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1 Bundesliga WomenSaison 2015

VC Wiesbaden W vs SC Schweriner W

5. März 2016 um 19:30
23
Auswärts

SC Schweriner W

AI

Der VC Wiesbaden unterliegt dem Schweriner SC am letzten Hauptrundenspieltag der 1. Bundesliga Women 2015/16 mit 2:3 (22:25, 25:17, 25:14, 24:26, 10:15) in einem packenden Krimi.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

VC Wiesbaden W vs SC Schweriner W – 2:3-Krimi zum Hauptrundenabschluss

Die Volleyballerinnen des VC Wiesbaden haben am letzten Spieltag der Hauptrunde der 1. Bundesliga Women 2015/16 ein wahres Spektakel geboten – und mussten sich am Ende doch geschlagen geben. Vor 1.820 Zuschauern in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit unterlag der VCW dem Schweriner SC mit 2:3 (22:25, 25:17, 25:14, 24:26, 10:15).

Die Ausgangslage: Nichts mehr zu verlieren

Bereits vor dem Spiel stand fest: Der VC Wiesbaden war für die Playoffs qualifiziert und würde im Viertelfinale auf den USC Münster treffen. Der Schweriner SC hingegen kämpfte noch um die beste Ausgangsposition in der Endabrechnung. Am Ende sicherte sich der Dresdner SC die Hauptrundenmeisterschaft, während der SSC Schwerin mit dem einen erkämpften Punkt aus Wiesbaden den zweiten Tabellenplatz behauptete.

Satz für Satz: Eine Achterbahnfahrt

Satz 1 (22:25): Beide Teams starteten verhalten und lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Erst bei 16:21 erspielte sich Schwerin ein kleines Polster, das der VCW zwar noch einmal egalisieren konnte, doch am Ende hatten die Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern die Nase vorn.

Satz 2 (25:17): Ein komplett anderes Bild bot sich den Fans im zweiten Durchgang. Der VCW machte mit zwei starken Blockaktionen gleich zu Beginn klar, dass mit ihm zu rechnen ist. Mit einer 8:3- und einer 16:10-Führung ging es in die technischen Auszeiten. Am Ende bauten die Hessinnen den Vorsprung sogar auf acht Punkte zum Satzende aus.

Satz 3 (25:14): Der dritte Durchgang verlief für die Gastgeberinnen noch eindeutiger. Der VCW dominierte nach Belieben. Besonders Diagonalangreiferin Delainey Aigner-Swesey, die US-Amerikanerin im VCW-Dress, zeigte eine Glanzleistung und war ein ums andere Mal erfolgreich. Mit 25:14 fiel das Ergebnis gegen den Tabellenzweiten der Volleyball-Bundesliga mehr als deutlich aus.

Satz 4 (24:26): Was nach einer klaren Sache aussah, wurde zur großen Wende. Der VCW startete furios und führte bereits mit 16:9 – der Satz und wohl auch der Sieg schienen zum Greifen nah. Doch dann verloren die Schützlinge von Trainer Dirk Groß schleichend ihre Linie. Schwerin verkürzte den Rückstand Stück für Stück und glich zum 22:22 aus. Es folgte eine dramatische Schlussphase: Der VCW wehrte zwei Satzbälle der Gäste ab – unter anderem durch einen Übersteiger von Jennifer Pettke –, musste sich am Ende aber doch mit 24:26 geschlagen geben.

Satz 5 (10:15): Bereits zum achten Mal im Jahr 2016 musste der VCW in den kraftraubenden Tie-Break. Dieser begann ausgeglichen, doch Schwerin erspielte sich leichte Vorteile. Beim Seitenwechsel lag Wiesbaden mit 4:8 zurück. Der SSC spielte nun seine ganze Erfahrung aus. Aigner-Swesey gelang per schön gelegtem Ball das 9:12, Außenangreiferin Tanja Großer verkürzte auf 10:12, doch mehr war nicht drin. Schwerin hatte vier Matchbälle – und nutzte gleich den ersten zum 10:15-Endstand.

Starke Einzelleistungen auf beiden Seiten

Auf Seiten des VCW ragte vor allem Delainey Aigner-Swesey heraus, die besonders im dritten Satz mit ihren Angriffen kaum zu stoppen war. Auch Kapitänin Esther van Berkel und Jennifer Pettke (mit zwei spektakulären Matchball-Abwehr im vierten Satz) verdienten sich ein Sonderlob. Zuspielerin Kaisa Alanko und Tanja Großer sorgten für Stabilität im Angriffsspiel der Hessinnen.

Schwerin schonte seine etablierten Stammkräfte weitestgehend und gab jungen Spielerinnen Einsatzzeit – dennoch reichte es am Ende zum Sieg.

Stimmen zum Spiel

VCW-Cheftrainer Dirk Groß zeigte sich nach der Partie ambivalent: „Einzelne Spielerinnen haben das heute gut gemacht, aber als Team müssen wir einfach noch konsequenter sein. Wir haben in den entscheidenden Situationen nicht die Punkte gemacht, die wir machen sollten. Unsere Erfahrung von 33 Spielen seit Saisonbeginn haben wir heute nicht einbringen können.“

Tabellenkonstellation und Ausblick

Durch die Ergebnisse des letzten Spieltags beendete der VC Wiesbaden die Hauptrunde auf dem fünften Platz – eine solide Ausgangsbasis für die anstehenden Playoffs. Gegner im Viertelfinale (ab dem 19. März 2016) war der USC Münster, der sich durch den zeitgleichen Sieg gegen VT Aurubis Hamburg den vierten Rang und damit Heimrecht im ersten Playoff-Spiel sicherte.

Der Schweriner SC hingegen zog als Zweitplatzierter der Hauptrunde in die Playoffs ein – hinter dem Hauptrundensieger Dresdner SC, der seine Spitzenposition durch ein 3:0 in Aachen verteidigte.

Fazit

Der VC Wiesbaden zeigte über weite Strecken eine starke Leistung und bewies, dass er auch gegen Spitzenteams der Liga mithalten kann. Die zwei klaren Satzgewinne (25:17 und 25:14) unterstrichen das Potenzial des Teams. Die mangelnde Konstanz – insbesondere die vergebene 16:9-Führung im vierten Satz – bleibt jedoch die Baustelle, an der das Team von Dirk Groß für die Playoffs arbeiten muss. Die Vorfreude auf das Viertelfinale gegen Münster war beim VCW trotz der Niederlage bereits deutlich zu spüren.

Rivalität seit 2010

VC Wiesbaden W vs SC Schweriner W Direkter Vergleich· 31

VC Wiesbaden W und SC Schweriner W trafen 31 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 11 Mal, SC Schweriner W 20 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 20 Siegen aus 31 Begegnungen an. Insgesamt fielen 123 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.97 pro Spiel (46 für die Heimmannschaft, 77 für die Gäste). Beide Teams trafen in 20 Spielen (65%). In 31 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2022.

Unentschieden
0
·
SC Schweriner W
20
Siege
Tore gesamt
123 · 4.0/Spiel
Beide getroffen
20/31 · 65%
Über 2,5
31/31 · 100%

Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.

API-Daten: 11. Juni 2026