Vilsbiburg W
SC Schweriner W
Zum Auftakt der 1. Bundesliga Frauen 2017/18 unterliegen die Roten Raben Vilsbiburg dem amtierenden Meister SSC Palmberg Schwerin mit 1:3 – trotz starker Leistung vor 1.541 Fans.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungAuftaktniederlage für Vilsbiburg: Meister Schwerin zeigt sich souverän
Vor 1.541 Zuschauern in der Ballsporthalle Vilsbiburg haben die Roten Raben zum Saisonauftakt der 1. Bundesliga Frauen 2017/18 eine starke Leistung gezeigt, aber letztlich nichts Zählbares geholt. Der amtierende Deutsche Meister SSC Palmberg Schwerin setzte sich mit 3:1 (25:19, 19:25, 25:20, 25:23) durch und feierte einen erfolgreichen Start in die neue Spielzeit.
Die Partie war gleich aus mehreren Gründen historisch: Zum ersten Mal übertrug SPORT1 ein Spiel der Volleyball Bundesliga der Frauen live im Free-TV – bundesweit war das Spitzenspiel am Mittwochabend zu sehen. Kommentiert wurde die Begegnung von Dirk Berscheidt.
Schwerin eröffnet stark, Vilsbiburg kämpft sich zurück
Die Gäste aus dem Norden erwischten den besseren Start und dominierten den ersten Satz. Schwerin, von Bundestrainer Felix Koslowski gecoacht, zeigte sich abgeklärt und sicherte sich Satz eins mit 25:19.
Doch die Roten Raben steckten nicht auf. Im zweiten Durchgang kämpften sich die Niederbayerinnen zurück, erspielten sich früh einen Vorsprung und behielten auch die Nerven, als Schwerin zur Satzmitte herankam. Mit 25:19 glich Vilsbiburg aus – die Ballsporthalle tobte.
„Das war Werbung für den Volleyballsport“, sagte Vilsbiburgs neuer Cheftrainer Timo Lippuner nach der Partie. „Wir haben den Meister gefordert, und wer weiß, was passiert wäre, wenn ein paar enge Ballwechsel anders ausgegangen wären. Auf dieser Leistung können und werden wir aufbauen.“
Schwerin zeigt Meisterqualitäten
Nach dem Seitenwechsel zog Schwerin das Tempo wieder an. Vilsbiburg hielt in den entscheidenden Phasen nicht mit und verlor den dritten Satz mit 20:25. Der vierte Durchgang gestaltete sich hochdramatisch: Die Roten Raben kämpften verbissen und kamen bis auf 23:25 heran, doch am Ende machte die Erfahrung des Meisters den Unterschied.
Sieben Nationalspielerinnen auf dem Feld
Premiere auch abseits der TV-Übertragung: Mit insgesamt sieben DVV-Nationalspielerinnen standen zahlreiche aktuelle und ehemalige Nationalspielerinnen auf dem Parkett. Für Vilsbiburg spielten Lena Stigrot (neu ernannte Kapitänin), Jennifer Pettke und Leonie Schwertmann, für Schwerin liefen Denise Hanke, Louisa Lippmann, Jennifer Geerties und Marie Schölzel auf.
Während der SSC Palmberg Schwerin bereits seine zweite Pflichtspielpartie der Saison absolvierte und zuvor schon souverän Supercup und Ligaspiel gewonnen hatte, war es für die Roten Raben der erste richtige Härtetest. Cheftrainer Timo Lippuner, der erst am Vorabend zum ersten Mal mit dem kompletten Kader trainieren konnte, zeigte sich trotz der Niederlage zuversichtlich.
Ausblick
Für Vilsbiburg geht es in der jungen Saison darum, an die gezeigte Leistung anzuknüpfen. Die Mannschaft präsentierte sich gegen den Titelfavoriten auf Augenhöhe und machte deutlich, dass in dieser Spielzeit mit ihr zu rechnen ist. Schwerin hingegen festigte mit dem Auftaktsieg seine Position als Topfavorit und empfing bereits eine Woche später den SC Potsdam zum zweiten SPORT1-Live-Spiel.
Die Partie war der Startschuss für eine neue Ära der Frauen-Volleyball-Bundesliga im Free-TV – SPORT1 übertrug in der Folge neun weitere Begegnungen der Hauptrunde live.
Rivalität seit 2010
Vilsbiburg W vs SC Schweriner W Direkter Vergleich· 30
Vilsbiburg W und SC Schweriner W trafen 30 Mal aufeinander — Vilsbiburg W gewann 8 Mal, SC Schweriner W 22 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 22 Siegen aus 30 Begegnungen an. Insgesamt fielen 117 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.90 pro Spiel (42 für die Heimmannschaft, 75 für die Gäste). Beide Teams trafen in 18 Spielen (60%). In 30 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. SC Schweriner W ist in den letzten 7 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2022.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026