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1 Bundesliga WomenSaison 2015

Munster W vs VC Wiesbaden W

20. März 2016 um 14:30
Heim

Munster W

31
AI

USC Münster gewinnt Spiel 1 des Playoff-Viertelfinals gegen VC Wiesbaden mit 3:1. Starke Blockarbeit und hohe Intensität bescheren den Unabhängigen die Führung in der Best-of-three-Serie.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Starkes Statement zum Auftakt der Best-of-three-Serie

Der USC Münster hat sich im ersten Spiel des Playoff-Viertelfinals der 1. Volleyball Bundesliga Frauen eindrucksvoll in Szene gesetzt. Vor 1673 Zuschauern am Berg Fidel besiegten die Unabhängigen den VC Wiesbaden mit 3:1 (25:23, 25:22, 23:25, 25:21) und gingen in der Best-of-three-Serie mit 1:0 in Führung.

Trainer Andreas Vollmer hatte in den zwei Wochen zwischen Hauptrundenende und Playoff-Start intensiv an der mentalen Vorbereitung gearbeitet. „Wir wollten eine Playoff-Kultur schaffen“, sagte Vollmer nach dem Spiel. Und der Matchplan des USC-Coaches ging voll auf: „Alle im Team haben unglaublich gearbeitet und mit einer ungemein hohen Intensität gespielt. Wir wollten unbedingt jeden Ballwechsel gewinnen – ich bin mit dem Engagement super zufrieden.“

Konzentrierter Auftritt nach durchwachsener Hauptrunde

Im Vergleich zu den drei letzten Hauptrundenspielen, in denen Münster eher auf mäßigem Niveau agiert hatte, präsentierte sich der USC von Beginn an fokussiert und spielfreudig. Die Mannschaft lieferte eine Leistung ab, die an Glanzauftritte aus der Saison erinnerte – etwa bei den klaren Erfolgen in Potsdam (3:0) oder gegen Vilsbiburg (3:0).

„Wir haben uns in der Vorbereitung auf Wiesbaden viel Zeit genommen, den Gegner zu analysieren. Wir waren voll fokussiert und wollten unbedingt gewinnen. Der Wille war entscheidend – zum Glück hatten wir mehr Aufs als Abs“, resümierte US-Blockerin Ashley Benson, die mit ihren starken Händen am Netz zahlreiche Wiesbadener Angriffe entschärfte.

Satz für Satz: Der Spielverlauf

Erster Satz (25:23): Münster legte konzentriert los und sicherte sich eine knappe, aber verdiente Führung. Die Annahme stand, die Angriffe über Außen und Mitte fanden ihren Weg, und die Defensive um Libera Linda Dörendahl – eine ehemalige Wiesbadenerin – hielt dicht.

Zweiter Satz (25:22): Auch im zweiten Durchgang behielt Münster die Oberhand, wenngleich der USC einige Eigenfehler produzierte. „Wir haben sicherlich im zweiten Satz ein paar Fehler zu viel gemacht“, gab Angreiferin Sina Fuchs zu. Dennoch reichte es erneut zum Satzgewinn.

Dritter Satz (23:25): Wiesbaden kämpfte sich zurück. Der VCW steigerte sich, nutzte eine kleine Schwächephase der Gastgeberinnen und verkürzte auf 1:2. „Wir hatten kurz vor Ende einen kleinen Hänger. Aber wir haben es gut durchgezogen“, so Fuchs.

Vierter Satz (25:21): Der USC zeigte Moral. Nach dem verlorenen dritten Satz ließ sich die Mannschaft von Trainer Vollmer nicht aus dem Konzept bringen. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und überragender Blockarbeit – statistisch acht direkte Blockpunkte, aber unzählige weitere Kontakte – brachte Münster den Vorsprung ins Ziel und verwandelte den ersten Matchball.

Blockspiel als Schlüssel zum Erfolg

Besonders die Arbeit am Netz hob Vollmer hervor: „Unser Blockspiel war hervorragend. Wir hatten viele Kontakte, die Zähigkeit und Präsenz am Netz war sehr gut. Wiesbaden musste wieder und wieder anlaufen.“ Neben Ashley Benson überzeugten auch Leonie Schwertmann, Sarah Petrausch, Sina Fuchs und Michala Kvapilova in der Blockarbeit. Insgesamt standen in der münsterischen Statistik acht direkte Blockpunkte – die indirekte Wirkung durch entschärfte Angriffe war jedoch weitaus höher.

Reifeprozess einer Mannschaft

Bereits vor dem Spiel hatte Libera Linda Dörendahl im Interview mit der Volleyball Bundesliga betont, dass der USC einen Reifeprozess durchlaufe: „Es ist wichtig für jede Mannschaft, das auch einmal zu lernen. Für viele Spielerinnen, die schon länger hier sind, ist das ein Reifeprozess.“

Nachdem sich Münster in der Hauptrunde unter den Top Vier platziert hatte, war das Ziel für die Playoffs klar: der Einzug ins Halbfinale. „Wir wollen ins Halbfinale und haben das Potenzial dafür. Wir wollen und brauchen kein drittes Spiel und werden wieder Vollgas geben“, sagte Vollmer mit Blick auf die kommenden Aufgaben.

Ausblick: Matchball in Wiesbaden

Durch den Auftaktsieg hat Münster die Matchführung übernommen und kann bereits am Samstag (15 Uhr) in Wiesbaden alles klar machen. Ein weiterer Erfolg würde den USC nach 2012 wieder ins Halbfinale der Deutschen Meisterschaft bringen. „Wir haben bei aller Zufriedenheit gesehen, dass wir noch ein paar Dinge besser machen können. Tun wir dies, schaffen wir es in Wiesbaden“, so Vollmer.

Die Serie geht nun in die Sporthalle des VC Wiesbaden, wo der VCW vor heimischem Publikum alles versuchen wird, um den Ausgleich zu erzwingen. Sollte Münster auch das zweite Spiel gewinnen, wäre der Halbfinaleinzug perfekt – und der Matchplan von Andreas Vollmer endgültig aufgegangen.

Rivalität seit 2010

Munster W vs VC Wiesbaden W Direkter Vergleich· 37

Munster W und VC Wiesbaden W trafen 37 Mal aufeinander — Munster W gewann 15 Mal, VC Wiesbaden W 22 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 22 Siegen aus 37 Begegnungen an. Insgesamt fielen 156 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.22 pro Spiel (71 für die Heimmannschaft, 85 für die Gäste). Beide Teams trafen in 28 Spielen (76%). In 37 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2023.

Munster W
15
Siege
Unentschieden
0
·
Tore gesamt
156 · 4.2/Spiel
Beide getroffen
28/37 · 76%
Über 2,5
37/37 · 100%

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API-Daten: 11. Juni 2026