuhren einen ungefährdeten Auswärtssieg in der turmair Volleyballarena ein.
Tabellenführer gibt sich keine Blöße
Der amtierende Meister aus Dresden reiste als das beste Team der Liga nach Niederbayern – und ließ von Beginn an keinen Zweifel an der eigenen Stärke aufkommen. Cheftrainer Alexander Waibl hatte seine Mannschaft bestens auf den Gegner eingestellt, der in der Rückrunde bis dahin drei Niederlagen in Folge kassiert hatte.
„Dresden ist auf allen Positionen die Mannschaft mit den besten Spielerinnen in der Liga“, hatte NawaRo-Coach Guillermo Gallardo vor der Partie treffend analysiert. „Sie haben die beste Libera und mit Michelle Bartsch auf Außen die Top-Angreiferin. Hinzu kommt eine der besten Mittelblockerinnen Europas.“
Satz für Satz: Die klarere Linie entscheidet
Erster Satz (22:25): Straubing startete mutig und hielt zunächst gut mit. Die Gastgeberinnen um Libera Michaela Bertalanitsch kämpften verbissen und ließen Dresden nicht davonziehen. Doch Mitte des Satzes schaltete der Favorit einen Gang höher. Michelle Bartsch und die Mittelblockerinnen des DSC fanden immer besser in die Partie und setzten die Straubinger Annahme gezielt unter Druck. Die kleinen Vorsprünge reichten den Gästen, um den Satz mit 25:22 zu sichern.
Zweiter Satz (18:25): Im zweiten Durchgang zeigte Dresden dann seine ganze Klasse. Die Annahme der Sachsen funktionierte nahezu perfekt, und aus der sicheren Annahme heraus spielte der DSC fast fehlerfrei. NawaRo Straubing fand dagegen kaum Mittel, um den druckvollen Aufschlag der Gäste zu entschärfen. Mit 67 Prozent erfolgreicher Angriffe aus guter Annahme dominierte Dresden das Geschehen. Die Gastgeberinnen kamen lediglich auf 39 Prozent. Der Satz ging deutlich mit 25:18 an den DSC.
Dritter Satz (19:25): Straubing versuchte im dritten Satz noch einmal, sich zu wehren und die Partie offen zu gestalten. Die Mannschaft von Trainer Gallardo kämpfte aufopferungsvoll, doch an diesem Abend war der Meister einfach eine Nummer zu groß. Dresden spielte konzentriert zu Ende und sicherte sich den dritten Satz mit 25:19. Nach 100 Minuten verwandelte Dresdens Kapitänin Jennifer Janiska den ersten Matchball. Ein Angriff der aufmerksamen Madelaine Gates blockte den letzten Versuch von Puck Hoogers – die Partie war entschieden.
Starke Vorstellung von Michelle Bartsch
Die US-Amerikanerin Michelle Bartsch, die später auch international für Furore sorgen sollte, war die überragende Spielerin auf dem Feld. Ihre Angriffe aus dem Außenangriff waren für die Straubinger Abwehr nur schwer zu verteidigen. Unterstützt von einer starken Mittelblockachse und der präzisen Zuspielarbeit ließ der DSC kaum Wünsche offen.
Tabellensituation: Straubing im Abstiegskampf
Für NawaRo Straubing war es die vierte Niederlage in Folge in der Rückrunde – eine schwierige Situation für das Team von Trainer Gallardo. Der Argentinier, der zu den erfolgreichsten Trainern in Europa zählt, musste sich bei dieser Station mit einem vergleichsweise kleinen Budget arrangieren. „Wir haben jetzt drei Spiele in Folge verloren“, klagte Gallardo vor der Partie. „Eine Situation wie diese kenne ich als Trainer noch nicht.“
Der Dresdner SC festigte mit diesem Sieg seine Spitzenposition in der 1. Bundesliga Frauen der Saison 2015/16. Das Team aus der sächsischen Landeshauptstadt sollte die Saison am Ende als Vizemeister abschließen – hinter dem Schweriner SC, aber noch vor Allianz MTV Stuttgart und dem SC Potsdam.
NawaRo mit Moral – aber zu wenige Mittel
Trotz der klaren Niederlage konnten die Straubingerinnen erhobenen Hauptes das Feld verlassen. In einer kleinen, aber stimmungsvollen Halle kämpfte das Team, wo es nur konnte. Der Heimvorteil und die Unterstützung der Fans halfen jedoch nicht, den Klassenunterschied an diesem Abend wettzumachen. Mit nur einem Sieg in den letzten vier Partien steckte NawaRo mitten im Abstiegskampf der Liga.
Fazit
Der Dresdner SC zeigte beim 3:0 in Straubing eine abgeklärte Vorstellung eines Spitzenteams, das seine individuelle Klasse auch auswärts auszuspielen weiß. NawaRo Straubing hingegen bekam die Grenzen des eigenen Leistungsvermögens aufgezeigt. Für den Tabellenführer war es der nächste Schritt auf dem Weg in die Playoffs – für Straubing eine weitere Lehre in einer schwierigen Rückrunde.
Rivalität seit 2014
NawaRo Straubing W vs Dresdner SC W Direkter Vergleich· 9
NawaRo Straubing W und Dresdner SC W trafen 9 Mal aufeinander — NawaRo Straubing W gewann 1 Mal, Dresdner SC W 8 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2014 zurück. Dresdner SC W führt den Direktvergleich mit 8 Siegen aus 9 Begegnungen an. Insgesamt fielen 31 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.44 pro Spiel (5 für die Heimmannschaft, 26 für die Gäste). Beide Teams trafen in 3 Spielen (33%). In 9 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Dresdner SC W ist in den letzten 6 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2019.
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