Der VC Wiesbaden verliert das Sport1-Topspiel gegen den SC Potsdam mit 1:3. Trotz eines 11:4-Traumstarts im ersten Satz drehen die Gäste die Partie – 13 Annahmefehler werden dem VCW zum Verhängnis.
Spielzusammenfassung
Potsdam W besiegte VC Wiesbaden W 3:1. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2017 statt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungGebrauchter Tag für den VCW: Potsdam dreht Partie nach Wiesbadener Traumstart
Die Volleyballerinnen des VC Wiesbaden haben ihr Heimspiel in der 1. Bundesliga Frauen gegen den SC Potsdam mit 1:3 (21:25, 22:25, 25:17, 18:25) verloren. Vor 1.618 Zuschauern in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit musste sich das Team von Cheftrainer Dirk Groß den Gästen aus Brandenburg geschlagen geben – trotz einer furiosen Anfangsphase.
Die Partie, die als Sport1-Topspiel live im Free-TV übertragen wurde, begann vielversprechend für die Hessinnen. Die Starting-Six um Tanja Großer, Selma Hetmann, Kimberly Drewniok, Irina Kemmsies, Simona Kóšová und Kapitänin Karolina Bednářová legte los wie die Feuerwehr. 11:4 lautete der zwischenzeitliche Spielstand für Wiesbaden. Der VCW dominierte die ersten Ballwechsel nach Belieben und ließ die Potsdamer Abwehr zunächst verzweifeln. Doch dann kippte die Partie.
Potsdamer Aufschlag als Wiesbadener Problemzone
Satz für Satz offenbarte sich das zentrale Manko der Wiesbadenerinnen: die Annahme. Ganze 13 Annahmefehler notierte die Statistik am Ende – eine Zahl, die VCW-Coach Dirk Groß nach der Partie scharf kritisierte: „Unser Problem war heute das Annahmespiel. Unser Gegner hat unsere Problemzone erkannt und gnadenlos ausgenutzt. Das ist einfach zu viel.“
Nach dem 11:4 im ersten Durchgang zog Verunsicherung ins Spiel der Hessinnen ein. Der SC Potsdam kämpfte sich Punkt für Punkt heran, glich zum 16:16 aus und entschied den Satz schließlich mit 25:21 für sich. Ein ähnliches Bild bot Satz zwei: Der VCW legte vor, Potsdam glich aus und zog davon – 25:22.
Satzgewinn im dritten Durchgang – aber zu wenig
Im dritten Satz zeigte der VCW Charakter. Beide Teams lieferten sich ein ausgeglichenes Duell, bis die Wiesbadenerinnen bei 8:5 die erste technische Auszeit erreichten. Diesmal war es das Team von Gäste-Coach Davide Carli, das den Faden verlor. Der Italiener nahm früh im Satz beide Auszeiten, um seine Mannschaft neu zu fokussieren – vergeblich. Der VCW zog auf 22:15 davon und sicherte sich mit 25:17 den Satzgewinn.
Doch das Aufbäumen sollte nicht belohnt werden. Dirk Groß wechselte im vierten Satz frische Kräfte ein – unter anderem Mertens für Kemmsies und Grozer für Großer – doch der frühe 1:8-Rückstand erwies sich als zu große Hypothek. Am Ende hieß es 18:25 aus Wiesbadener Sicht.
Simona Kóšová als MVP – und ein Blick nach vorn
Auf VCW-Seite wurde Simona Kóšová zur wertvollsten Spielerin gewählt. Die Diagonalangreiferin gehörte zu den wenigen Wiesbadenerinnen, die über die gesamte Spieldauer konstante Leistung abrufen konnten. Das Publikum in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit reagierte fair: Statt den Stab über das verunsicherte Heimteam zu brechen, applaudierten die 1.618 Zuschauer beiden Mannschaften nach dem Schlusspfiff.
Groß zeigte sich trotz der Niederlage nicht niedergeschlagen: „Wir werden das Spiel jetzt ganz genau analysieren und dabei herausfinden, woran es gelegen hat und wie wir uns verbessern können. Gerade dafür sind Niederlagen wie heute sehr gut.“
Tabellensituation und Ausblick
Für den VC Wiesbaden war es eine verpasste Gelegenheit, im Mittelfeld der Tabelle Boden gutzumachen. Der SC Potsdam hingegen untermauerte mit dem Auswärtssieg seine Ambitionen, in der oberen Tabellenhälfte mitzuspielen. Für den VCW ging es bereits drei Tage später am Samstag, den 10. Februar 2018, mit einer schweren Aufgabe weiter: auswärts bei Allianz MTV Stuttgart. Die Schwäbinnen sollten sich letztlich in der SCHARRena vor 1.970 Zuschauern mit 3:0 durchsetzen – ein weiterer Rückschlag in einer durchwachsenen Phase für die Mannschaft aus der hessischen Landeshauptstadt.
Das Hinspiel in der Saison 2017/18 hatten die Wiesbadenerinnen im November 2017 in Brandenburg noch mit 3:1 für sich entscheiden können. Die Revanche im Februar gelang Potsdam damit eindrucksvoll.
Spielstatistik
- Spiel: VC Wiesbaden vs. SC Potsdam, 1. Bundesliga Frauen, 14. Spieltag
- Datum: 7. Februar 2018, 18:30 Uhr
- Ort: Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit, Wiesbaden
- Zuschauer: 1.618
- Ergebnis: 1:3 (21:25, 22:25, 25:17, 18:25)
- VCW-Startaufstellung: Tanja Großer, Selma Hetmann, Kimberly Drewniok, Irina Kemmsies, Simona Kóšová, Karolina Bednářová
- MVP (VCW): Simona Kóšová
- Übertragung: Sport1 (Free-TV ab 19:15 Uhr, Livestream ab 18:30 Uhr)
Rivalität seit 2009
VC Wiesbaden W vs Potsdam W Direkter Vergleich· 37
VC Wiesbaden W und Potsdam W trafen 37 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 21 Mal, Potsdam W 16 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 21 Siegen aus 37 Begegnungen an. Insgesamt fielen 142 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.84 pro Spiel (75 für die Heimmannschaft, 67 für die Gäste). Beide Teams trafen in 22 Spielen (59%). In 37 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2019.
Letzte Begegnungen
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