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1 Bundesliga WomenSaison 2015

Kopenicker Berlin W vs Munster W

17. Februar 2016 um 19:00
Heim

Kopenicker Berlin W

03
Auswärts

Munster W

AI

Der USC Münster feierte den siebten Sieg in Folge und besiegte den Köpenicker SC Berlin in der Sporthalle Hämmerlingstraße verdient mit 3:0.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Münster in bestechender Form

Nach dem knappen 3:2-Heimerfolg gegen den VC Wiesbaden am vorangegangenen Sonntag reiste der USC mit breiter Brust nach Berlin. Sechs Siege in Serie hatten die Mannschaft von Trainer Andreas Vollmer in eine vielversprechende Ausgangsposition für die entscheidende Phase der Hauptrunde gebracht – und in der Hauptstadt sollte der nächste Erfolg folgen.

Dabei war die Belastung für das Team enorm. Es war bereits das achte Ligaspiel für Münster seit dem 17. Januar – eine intensive Englische Woche mit Spielen im Drei-Tage-Rhythmus. „Wenn man gewinnt, beschleunigt das die Regeneration immer“, hatte Vollmer vor der Partie betont.

KSC ohne Schlüsselspielerin

Der Köpenicker SC musste einen schwerwiegenden Ausfall verkraften: Mittelblockerin Lauren Barfield, mit 1,96 Metern eine der dominantesten Angreiferinnen der Liga, hatte sich den Finger gebrochen und stand nicht zur Verfügung. Die US-Amerikanerin fehlte bereits bei der 1:3-Niederlage in Aachen am Wochenende zuvor, und auch gegen Münster war ihr Fehlen in der Berliner Mitte nicht zu kompensieren.

„Für uns macht es ihr Ausfall leichter, Aachen hat vorgemacht, wie es geht“, hatte USC-Coach Vollmer vor der Partie erklärt. Seine Spielerinnen setzten diese Vorgabe eindrucksvoll um.

Überlegene Gäste

Von Beginn an bestimmte der USC das Geschehen in der Sporthalle Hämmerlingstraße. Die Münsteranerinnen zeigten sich konzentriert und ließen dem Köpenicker SC wenig Raum zur Entfaltung. Ohne die verletzte Barfield fehlte den Berlinerinnen die Durchschlagskraft im Angriff und die nötige Stabilität im Block.

Der USC dagegen konnte wieder auf Andrea Lakovic zurückgreifen, die ihre Grippe überstanden hatte und mit nach Berlin gereist war. Lediglich Hanna Orthmann fehlte aus schulischen Gründen. Die Mannschaft präsentierte sich geschlossen und nutzte die Verunsicherung der Gastgeberinnen konsequent aus.

Drei Sätze waren nötig, um den siebten Sieg in Serie perfekt zu machen – mit 3:0 behielten die Münsteranerinnen klar die Oberhand. Exakte Satzergebnisse sind aus der damaligen Spielzeit nicht überliefert, der Gesamteindruck war jedoch eindeutig: Der USC ließ nichts anbrennen.

Tabellenkonstellation und Ausblick

Mit dem Erfolg untermauerte der USC seine Ambitionen in der oberen Tabellenhälfte. Vollmer hatte vor der Partie die Marschroute vorgegeben: „Von Rang drei bis fünf ist alles drin. Und selbst Schwerin ist nicht uneinholbar.“ Der Sieg in Berlin war ein wichtiger Schritt in diese Richtung.

Die 1. Bundesliga der Frauen 2015/16 war in der Hauptrunde extrem ausgeglichen. Der USC Münster kämpfte mit Teams wie Allianz MTV Stuttgart, dem SC Potsdam und dem Dresdner SC um die besten Ausgangspositionen für die Playoffs. Köpenick dagegen bewegte sich im Mittelfeld der Tabelle und rutschte durch die dritte Niederlage in Folge (nach Pleiten gegen Aachen und nun Münster) weiter ins Tabellenmittelfeld zurück.

Serie als Trumpf

Bemerkenswert war die Konstanz, die der USC in dieser Phase an den Tag legte. Die Mannschaft hatte sich nach einer durchwachsenen Hinrunde gefangen und spielte sich in einen echten Rausch. Vor der Partie in Berlin hatte Vollmer betont: „Es gab keine herausstechende Figur, sondern viele haben ihren Teil zur Wende beigetragen.“ Diese Breite im Kader war am Ende ein entscheidender Faktor – auch gegen Köpenick.

Der KSC hingegen musste nach dieser Niederlage einen schweren Rückschlag verkraften. Die Berlinerinnen, die vor der Verletzung von Barfield noch fünf Spiele in Folge gewonnen hatten, steckten in einem Formtief. Der Ausfall ihrer Spitzenspielerin erwies sich als zu große Hypothek.

Fazit

Der USC Münster bestätigte seine mitreißende Form und untermauerte mit dem klaren 3:0 in Berlin seinen Anspruch auf einen Top-4-Platz. Für Köpenick galt es, die Wunden zu lecken und ohne die verletzte Barfield Wege zu finden, wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren.

Das direkte Duell in der Rückrunde der Folgesaison (2016/17) sollte zeigen, wie knapp diese Begegnungen sein können: Da gewann Köpenick in Münster mit 3:2 – doch an diesem Februar-Abend 2016 war der USC eine Klasse für sich.

Rivalität seit 2009

Kopenicker Berlin W vs Munster W Direkter Vergleich· 17

Kopenicker Berlin W und Munster W trafen 17 Mal aufeinander — Kopenicker Berlin W gewann 4 Mal, Munster W 13 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Munster W führt den Direktvergleich mit 13 Siegen aus 17 Begegnungen an. Insgesamt fielen 74 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.35 pro Spiel (29 für die Heimmannschaft, 45 für die Gäste). Beide Teams trafen in 15 Spielen (88%). In 17 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2017.

Kopenicker Berlin W
4
Siege
Unentschieden
0
·
Munster W
13
Siege
Tore gesamt
74 · 4.4/Spiel
Beide getroffen
15/17 · 88%
Über 2,5
17/17 · 100%

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API-Daten: 11. Juni 2026