VC Wiesbaden gewinnt 3:0 bei Suhl W in der 1. Bundesliga Frauen 2017/18. Die Hessinnen setzen sich in der Multihalle Meiningen mit 25:23, 25:21 und 25:18 durch.
Spielzusammenfassung
VC Wiesbaden W besiegte Suhl W 3:0. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2017 statt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungAusgangslage: Suhl auf Playoff-Kurs, Wiesbaden im Mittelmaß
Vor der Partie stand der VfB Suhl auf dem neunten Tabellenplatz – drei Punkte hinter Rang acht, der zur Playoff-Teilnahme berechtigt hätte. Trainer Han Abbing hatte vor dem Spiel deutlich gemacht, dass man zuhause gegen die Teams aus dem Mittelfeld punkten müsse, um den Anschluss an die Playoff-Ränge zu halten.
Wiesbaden hingegen belegte den sechsten Platz, hatte aber mit personellen Problemen zu kämpfen. Nach dem Saison-Aus von Annalena Mach (Kreuzbandriss) stand auch Jennifer Keddy aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Verfügung. Die neu verpflichtete serbische Mittelblockerin Tanja Sredic war zwar im Kader, ob sie bereits spielberechtigt war, blieb bis zum Spiel offen.
In der laufenden Saison hatte Wiesbaden beide vorherigen Duelle für sich entschieden: Zum Saisonauftakt im Oktober gab es ein 3:0 in heimischer Halle, und auch im DVV-Pokal-Viertelfinale in Wiesbaden kam Suhl nicht über einen Satzgewinn hinaus. Ein Hoffnungsschimmer für die Gastgeberinnen: Exakt ein Jahr zuvor, am 4. Januar 2017, hatte Suhl Wiesbaden mit einem klaren 3:0 geschlagen.
Der Spielverlauf
Satz 1: Enger Schlagabtausch, Wiesbaden mit dem besseren Ende
Der erste Satz entwickelte sich von Beginn an zu einer engen Angelegenheit. Beide Teams schenkten sich nichts, die Führung wechselte mehrfach. Suhl kämpfte verbissen und lag zwischenzeitlich sogar in Führung, doch Wiesbaden zeigte sich in den entscheidenden Momenten abgeklärter. Über 22:24 und 23:24 kämpften sich die Gastgeberinnen noch einmal heran, doch am Ende behielt Wiesbaden mit 25:23 die Oberhand. Die hessische Mannschaft um Trainer Dirk Groß bewies in der Crunchtime die größere Ruhe und Effektivität im Angriff.
Satz 2: Suhl hält mit, Wiesbaden setzt sich ab
Auch im zweiten Durchgang bot sich ein ähnliches Bild. Suhl startete stark und hielt das Niveau hoch. Der Satz war bis zur Mitte offen, beide Teams schenkten sich keine Pause. Bei 15:15 war die Partie völlig ausgeglichen. Dann aber gelang Wiesbaden eine Serie von Punkten in Folge. Das Aufschlagspiel der Gäste wurde druckvoller, die Annahme von Suhl geriet zunehmend unter Druck. Mit einem Schlussspurt setzte sich Wiesbaden auf 21:25 ab. Die Thüringerinnen waren in diesem Satz zwar absolut auf Augenhöhe, aber die Effizienz der Wiesbadener Angreiferinnen machte letztlich den Unterschied.
Satz 3: Wiesbaden spielt seine Klasse aus
Der dritte Satz stand ganz im Zeichen der Gäste. Wiesbaden startete deutlich stärker und zog früh davon. Suhl fand gegen die druckvollen Aufschläge und die stabile Blockarbeit der Hessinnen kaum noch Mittel. Die Abstände wurden größer, die Fehlerquote bei Suhl stieg an. Nach 76 Minuten besiegelte ein Aufschlagfehler der Suhlerinnen den Satz mit 25:18 und den insgesamt verdienten 0:3-Erfolg für den VC Wiesbaden.
Schlüsselfaktoren
Aufschlag-/Annahmespiel: Die Überlegenheit Wiesbadens zeigte sich insbesondere im Servicebereich. Mit druckvollen Aufschlägen brachten die Gäste die Suhler Annahme immer wieder in Bedrängnis, was den Aufbau eines geordneten Angriffsspiels erschwerte.
Blockarbeit: Der Mittelblock Wiesbadens um Selma Hetmann und Simona Košová erwies sich als schwer zu überwinden. Mehrere direkte Blockpunkte und die ständige Präsenz am Netz sorgten für Verunsicherung im Suhler Angriff.
Effizienz: Wiesbaden nutzte seine Chancen eiskalt aus. Während Suhl in den entscheidenden Phasen der Sätze Fehler produzierte, blieb Wiesbaden fokussiert und verwertete seine Angriffsmöglichkeiten konsequent.
Tabellensituation
Durch die Niederlage blieb Suhl auf dem neunten Tabellenplatz und verpasste es, den Rückstand auf die Playoff-Ränge zu verkürzen. Der Rückstand auf Rang acht, den der SC Potsdam belegte, vergrößerte sich sogar noch. Für Trainer Han Abbing bedeutete dies eine weitere Verkomplizierung der ohnehin schwierigen Ausgangslage.
Wiesbaden festigte mit dem Erfolg den sechsten Tabellenplatz und hielt Anschluss an das obere Mittelfeld. Für das Team von Dirk Groß war es der zweite Auswärtssieg der Saison und ein wichtiger Schritt, um sich für das DVV-Pokalfinale zu empfehlen, das die Mannschaft kurz vor Weihnachten erreicht hatte.
Fazit
Der VC Wiesbaden präsentierte sich an diesem Abend in Meiningen als die reifere und abgeklärtere Mannschaft. In einer von beiden Seiten intensiv geführten Partie setzten sich die Hessinnen vor allem in den entscheidenden Phasen der Sätze durch. Suhl war nicht chancenlos, zeigte in Satz 1 und 2 lange Zeit eine ansprechende Leistung, ließ aber in puncto Effektivität und Nervenstärke die entscheidenden Prozente vermissen.
Aus Wiesbadener Sicht war es ein Pflichtsieg, der die Mannschaft auf Kurs hält. Für Suhl hingegen war es eine verpasste Chance, den Abstand zu den Playoff-Plätzen zu verringern. Am Ende stand ein verdienter, wenn auch in den ersten beiden Sätzen engerer Auswärtssieg für die Gäste aus der hessischen Landeshauptstadt.
Rivalität seit 2010
Suhl W vs VC Wiesbaden W Direkter Vergleich· 37
Suhl W und VC Wiesbaden W trafen 37 Mal aufeinander — Suhl W gewann 18 Mal, VC Wiesbaden W 19 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 19 Siegen aus 37 Begegnungen an. Insgesamt fielen 139 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.76 pro Spiel (70 für die Heimmannschaft, 69 für die Gäste). Beide Teams trafen in 22 Spielen (59%). In 37 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Suhl W ist in den letzten 6 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2022.
Letzte Begegnungen
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