Die Ladies in Black Aachen gewinnen das Playoff-Viertelfinal-Hinspiel beim VC Wiesbaden klar mit 3:0 (25:22, 29:27, 25:17). Vanessa Agbortabi wird MVP.
Spielzusammenfassung
Aachen W besiegte VC Wiesbaden W 3:0. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2017 statt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungAachen dominiert Wiesbaden im Viertelfinal-Hinspiel
Die Ladies in Black Aachen haben zum Auftakt der Playoff-Viertelfinalserie (Best of 3) ein klares Ausrufezeichen gesetzt. Am 17. März 2018 besiegte das Team von Trainerin Saskia van Hintum den VC Wiesbaden in dessen Heimatstadt mit einem souveränen 3:0 (25:22, 29:27, 25:17) und brachte sich damit in eine hervorragende Ausgangsposition für den Einzug ins Halbfinale.
Vor 1.570 Zuschauern in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit erwischten die Gäste aus Aachen einen starken Start und ließen dem VCW über die gesamte Spieldauer hinweg wenig Raum zur Entfaltung.
Enger Schlagabtausch im ersten Satz
Der erste Durchgang begann ausgeglichen. Beide Teams lieferten sich lange Ballwechsel, und die Wiesbadenerinnen um Trainer Christian Sossenheimer hielten zunächst gut mit. Nach der ersten technischen Auszeit (8:7 für Aachen) legten die Ladies in Black jedoch einen Gang zu. Besonders Vanessa Agbortabi machte auf der Außenposition Druck und war mit stabiler Annahme und druckvollen Angriffen kaum zu nehmen. Am Ende holte sich Aachen Satz eins mit 25:22.
Krimi im zweiten Satz
Der zweite Satz entwickelte sich zum Herzschlagfinale der Partie. Der VC Wiesbaden, der auf Zuspielerin Lauren Plum (Knieprobleme) verzichten musste, kämpfte sich nun besser ins Spiel. Die Mannschaft um Kapitänin Selma Hetmann zeigte Moral und wehrte mehrere Satzbälle der Gäste ab. „Wenn es gegen Ende des Satzes ernst wird, verlassen uns in dieser Saison zu oft die Nerven“, gab Hetmann nach der Partie zu Protokoll.
Doch Aachen bewies die größere Abgeklärtheit in den entscheidenden Momenten. Mit 29:27 schnappten sich die Ladies in Black auch den zweiten Durchgang – ein psychologisch wichtiger Erfolg, der Wiesbaden sichtlich zusetzte.
Deutliche Entscheidung im dritten Satz
Im dritten Satz ließen die Aachenerinnen dann nichts mehr anbrennen. Mit konsequenter Blockarbeit und einer starken Aufschlagserie zogen sie schnell davon. Die Wiesbadener Annahme geriet zunehmend unter Druck, die Fehlerquote stieg. „Wenn es eng wurde, haben wir heute Geschenke verteilt und uns hat die letzte Konsequenz gefehlt“, analysierte VCW-Coach Sossenheimer nach der Partie.
Aachen nutzte die verunsicherte Wiesbadener Mannschaft eiskalt aus und entschied den Satz mit 25:17 – der Deckel war drauf.
MVP Agbortabi als Unterschiedsspielerin
Vanessa Agbortabi avancierte mit 16 Punkten zur wertvollsten Spielerin (MVP) der Partie. Die Außenangreiferin der Ladies in Black überzeugte sowohl in der Annahme als auch im Angriff und war aus dem Wiesbadener Block kaum zu nehmen.
„Wir waren sehr aggressiv und konnten die Bälle hart spielen“, erklärte Aachens Trainerin Saskia van Hintum nach der Partie. „Auch wenn wir hinten gelegen haben, sind wir immer ruhig geblieben.“
Blick auf die Serie
Durch den deutlichen Auswärtssieg gingen die Ladies in Black mit einer 1:0-Führung in der Best-of-3-Viertelfinalserie in das Rückspiel. Bereits am 21. März 2018 hatten sie in eigener Halle die Chance, mit einem weiteren Sieg das Halbfinale zu buchen – eine Chance, die sie letztlich nutzten (3:0, 25:21, 25:21, 25:23).
Für den VC Wiesbaden, im Vorjahr noch Pokalfinalist, war die Saison damit nach nur zwei Playoff-Partien beendet. „Jetzt kommen mit Suhl und Erfurt zwei Schlüsselspiele auf uns zu, die wir definitiv gewinnen müssen“, hatte Sossenheimer schon nach dem ersten Spiel gemahnt – doch die Postseason-Rechnung war bereits beglichen.
Das Aufgebot des VC Wiesbaden
Der VCW startete mit Klara Vyklicka und Nathalie Lemmens im Mittelblock, Shannon Dugan und Tanja Großer auf den Außenpositionen, Renate Bjerland als Diagonalangreiferin und Nynke Oud auf der Zuspielposition. Die etatmäßige Zuspielerin Lauren Plum fehlte verletzungsbedingt.
Statistik der Partie
- Ergebnis: VC Wiesbaden 0:3 Ladies in Black Aachen
- Sätze: 22:25, 27:29, 17:25
- Ort: Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit, Wiesbaden
- Zuschauer: 1.570
- MVP: Vanessa Agbortabi (Ladies in Black Aachen) – 16 Punkte
- Wettbewerb: 1. Bundesliga Frauen, Playoff-Viertelfinale 2017/18
Rivalität seit 2010
VC Wiesbaden W vs Aachen W Direkter Vergleich· 38
VC Wiesbaden W und Aachen W trafen 38 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 23 Mal, Aachen W 15 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 23 Siegen aus 38 Begegnungen an. Insgesamt fielen 151 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.97 pro Spiel (85 für die Heimmannschaft, 66 für die Gäste). Beide Teams trafen in 25 Spielen (66%). In 38 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Aachen W ist in den letzten 3 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2025.
Letzte Begegnungen
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