Allianz MTV Stuttgart gewinnt 3:1 gegen die Ladies in Black Aachen. Nach zwei klaren Sätzen kämpft sich Aachen zurück und holt Satz 3, doch Stuttgart macht im vierten Durchgang alles klar.
Spielzusammenfassung
Stuttgart W besiegte Aachen W 3:1. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2015 statt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSatz 1: Stuttgarter Aufschlagdruck setzt Aachen früh unter Druck
Der erste Satz begann erwartungsgemäß mit viel Druck von Seiten der Gastgeberinnen. Allianz MTV Stuttgart, das in dieser Saison mit einer beeindruckenden Punkteausbeute an der Tabellenspitze stand, forcierte von Beginn an den Aufschlag und brachte die Aachener Annahme damit immer wieder in Bedrängnis. Die Ladies in Black versuchten, dagegenzuhalten, doch die individuelle Klasse der Stuttgarterinnen um die starke Mittelblockerin Lucia Varela und Zuspielerin Pia Kästner machte den Unterschied. Stuttgart zog früh davon und sicherte sich den ersten Satz souverän mit 25:19.
Die Aachenerinnen um die niederländische Diagonalangreiferin Nicole van de Vosse, die im Laufe der Saison immer wieder als Leistungsträgerin überzeugte, kämpften zwar um jeden Ball, kamen aber gegen das gut eingespielte Stuttgarter System nicht an.
Satz 2: Stuttgart dominiert und lässt Aachen keine Chance
Im zweiten Durchgang steigerte Stuttgart die Schlagzahl weiter. Vor allem die Kombination aus einer stabilen Annahme und dem variantenreichen Angriffsspiel über die Außenpositionen bereitete Aachen große Probleme. Die Gäste aus der Kaiserstadt fanden kaum Mittel, um die Stuttgarter Dominanz zu brechen.
Mit 25:16 ging der zweite Satz deutlich an den Meister. Die Stuttgarter Blockarbeit um Lucia Varela, die an diesem Abend eine Angriffseffizienz von fast 73 Prozent erreichte, ließ den Aachener Angreiferinnen kaum Luft zum Atmen. Angeführt von MVP Lucia Varela — die später zur wertvollsten Spielerin der Schwäbinnen gekürt wurde — zeigte Stuttgart, warum es als Titelverteidiger und Tabellenführer in die Partie gegangen war.
Satz 3: Aachen schlägt zurück — Kampfgeist belohnt
Doch die Ladies in Black gaben sich nicht auf. Im dritten Satz bewies das Team von Trainerin Mareike Hindriksen einmal mehr seine bekannt starke Moral und seine Fähigkeit, nach Rückschlägen zurückzukommen. Mit einer mutigen taktischen Anpassung erhöhten die Aachenerinnen den Druck im eigenen Aufschlag und brachten damit die Stuttgarter Annahme erstmals in dieser Partie ins Wanken.
Susan Schut, die niederländische Außenangreiferin, übernahm Verantwortung und führte ihr Team sowohl in der Annahme als auch im Angriff. Sie hielt dem Stuttgarter Aufschlagdruck stand und punktete sowohl überlegt als auch sprunggewaltig. Das Publikum honorierte ihre Leistung und kürte sie zur wertvollsten Spielerin Aachens.
Aachen spielte befreit auf, nutzte die plötzlichen Unsicherheiten beim Favoriten und sicherte sich den dritten Satz verdient mit 25:19. Es war ein kleiner Triumph für die Underdogs, die damit bewiesen, dass sie in dieser Liga zu Recht um die Playoff-Plätze kämpfen.
Satz 4: Stuttgart stellt die Weichen zurück auf Sieg
Der Satzgewinn der Gäste war jedoch nur ein kurzes Aufbäumen. Stuttgart, das in dieser Saison bereits seine Meisterqualitäten unter Beweis gestellt hatte, schaltete nach der Pause zwischen den Sätzen wieder in den dominanten Modus. Der Meister erhöhte erneut den Druck im Aufschlag, stabilisierte die eigene Annahme und fand schnell zurück zu seinem druckvollen Spiel.
Aachen konnte nicht mehr an die starke Leistung aus Satz 3 anknüpfen. Stuttgart zog Satz für Satz davon und ließ den Ladies in Black keine Chance mehr. Mit 25:14 machten die Schwäbinnen den Deckel auf den Sack und sicherten sich den 3:1-Sieg sowie drei wichtige Punkte im Kampf um die Tabellenspitze.
Fazit: Ein verdienter Sieg des Tabellenführers
Allianz MTV Stuttgart zeigte über weite Strecken der Partie, warum es in dieser Saison das Maß aller Dinge in der deutschen Volleyball-Bundesliga war. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, angeführt von einer nahezu fehlerfrei agierenden Lucia Varela, kontrollierten die Schwäbinnen das Spielgeschehen und ließen Aachen nur im dritten Satz kurzzeitig hoffen.
Für die Ladies in Black war die Partie dennoch kein Grund zur Enttäuschung. Die Mannschaft von Trainerin Mareike Hindriksen kämpfte leidenschaftlich und holte sich mit dem Satzgewinn eine moralische Bestätigung für die verbleibenden Spiele der Hauptrunde. „Wir werden an den Elementen arbeiten, in denen wir unsere Stärken haben, und dann schauen wir, ob wir Stuttgart ärgern können“, hatte Hindriksen vor der Partie angekündigt — und genau das gelang im dritten Satz auch.
Während Stuttgart mit 57 Punkten aus 20 Spielen souverän die Tabelle anführte, behauptete Aachen mit 33 Punkten den sechsten Platz und blieb damit im Rennen um die Playoff-Plätze. Der Fight gegen den Meister hatte gezeigt: Aufgeben kommt für die Ladies in Black nicht in Frage.
Rivalität seit 2009
Aachen W vs Stuttgart W Direkter Vergleich· 41
Aachen W und Stuttgart W trafen 41 Mal aufeinander — Aachen W gewann 4 Mal, Stuttgart W 37 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 37 Siegen aus 41 Begegnungen an. Insgesamt fielen 148 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.61 pro Spiel (34 für die Heimmannschaft, 114 für die Gäste). Beide Teams trafen in 22 Spielen (54%). In 41 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 31 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2024.
Letzte Begegnungen
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API-Daten: 11. Juni 2026