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1 Bundesliga WomenSaison 2017

SC Schweriner W vs VC Wiesbaden W

25. Februar 2018 um 14:30
Heim

SC Schweriner W

23
AI

Der VC Wiesbaden feierte einen sensationellen 3:2-Auswärtssieg beim amtierenden Deutschen Meister SSC Palmberg Schwerin. Matchwinnerin Kimberly Drewniok führte ihr Team mit einer starken Vorstellung zum Erfolg.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Sensation in Schwerin: VC Wiesbaden bezwingt den Meister im Tiebreak

Der VC Wiesbaden hat am 25. Februar 2018 für eine dicke Überraschung in der 1. Volleyball Bundesliga der Frauen gesorgt. Die Hessinnen besiegten den amtierenden Deutschen Meister SSC Palmberg Schwerin in dessen eigener Halle mit 3:2 (25:16, 26:28, 26:24, 22:25, 15:13) und bewiesen damit eindrucksvoll ihre Titelreife.

Furioser Start der Gäste

Vor 1.873 Zuschauern in der Schweriner Sporthalle legte der VCW los wie die Feuerwehr. Mit einem 5:0-Lauf zum Auftakt zwangen die Wiesbadenerinnen Schwerins Trainer Felix Koslowski früh zur ersten Auszeit. Besonders die Aufschläge und Angriffe der Gäste saßen von Beginn an. Zur ersten technischen Auszeit führte Wiesbaden bereits mit 8:3. Die Schwerinerinnen fanden gegen den druckvollen Auftritt der Hessinnen kaum Mittel. Dora Grozer führte ihr Team mit einem starken Angriff zur 16:10-Führung in die zweite technische Auszeit. Der Vorsprung wuchs zwischenzeitlich auf neun Punkte (20:11) an, ehe der VCW den ersten Satz souverän mit 25:16 für sich entschied.

Krimi im zweiten Durchgang

Im zweiten Satz zeigte Schwerin eine deutliche Reaktion. Die Gastgeberinnen starteten stark und lagen schnell mit 5:2 vorn. Doch Wiesbaden kämpfte sich zurück. Ein spektakulär langer Ballwechsel brachte den Ausgleich zum 8:8. Was folgte, war echter Volleyball-Krimi: Beim Stand von 24:23 hatte der VCW Satzball, doch Schwerin wehrte ab. Beide Teams ließen nichts anbrennen, wechselten sich mit Punkten ab. Am Ende hatte Schwerin nach 35 Minuten das bessere Ende für sich und gewann den Durchgang mit 28:26.

Kopf-an-Kopf-Rennen

Auch Satz drei war eine enge Kiste. Der VCW legte mit 5:2 vor, doch Schwerin blieb dran. Eine spektakuläre Rettungsaktion von VCW-Libera Lisa Stock und ein anschließendes Ass von Kimberly Drewniok brachten die Gäste zur zweiten technischen Auszeit mit 16:13 in Führung. Schwerin kämpfte sich zum 18:18 heran, doch diesmal behielt Wiesbaden die Nerven. Mit 26:24 sicherte sich der VCW den dritten Satz und damit die erneute Führung.

Schwerin schlägt zurück

Im vierten Durchgang erwischte Schwerin einen Traumstart und zog auf 10:3 davon. VCW-Coach Dirk Groß reagierte mit einem Doppelwechsel: Sina Fuchs kam für Karolina Bednarova und Selma Hetmann für Tanja Sredic. Die Maßnahme zeigte Wirkung – Wiesbaden kämpfte sich auf zwei Punkte heran. Am Ende war der Rückstand jedoch zu groß. Schwerin gewann Satz vier mit 25:22 und erzwang den Tiebreak.

Entscheidung im Tiebreak

Im fünften Satz startete wieder Schwerin besser und führte mit 4:1. Doch der VCW gab nicht auf. Tanja Großer glich mit einem Ass zum 5:5 aus. Beim Seitenwechsel führte Schwerin knapp mit 8:7. Dann schlug die Stunde von Irina Kemmsies: Mit einer starken Aufschlagserie brachte sie die Wiesbadenerinnen mit 11:8 in Führung. Schwerin kämpfte sich zwar zum 12:12 heran, doch nach einer Auszeit ließ sich der VCW nicht mehr vom Sieg abbringen. Kimberly Drewniok verwandelte den zweiten Matchball zum 15:13-Endstand.

Matchwinnerin Drewniok

„Wir haben heute einfach unser Spiel gemacht und uns nicht vom Gegner beeindrucken lassen, wenn dieser Punkte gemacht hat. Als Mannschaft haben wir heute richtig gut zusammengearbeitet. Diese Partie hat Kraft gegeben fürs nächste Wochenende“, resümierte die spätere MVP Kimberly Drewniok nach der Partie. Die Diagonalangreiferin war mit einer Vielzahl an Punkten (gemeinsam mit Tanja Großer insgesamt 41 Zähler) die herausragende Spielerin auf dem Feld.

VCW-Chef-Coach Dirk Groß lobte die geschlossene Teamleistung: „Der Schlüssel zum Erfolg war heute die geschlossene Teamleistung. Alle, auch die Auswechselspieler, haben heute einen sehr guten Job gemacht für den gemeinsamen Erfolg. Für uns war es heute sehr wichtig, der Stresssituation vor dieser stimmungsvollen Kulisse Stand zu halten. Das war ein guter Test für das Pokalfinale.“

Saisonkontext

Der Sieg war für Wiesbaden von enormer Bedeutung im Kampf um die Playoff-Plätze. Der VCW stand zu diesem Zeitpunkt auf dem achten Tabellenplatz und benötigte dringend Punkte, um sich für die Meisterrunde zu qualifizieren. Die Partie war gleichzeitig ein wichtiger Stimmungstest für das anstehende DVV-Pokalfinale am 4. März 2018 in der SAP Arena in Mannheim, für das sich Wiesbaden qualifiziert hatte.

Für den SSC Palmberg Schwerin, der in dieser Saison erneut zu den Topteams der Liga gehörte und wenig später Deutscher Meister 2018 wurde, war es eine der wenigen Heimniederlagen der Spielzeit.

Aufstellung VC Wiesbaden

Der VCW begann mit folgender Aufstellung: Kimberly Drewniok, Dora Grozer, Irina Kemmsies, Simona Kóšová, Karolina Bednarova, Tanja Sredic und Lisa Stock als Libera.

Spielstatistik

  • SSC Palmberg SchwerinVC Wiesbaden 2:3 (16:25, 28:26, 24:26, 25:22, 13:15)
  • Dauer: 121 Minuten
  • Zuschauer: 1.873
  • MVP: Kimberly Drewniok (VC Wiesbaden)

Rivalität seit 2010

SC Schweriner W vs VC Wiesbaden W Direkter Vergleich· 31

SC Schweriner W und VC Wiesbaden W trafen 31 Mal aufeinander — SC Schweriner W gewann 21 Mal, VC Wiesbaden W 10 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 21 Siegen aus 31 Begegnungen an. Insgesamt fielen 123 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.97 pro Spiel (78 für die Heimmannschaft, 45 für die Gäste). Beide Teams trafen in 20 Spielen (65%). In 31 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2022.

SC Schweriner W
21
Siege
Unentschieden
0
·
Tore gesamt
123 · 4.0/Spiel
Beide getroffen
20/31 · 65%
Über 2,5
31/31 · 100%

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API-Daten: 11. Juni 2026