SC Potsdam unterliegt Schweriner SC im Viertelfinal-Rückspiel der 1. Bundesliga Frauen 2015/2016 mit 2:3 (108:106) – Schwerin zieht ins Halbfinale ein.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSC Potsdam vs. Schweriner SC 2:3 – Schwerin erzwingt das Drama und zieht ins Halbfinale ein
Potsdam – Im zweiten Viertelfinalspiel der 1. Bundesliga Frauen Playoffs 2015/2016 lieferten sich der SC Potsdam und der Schweriner SC am 26. März 2016 in der MBS-Arena Potsdam eine packende Begegnung über fünf Sätze. Am Ende setzte sich der Favorit aus Schwerin mit 3:2 (21:25, 25:22, 26:24, 19:25, 15:12) durch und zog damit nach einem 108:106-Punktverhältnis ins Halbfinale ein.
Ein Herzschlagfinale in der MBS-Arena
Vor heimischer Kulisse wollte der SC Potsdam nach der 1:3-Niederlage im Hinspiel in Schwerin unbedingt den Ausgleich in der Best-of-Three-Serie erzwingen. Die Mannschaft von Headcoach Alberto Salomoni startete druckvoll und sicherte sich den ersten Satz deutlich mit 25:21. Saskia Hippe und Marina Katic waren im Angriff schwer zu stoppen, und die Potsdamer Blockarbeit um Wiebke Silge und Annegret Hölzig zeigte früh Wirkung.
Doch der Schweriner SC, trainiert von Felix Koslowski, schlug zurück. Im zweiten Durchgang steigerten sich die Gäste, insbesondere Jennifer Geerties und Ariel Turner fanden immer besser ins Spiel. Schwerin glich mit 25:22 aus und zeigte, warum die Mannschaft als einer der Titelanwärter in die Saison gegangen war.
Die Wende im dritten Satz
Der dritte Satz wurde zur entscheidenden Schlüsselphase. Potsdam kämpfte verbissen, führte zwischenzeitlich und hatte Satzballchancen. Doch Schwerin bewährte sich in den entscheidenden Momenten als abgezockter. Mit 26:24 ging der Durchgang an die Gäste – eine psychologisch wichtige Vorentscheidung, denn Potsdam lag nun 1:2 zurück.
Doch der SC Potsdam gab sich nicht auf. Im vierten Satz dominierte das Heimteam nach Belieben und fegte mit 25:19 über die schweriner Deckungsreihe hinweg. Der Block um Annegret Hölzig (3 Blocks im Spiel) und die Aufschlagserie von Kimberly Drewniok brachten die Entscheidung zum Tiebreak.
Tiebreak-Drama mit glücklichem Ende für Schwerin
Der fünfte Satz war ein nervenaufreibendes Duell auf Augenhöhe. Beide Teams schenkten sich nichts. Schwerin legte vor, Potsdam konterte. Beim Stand von 12:12 schien alles möglich. Doch dann machte sich die Routine des Schweriner SC bezahlt: Zwei entscheidende Blocks und ein cleverer Angriff von Tabitha Love besiegelten den 15:12-Erfolg im Tiebreak und damit den 3:2-Gesamtsieg.
Das Gesamtpunktverhältnis von 108:106 spricht Bände – es war eine Partie auf Messers Schneide, die an diesem Abrund in Potsdam bis zur letzten Sekunde offen blieb.
Die Satzergebnisse im Überblick
| Satz | SC Potsdam | Schweriner SC |
|---|---|---|
| 1 | 25 | 21 |
| 2 | 22 | 25 |
| 3 | 24 | 26 |
| 4 | 25 | 19 |
| 5 | 12 | 15 |
| Gesamt | 108 | 106 |
Ausgangslage und Konsequenzen
Das Hinspiel am 19. März 2016 in Schwerin hatte der Gastgeber mit 3:1 (19:25, 26:24, 25:15, 25:20) für sich entschieden. Mit dem 3:2-Auswärtserfolg im Rückspiel gewann der Schweriner SC die Viertelfinalserie glatt mit 2:0 und zog ins Halbfinale der deutschen Meisterschaft ein.
Für den SC Potsdam bedeutete die knappe Niederlage das Saisonaus. Vor allem die vergebenen Chancen im dritten Satz, als Potsdam führte und den Satzgewinn nicht über die Linie brachte, erwiesen sich im Nachhinein als spielentscheidend.
Schlüsselspielerinnen
Saskia Hippe (SC Potsdam) war mit 17 Angriffspunkten die herausragende Angreiferin ihrer Mannschaft. Auch Wiebke Silge (12 Angriffspunkte, 3 Blocks) und Annegret Hölzig (7 Angriffspunkte, 3 Blocks, 23 Annahmen) zeigten eine starke Leistung.
Auf Seiten der Schwerinerinnen stach Jennifer Geerties mit 20 Angriffspunkten und 60 Annahmen heraus. Ariel Turner erzielte 15 Angriffspunkte bei einer beeindruckenden Angriffseffizienz von 60 Prozent.
Fazit
Der Schweriner SC präsentierte sich in den entscheidenden Phasen als die erfahrenere Mannschaft und nutzte die Potsdamer Schwächen in den knappen Sätzen eiskalt aus. Die 2:3-Niederlage war für Potsdam hart, aber der SC Schwerin untermauerte mit diesem Sieg seinen Anspruch auf die deutsche Meisterschaft.
Rivalität seit 2009
Potsdam W vs SC Schweriner W Direkter Vergleich· 35
Potsdam W und SC Schweriner W trafen 35 Mal aufeinander — Potsdam W gewann 5 Mal, SC Schweriner W 30 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 30 Siegen aus 35 Begegnungen an. Insgesamt fielen 136 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.89 pro Spiel (38 für die Heimmannschaft, 98 für die Gäste). Beide Teams trafen in 21 Spielen (60%). In 35 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2021.
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API-Daten: 11. Juni 2026