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1 Bundesliga WomenSaison 2017

Stuttgart W vs Aachen W

14. Oktober 2017 um 19:30
31
Auswärts

Aachen W

AI

Allianz MTV Stuttgart besiegte die Ladies in Black Aachen zum Saisonauftakt 2017/18 mit 3:1. Nika Daalderop war mit 24 Punkten die Matchwinnerin beim 25:21, 23:25, 25:23, 25:22-Erfolg in der SCHARRena.

Spielzusammenfassung

Stuttgart W besiegte Aachen W 3:1. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2017 statt.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Daalderop feiert Traumdebüt: Stuttgart bezwingt Aachen in einer nervenaufreibenden Partie

Die SCHARRena in Stuttgart erlebte am 14. Oktober 2017 einen Saisonauftakt, der den 1.850 Zuschauern alles bot, was Volleyball-Herzen höherschlagen lässt – und eine 18-jährige Niederländerin, die sich innerhalb von nur 111 Minuten zum neuen Publikumsliebling der blau-weißen Fans spielte.

Allianz MTV Stuttgart, der deutsche Vizemeister der Vorsaison, empfing zum Auftakt der Saison 2017/18 die Ladies in Black aus Aachen. Und es war ausgerechnet die junge Nika Daalderop, die im Sommer von Aachen nach Stuttgart gewechselt war, die mit 24 Punkten und einer herausragenden Leistung zur Matchwinnerin avancierte.

Der Spielverlauf: Ein-Kampf auf Augenhöhe

Der erste Satz begann verheißungsvoll für die Gastgeberinnen. Aachen leistete sich eine Flut von Aufschlagfehlern, was Stuttgart eine schnelle 10:5-Führung bescherte. Kapitänin Debbie van Daelen glänzte mit zwei herrlichen Longline-Punkten und brachte Stuttgart mit 16:13 in die technische Auszeit. Doch Aachen kämpfte sich zurück – Tessa Polder blockte Molly McCage zum 17:18 aus Stuttgarter Sicht. In der Crunchtime war es Daalderop, die Stuttgart mit ihren Punkten im Spiel hielt, bis Aachen sich mit zwei Netzfehlern und einem langen Spike selbst um den Satz brachte. Ein „Danke“-Ball von van Daelen beendete den Durchgang: 25:21.

Der zweite Satz offenbarte Stuttgarts größte Baustelle an diesem Abend: mangelnde Abstimmung und ein ständiges Hinterherlaufen. Aachens Blockspiel wurde immer besser, Stuttgart lag schnell 1:5 zurück, nach einem schnellen Angriff von Frauke Neuhaus. Femke Stoltenborg stellte in dieser Phase noch zu ungenau, während die eingewechselte Pia Kästner wiederum zu tief stellte. Trotzdem kämpfte sich Stuttgart heran – Daalderop machte allein in diesem Zeitraum sechs Punkte und brachte Stuttgart auf 20:19 in Führung. Doch ein kurzer Einbruch in der Crunchtime reichte Aachen: McKenzie Adams und Frauke Neuhaus sicherten den Gastgeberinnen den Satz mit 23:25.

Im dritten Satz wechselte Trainer Giannis Athanasopoulos zur jungen Pia Kästner auf der Zuspielposition, was zunächst mehr Ruhe ins Spiel brachte. Stuttgart wirkte präziser. Doch Aachens Block blieb gefährlich. Nach einem Aufschlagfehler von Michaela Mlejnková zum 12:14 schien der Satz zu kippen, doch dann brachte eine spektakuläre Defensiv-Rettung von Daalderop den Wendepunkt. Ein Ass von Micheli Pissinato, ein Einzelblock von McCage und Daalderops blitzschneller Angriff brachten Stuttgart mit 16:14 in Führung zur technischen Auszeit. In einer dramatischen Schlussphase kämpfte sich Aachen von 22:18 auf 24:23 heran, doch Daalderop machte den Sack zu: Ihr dritter Angriffsversuch nach zwei glänzend verteidigten Bällen schlug gnadenlos im Aachener Feld ein – 25:23.

Der vierte Satz war ein einziger Schlagabtausch. McKenzie Adams und Frauke Neuhaus hielten Aachen im Rennen, Stuttgart lief ständig einem Rückstand hinterher. Zur Mitte des Satzes kippte das Momentum mit 13:11 und 18:16 für Stuttgart. Doch der Vorsprung wurde erneut verspielt. Beim 22:22 übernahm der niederländische Youngster die Verantwortung: Ein Schnellangriff über links, eine identische Kopie von Mlejnková – und dann verwandelte Daalderop den Matchball mit einem krachenden Hinterfeldangriff zum 25:22.

Die Spielerinnen des Spiels

Nika Daalderop war mit 24 Punkten die überragende Akteurin auf dem Feld. Die 18-jährige niederländische Außenangreiferin wurde nach dem Spiel zur MVP gewählt und sagte: „Absolut tolle Fans hier in Stuttgart und eine wahnsinnige Atmosphäre! Und dann gleich zum MVP gewählt zu werden, da geht für mich schon ein Traum in Erfüllung!“

Auf Aachener Seite überzeugten vor allem McKenzie Adams und Frauke Neuhaus mit starken Angriffsleistungen. Kirsten Knip zeigte ihr Können in der Abwehr mit einer spektakulären Rettungstat im zweiten Satz.

Die Taktik: Noch viel Arbeit für Athanasopoulos

Stuttgarts Cheftrainer Giannis Athanasopoulos sah nach dem Spiel noch erheblichen Abstimmungsbedarf. Nahezu in allen Spielelementen fehlte es an Timing und Genauigkeit. Die Bälle von Zuspielerin Femke Stoltenborg kamen oft fünf Zentimeter zu hoch, während die von Pia Kästner wiederum fünf Zentimeter zu tief gestellt wurden. Das Team erarbeitete sich immer wieder Vorsprünge, um sie durch Unkonzentriertheiten zu verspielen – teilweise mit 5er- und 6er-Breakserien gegen sich selbst.

Aachen zeigte unterdessen ein gefürchtet gutes Blockspiel, das Stuttgart immer wieder in Verlegenheit brachte. Die Integration der EM-Nachzüglerinnen und die Verfeinerung des Zusammenspiels waren zu diesem frühen Saisonzeitpunkt noch nicht abgeschlossen.

Bedeutung für die Saison 2017/18

Der Auftaktsieg war ein wichtiger erster Schritt für Allianz MTV Stuttgart, das als deutscher Vizemeister in die Saison gestartet war. Die Saison 2017/18 sollte für Stuttgart erfolgreich verlaufen – am Ende stand die Vizemeisterschaft hinter dem SSC Palmberg Schwerin. Für Aachen, das sich ebenfalls für die Playoffs qualifizierte, war die knappe 1:3-Niederlage ein Zeichen, dass man mit den Topteams mithalten konnte.

Fazit

Es war kein perfekter Start für Allianz MTV Stuttgart, aber einer, der viel Hoffnung machte. Die individuellen Fähigkeiten der Mannschaft waren unbestreitbar, und mit Nika Daalderop hatte man einen zukünftigen Star im Team – eine Spielerin, die später für die niederländische Nationalmannschaft auflaufen und in der Weltspitze bei Vereinen wie VakifBank Istanbul und Igor Gorgonzola Novara spielen sollte.

Rivalität seit 2009

Stuttgart W vs Aachen W Direkter Vergleich· 41

Stuttgart W und Aachen W trafen 41 Mal aufeinander — Stuttgart W gewann 37 Mal, Aachen W 4 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 37 Siegen aus 41 Begegnungen an. Insgesamt fielen 148 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.61 pro Spiel (114 für die Heimmannschaft, 34 für die Gäste). Beide Teams trafen in 22 Spielen (54%). In 41 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 31 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2024.

Unentschieden
0
·
4
Siege
Tore gesamt
148 · 3.6/Spiel
Beide getroffen
22/41 · 54%
Über 2,5
41/41 · 100%

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