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1 Bundesliga WomenSaison 2015

VC Wiesbaden W vs NawaRo Straubing W

17. Februar 2016 um 19:00
32
Auswärts

NawaRo Straubing W

AI

VC Wiesbaden dreht 0:2-Rückstand gegen NawaRo Straubing und gewinnt 3:2 im Tiebreak. Esther van Berkel (23 Punkte) führt das Team von Dirk Groß zum wichtigen Heimsieg.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Katastrophaler Start: Straubing diktiert die ersten beiden Sätze

Die Partie begann aus hessischer Sicht alles andere als wunschgemäß. Nichts wollte beim VCW so recht klappen, sodass das Heimteam im ersten Durchgang einem Rückstand hinterherlief. Insbesondere Straubings Diagonalangreiferin Alyssa Dibbern, die US-Amerikanerin, bereitete den Wiesbadenerinnen mit ihren kraftvollen Angriffen enorme Probleme. Am Ende stand ein 21:25 aus Sicht der Gastgeberinnen.

Der zweite Satz begann für den VCW dann einen Hauch besser. Lange hielten die Gastgeberinnen sehr gut mit und lagen zu beiden technischen Auszeiten sogar in Führung (8:7, 16:13). Doch dann wendete sich das Blatt: Mit 21:20 für den VCW ging es in die Schlussphase, ehe Straubing auf der Zielgeraden noch zuschlug. Es war erneut Alyssa Dibbern, die den Satzball zum 23:25 verwandelte — ein Gesamtschock für die Halle.

Die Wende: Groß‘ taktischer Coup zahlt sich aus

„Unser Gegner hat sich sehr gut auf uns vorbereitet und viele Spielzüge schon im Voraus erahnt“, analysierte VCW-Chefcoach Dirk Groß nach dem Spiel. „Uns ist das Umstellen während des Spiels sehr schwer gefallen, von daher hat uns die 10-Minuten-Pause geholfen, um ein neues Spielkonzept entwickeln zu können.“

Groß riet seinem Team zu mehr Mut im Angriff und nahm vor dem dritten Satz mehrere Änderungen vor: Er brachte Iveta Halbichová für Kaisa Alanko auf der Zuspielposition und ließ Außenangreiferinnen Esther van Berkel und Tanja Großer die Seiten tauschen.

Diese Umstellungen zahlten sich auf der Stelle aus. Der VCW kam mit aufgeladenen Akkus zurück aufs Feld und machte mehr als deutlich, dass mit ihm im Rest der Partie zu rechnen ist. Kompromisslos ging man zügig mit vier Punkten in Führung. Diesen Vorsprung bauten die Wiesbadenerinnen bis zum Ende des Satzes sogar auf elf Punkte aus — 25:14! Vor allem der Mittelblock der Hessen war nun besser im Spiel. Im Angriff waren es allen voran Esther van Berkel (23 Punkte im gesamten Spiel) und Tanja Großer (20 Punkte), die die wichtigen Nadelstiche setzten.

Krimi im Tiebreak

Auch im vierten Satz lag der VC Wiesbaden fortwährend in Führung, zur zweiten technischen Auszeit sogar mit 16:7. Straubing kämpfte sich zwar noch einmal heran, doch die Wiesbadenerinnen behielten die Oberhand und holten sich den Satz mit 25:21. Damit war der Tiebreak perfekt.

Im alles entscheidenden fünften Satz lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Letztlich war es die kämpferisch anspruchsvolle Leistung der Gastgeberinnen, die den Ausschlag gab — 16:14 und damit der verdiente Heimsieg.

„Leider haben wir einen Punkt verloren, zwei haben wir uns erkämpft“, zog Dirk Groß Bilanz. Es war das passende Fazit eines dramatischen Volleyballabends, den die 1.300 Zuschauer am Ende mit Standing Ovations belohnten.

Straubings starke Vorstellung bleibt unbelohnt

Auf der anderen Seite stand ein stark aufspielender Aufsteiger aus Niederbayern. NawaRo Straubing unter Trainer Guillermo Gallardo (Argentinien) zeigte eine beeindruckende Moral und war vor allem in den ersten beiden Sätzen das klar bessere Team. Alyssa Dibbern ragte mit 21 Punkten als herausragende Angreiferin heraus. Doch am Ende fehlte die Konstanz, um den Überraschungscoup in Wiesbaden perfekt zu machen.

Tabellarische Bedeutung

Für den VC Wiesbaden war der Sieg doppelt wertvoll: Zwei wichtige Punkte im Kampf um die direkte Playoff-Qualifikation. Die Mannschaft von Dirk Groß festigte mit dem Erfolg den Platz im oberen Tabellendrittel der 1. Bundesliga Frauen. Am Ende der Saison 2015/16 belegte Wiesbaden den fünften Platz (45 Punkte).

Straubing hingegen blieb als Aufsteiger in der Tabelle tief im Abstiegskampf stecken. Der Neuling aus Bayern, der 2015 als Meister der 2. Bundesliga Süd den Sprung ins Oberhaus geschafft hatte, beendete die Saison auf dem letzten Platz (12.) und stieg direkt wieder ab — ein Schicksal, das sich an diesem Februar-Abend bereits abzeichnete, auch wenn die Mannschaft an diesem Tag erheblichen Widerstand geleistet hatte.

Rivalität seit 2015

VC Wiesbaden W vs NawaRo Straubing W Direkter Vergleich· 9

VC Wiesbaden W und NawaRo Straubing W trafen 9 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 8 Mal, NawaRo Straubing W 1 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2015 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 8 Siegen aus 9 Begegnungen an. Insgesamt fielen 33 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.67 pro Spiel (25 für die Heimmannschaft, 8 für die Gäste). Beide Teams trafen in 4 Spielen (44%). In 9 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. VC Wiesbaden W ist in den letzten 3 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2022.

Unentschieden
0
·
NawaRo Straubing W
1
Siege
Tore gesamt
33 · 3.7/Spiel
Beide getroffen
4/9 · 44%
Über 2,5
9/9 · 100%

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API-Daten: 11. Juni 2026