VC Wiesbaden besiegt VCO Berlin mit 3:0 (25:13, 25:16, 25:20) und sichert sich mit fünf Punkten aus dem Doppelspieltag den vierten Tabellenplatz der 1. Bundesliga Frauen.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungFünf-Punkte-Wochenende für den VCW
Der VC Wiesbaden hat auch die zweite Partie seines Doppelspieltags in der 1. Volleyball Bundesliga der Frauen gewonnen. Am Sonntag, dem 18. Februar 2018, besiegten die Hessinnen den VCO Berlin vor 1.532 Zuschauern in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit souverän mit 3:0 (25:13, 25:16, 25:20).
Nach dem hart erkämpften 3:2-Sieg am Samstagabend gegen die Roten Raben Vilsbiburg legte der VCW am Sonntagnachmittag einen glatten Dreisatzsieg nach und sicherte sich damit insgesamt fünf Punkte aus dem Doppelspieltag. Der Lohn: der Sprung auf den vierten Tabellenplatz der Bundesliga.
Familienspieltag mit 1.532 Zuschauern
Das Heimspiel war als großer Familienspieltag ausgerichtet, präsentiert von der IKK classic. Zahlreiche Erstbesucher waren unter den 1.532 Zuschauern und wurden nicht enttäuscht. Die Atmosphäre in der Halle war ausgezeichnet, die Fans sahen eine konzentrierte Vorstellung ihrer Mannschaft.
Satz 1: Eine Machtdemonstration
Cheftrainer Dirk Groß schickte seine Startformation mit Tanja Großer, Julia Osterloh, Selma Hetmann, Kimberly Drewniok, Karolina Bednářová, Lia-Tabea Mertens und Libera Lisa Stock aufs Feld. Und der VCW legte los wie die Feuerwehr. Bereits zu Beginn war der Block gut gestellt und die Angriffe fanden ihr Ziel. Nach einem 4:0-Lauf bauten die Gastgeberinnen ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Zur zweiten technischen Auszeit stand es bereits 16:4 – eine klare Ansage. Die spätere MVP des Spiels, Tanja Großer, beendete den Durchgang mit einem fulminanten Punkt zum 25:13.
Satz 2: Der Kampf zurück
Im zweiten Durchgang erwachten die jungen Berlinerinnen. Der VCO Berlin, Deutschlands talentiertester Volleyball-Nachwuchs, ging erstmals in der Partie in Führung und spielte nun frecher auf. Beim Stand von 2:5 sah sich Coach Groß gezwungen, früh eine Auszeit zu nehmen. Zur ersten technischen Auszeit hieß es 4:8 aus Wiesbadener Sicht. Die Gastgeberinnen ließen sich aber nicht beirren, kämpften sich Punkt für Punkt heran und glich zum 8:8 aus. Von da an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bis sich der VCW auf 14:10 absetzen konnte. Bei 16:11 zur zweiten technischen Auszeit war die Führung wieder komfortabel, und Wiesbaden ließ sich den Satz nicht mehr nehmen: 25:16.
Satz 3: Mit letzter Kraft zum Sieg
Der dritte Satz offenbarte die Strapazen des kräftezehrenden Samstagabendspiels gegen Vilsbiburg. Der VCW tat sich zu Beginn schwer, lag zeitweise mit drei Punkten zurück. Die Mannschaft von Dirk Groß ließ den Kontakt jedoch nie abreißen und blieb stets in Schlagdistanz. Im Schlussspurt zog der VCW dann wieder davon – gekrönt vom bis dahin längsten und vielleicht schönsten Ballwechsel der Partie, der die Hausherrinnen auf 23:19 brachte. Diesen Vorsprung gaben sie nicht mehr her. Tanja Großer und Co. machten den 25:20-Sieg perfekt – ein glatter 3:0-Erfolg nach 25:13, 25:16 und 25:20.
Stimmen zum Spiel
„Wir mussten heute schon präsent sein und das haben wir größtenteils auch gemacht. Aber natürlich kann unser Gegner auch Volleyball spielen“, zeigte VCW-Cheftrainer Dirk Groß Respekt vor den Talenten des VCO Berlin, die ebenfalls eine Samstagspartie in den Beinen hatten.
Mit Blick auf das gesamte Wochenende zeigte sich Groß zufrieden: „Das tut uns schon sehr gut und wir sind sehr zufrieden, mit Vilsbiburg einen guten Gegner geschlagen zu haben. Jetzt sind wir aber auch müde. Die Spielerinnen haben nun erstmal zwei Tage frei, um wieder zu Kräften zu kommen.“
Ausblick
Die Erholung war dringend nötig, denn am darauffolgenden Wochenende stand die Reise zum amtierenden Deutschen Meister SSC Palmberg Schwerin auf dem Programm. Mit dem Schwung aus fünf Punkten aus zwei Spielen reiste der VCW jedoch mit breiter Brust an die Ostseeküste.
Tabellarische Einordnung
Durch die fünf Punkte aus dem Doppelspieltag festigte der VC Wiesbaden den vierten Tabellenrang in der 1. Volleyball Bundesliga der Frauen. Der VCO Berlin blieb als Nachwuchsförderteam ohne Punkte in der Saison 2017/18, zeigte aber phasenweise ansprechende Leistungen und bewies, dass die Zukunft des deutschen Frauenvolleyballs vielversprechend ist.
Rivalität seit 2011
VC Wiesbaden W vs VCO Berlin W Direkter Vergleich· 15
VC Wiesbaden W und VCO Berlin W trafen 15 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 15 Mal, VCO Berlin W 0 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2011 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 15 Siegen aus 15 Begegnungen an. Insgesamt fielen 52 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.47 pro Spiel (45 für die Heimmannschaft, 7 für die Gäste). Beide Teams trafen in 6 Spielen (40%). In 15 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. VC Wiesbaden W ist in den letzten 15 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2016.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026