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1 Bundesliga WomenSaison 2015

Munster W vs SC Schweriner W

21. Februar 2016 um 14:30
Heim

Munster W

03
Auswärts

SC Schweriner W

AI

Schweriner SC besiegt USC Münster in nur 72 Minuten mit 3:0 (25:20, 25:13, 25:20) und beendet die sieben Spiele andauernde Siegesserie der Münsteranerinnen vor 1.982 Zuschauern.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

USC Münster vs. Schweriner SC — 0:3 (20:25, 13:25, 20:25)

1. Bundesliga Frauen, Saison 2015/2016 | Sonntag, 21. Februar 2016, 14:30 Uhr | Halle Berg Fidel, Münster | Zuschauer: 1.982

Siegesserie des USC findet jähes Ende

Der USC Münster hat im Spitzenspiel der 1. Volleyball-Bundesliga der Frauen eine herbe Niederlage einstecken müssen. Vor 1.982 Zuschauern in der Halle Berg Fidel — der zweitbesten Saisonkulisse — war der Tabellenzweite Schweriner SC eine Nummer zu groß. In gerade einmal 72 Minuten setzten sich die Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern mit 3:0 (25:20, 25:13, 25:20) durch und beendeten die sieben Spiele andauernde Erfolgsserie der Münsteranerinnen.

Der bittere Nebeneffekt für den USC: Durch die Niederlage rutschte die Mannschaft von Trainer Andreas Vollmer auf den fünften Tabellenplatz zurück und musste den VC Wiesbaden passieren lassen — ausgerechnet Vollmers Ex-Club.

Love und Hanke als Schlüsselspielerinnen

Die Partie stand ganz im Zeichen der kanadischen Angreiferin Tabitha Love. Die 1,96 Meter große Diagonalangreiferin des SSC war für die Münsteraner Abwehr über die gesamte Spielzeit nicht zu kontrollieren. Mit variablen Angriffen und einer starken Aufschlagserie im zweiten Satz (vom 10:10 zum 16:10) zog sie dem USC den Zahn. „Schwerin hat uns keinen Raum und keine Chance gelassen“, resümierte Vollmer nach dem Spiel.

Ein entscheidender Faktor war die stabile Annahme der Gäste, aus der Zuspielerin Denise Hanke ein schnelles und variables Spiel aufzog. Die Schweriner Blockarbeit war überragend: Zwölf Blockpunkte verbuchte der SSC am Ende, während der USC gerade einmal drei Blockpunkte vorweisen konnte. „Wir haben es nicht geschafft, Schwerins Annahme in die Bredouille zu bringen und konnten so die Angriffe nicht entschärfen“, analysierte Mittelblockerin Leonie Schwertmann.

Satz für Satz

Erster Satz (20:25)

Der erste Ballwechsel gab bereits einen Vorgeschmack auf den Nachmittag: Michala Kvapilova brauchte drei Versuche, um den ersten Punkt für Münster zu verwandeln. Der USC hielt bis zum 10:7 gut mit, doch dann schaltete Schwerin einen Gang hoch. Ein 8:1-Lauf, angeführt von Love, brachte die Gäste auf die Siegerstraße. Bezeichnend für den Durchgang war der letzte Ballwechsel: Ashley Benson, die am Vortag ihren Geburtstag gefeiert hatte, beendete den Satz mit einem Aufschlagfehler.

Zweiter Satz (13:25)

Der zweite Satz geriet zur Demontage der Gastgeberinnen. Zunächst hielt Münster bis zum 10:10 mit, doch dann schlug Love mit einer Aufschlagserie zum 16:10 ein. Was folgte, war ein Einbruch: Münster gewann in der Folge nur noch drei Punkte. Die Dominanz des SSC war erdrückend. „Bis zur Mitte waren die Sätze jedes Mal offen, dann haben wir viele Sachen nicht gut gemacht. Das holst du dann nicht mehr auf“, erklärte Vollmer.

Dritter Satz (20:25)

Im dritten Abschnitt, nun mit Ines Bathen auf dem Feld, versuchte sich Münster zu wehren. Bis zur ersten technischen Auszeit (7:8) war der USC in Reichweite, mehr aber nicht. Love punktete nach Belieben, auch Nationalspielerin Jennifer Geerties und Ariel Turner fanden immer wieder Wege durch den münsterischen Block. Dazu häuften sich auf der Gegenseite die Eigenfehler — Münster schien zu resignieren.

Schwächen in der Annahme

Libera Linda Dörendahl sprach die Probleme offen an: „Schwerin hat aus einer stabilen Annahme gut und schnell gespielt. Wir hatten keine Chance.“ Zusammen mit Sina Fuchs und Sarah Petrausch hatte sie im Bereich Annahme/Abwehr einen schweren Stand. Vollmer ergänzte: „Und wir haben dagegen zu wenig Wirkung erzielt mit unserem Aufschlag. Dann ist es nicht möglich, gegen ein Top-Team wie Schwerin zu gewinnen.“

Tabellenkonstellation

Die Niederlage warf den USC Münster zwei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde im Kampf um die Playoff-Plätze zurück. Schweriner SC hingegen festigte mit dem deutlichen Auswärtssieg den zweiten Tabellenplatz hinter dem Dresdner SC, der in dieser Saison auch die Meisterschaft gewinnen sollte.

Direkter Vergleich

Die Rivalität zwischen Münster und Schwerin reicht bis 2009 zurück. In 29 Begegnungen gewann Schwerin 24 Mal, Münster lediglich fünf Mal. Auch in dieser Saison hatte Schwerin bereits das Hinspiel mit 3:2 für sich entschieden.

Rivalität seit 2009

Munster W vs SC Schweriner W Direkter Vergleich· 29

Munster W und SC Schweriner W trafen 29 Mal aufeinander — Munster W gewann 5 Mal, SC Schweriner W 24 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 24 Siegen aus 29 Begegnungen an. Insgesamt fielen 109 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.76 pro Spiel (31 für die Heimmannschaft, 78 für die Gäste). Beide Teams trafen in 15 Spielen (52%). In 29 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2019.

Munster W
5
Siege
Unentschieden
0
·
SC Schweriner W
24
Siege
Tore gesamt
109 · 3.8/Spiel
Beide getroffen
15/29 · 52%
Über 2,5
29/29 · 100%

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API-Daten: 11. Juni 2026