Die Ladies in Black Aachen gewinnen ein packendes NRW-Derby beim USC Münster mit 3:2 nach fünf Sätzen (20:25, 25:23, 28:26, 23:25, 15:13) vor 2.000 Zuschauern in der Sporthalle Berg Fidel.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungAachen entführt die Punkte aus Münster: 3:2-Sieg nach packendem NRW-Derby
Die Ladies in Black Aachen haben das NRW-Derby beim USC Münster mit 3:2 (25:20, 23:25, 26:28, 25:23, 15:13) für sich entschieden. Vor rund 2.000 Zuschauern in der Sporthalle Berg Fidel lieferten sich beide Teams am 17. Dezember 2017 eine hochklassige und emotionale Partie, die erst im Tiebreak ihre Entscheidung fand.
Die Ausgangslage
Der USC Münster war mit zwei Siegen aus den letzten drei Spielen in das Heimspiel gegangen. Nach Erfolgen gegen die Rote Raben Vilsbiburg (3:1) und den VfB Suhl (3:1) sowie einer knappen 2:3-Niederlage beim Spitzenreiter SSC Palmberg Schwerin präsentierte sich das Team von Trainerin Saskia van Hintum – die damals noch Münster coachte – in guter Verfassung.
Die Ladies in Black Aachen reisten als Tabellennachbar an. Das Hinrundenduell versprach Spannung, und die Rivalität der beiden NRW-Klubs hat Tradition: In 30 bisherigen Aufeinandertreffen führte Münster mit 18 Siegen knapp vor Aachen mit zwölf Erfolgen.
Der Spielverlauf
Satz 1 – Aachen startet dominant (25:20)
Die Gäste aus Aachen erwischten den besseren Start. Mit einer starken Aufschlagserie und konsequentem Block-Verteidigung-Spiel setzten sich die Ladies in Black früh ab. Münster fand nur schwer ins Spiel, leistete sich einige Annahmefehler und konnte den Rückstand nicht mehr aufholen. Aachen nutzte die Verunsicherung im Münsteraner Spielaufbau eiskalt aus und sicherte sich den ersten Durchgang verdient mit 25:20.
Satz 2 – Münster kämpft sich zurück (25:23)
Der USC steigerte sich im zweiten Satz merklich. Die Annahme stabilisierte sich, und im Angriff fanden die Münsteranerinnen nun besser ihre Mitte. Der Satz blieb bis zum Ende eng. Beim Stand von 23:23 bewahrten die Gastgeberinnen die Nerven und entschieden zwei wichtige Ballwechsel für sich – 25:23. Der Ausgleich war geschafft, die Stimmung in der Halle kochte.
Satz 3 – Die Vorentscheidung bleibt aus (28:26)
Der dritte Satz wurde zum Herzschlagfinale. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, wechselten Führungen ab und kämpften um jeden Punkt. Münster wehrte mehrere Satzbälle der Gäste ab und verwandelte schließlich nach einer intensiven Schlussphase den dritten eigenen Satzball zum 28:26. Die 2:1-Führung für den USC lies die Fans von einem Heimsieg träumen.
Satz 4 – Aachen schlägt zurück (25:23)
Doch die Ladies in Black bewiesen Moral. Nach dem verlorenen dritten Satz hielten sie dagegen und zeigten, warum sie in dieser Saison für ihre Comeback-Qualitäten bekannt waren. Aachen spielte geduldig, ließ sich auch von zwischenzeitlichen Münsteraner Führungen nicht aus dem Konzept bringen und erzwang den Tiebreak mit einem knappen 25:23-Erfolg.
Satz 5 – Tiebreak-Drama (15:13)
Im entscheidenden fünften Satz entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beide Teams agierten unter Hochspannung, die Führung wechselte mehrfach. Beim Seitenwechsel lag Aachen knapp vorn. Münster kämpfte sich noch einmal heran und wehrte sogar einen Matchball ab, doch am Ende behielten die Ladies in Black die Oberhand. Der zweite Matchball saß – 15:13, Spiel aus. Die Gäste aus Aachen feierten einen hart erkämpften 3:2-Auswärtssieg.
Die Bedeutung
Der Sieg war für Aachen enorm wichtig im Kampf um die Playoff-Plätze. Die Ladies in Black bewiesen in diesem packenden NRW-Derby ihre mentale Stärke, zweimal einen Satzrückstand aufgeholt und am Ende die entscheidenden Punkte gemacht zu haben. Für den USC Münster war die Niederlage nach zuvor starken Leistungen ein Rückschlag – zumal man bereits mit 2:1 geführt hatte.
Bemerkenswert: In dieser Saison 2017/18 spiegelte die enge Begegnung das Kräfteverhältnis der beiden Teams wider, die in der Abschlusstabelle letztlich nur wenige Punkte trennten. Dass die Ladies in Black unter der Leitung von Trainerin Saskia van Hintum – die nach der Saison von Münster nach Aachen wechselte – dieses Derby für sich entscheiden konnten, gab ihnen zusätzliches Selbstvertrauen für die Rückrunde.
Fazit
Das NRW-Derby zwischen dem USC Münster und den Ladies in Black Aachen hielt alles, was der Volleyball-Bundesliga-Sport zu bieten hat: Spannung, Klasse, Emotionen und ein dramatisches Finish. Fünf Sätze, in denen beide Teams an ihre Grenzen gingen, machten dieses Spiel zu einem der packendsten der Hinrunde 2017/18. Am Ende setzte sich die größere Nervenstärke der Aachenerinnen im Tiebreak durch.
Rivalität seit 2009
Munster W vs Aachen W Direkter Vergleich· 30
Munster W und Aachen W trafen 30 Mal aufeinander — Munster W gewann 18 Mal, Aachen W 12 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Munster W führt den Direktvergleich mit 18 Siegen aus 30 Begegnungen an. Insgesamt fielen 109 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.63 pro Spiel (60 für die Heimmannschaft, 49 für die Gäste). Beide Teams trafen in 16 Spielen (53%). In 30 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2015.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026
