SSC Palmberg Schwerin gewinnt das erste Finalspiel der Volleyball-Bundesliga 2017/18 gegen Allianz MTV Stuttgart mit 3:2 nach fünf Sätzen und geht in der Finalserie in Führung.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSSC Palmberg Schwerin schlägt Stuttgart im ersten Finalspiel
Stuttgart – Der SSC Palmberg Schwerin hat das erste Spiel der Finalserie um die deutsche Volleyball-Meisterschaft der Frauen für sich entschieden. In einer hochklassigen und nervenaufreibenden Partie vor 2.251 Zuschauern in der ausverkauften Stuttgarter SCHARRena setzten sich die Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern mit 3:2 (21:25, 25:22, 25:22, 21:25, 15:12) durch und gingen in der Best-of-Five-Serie mit 1:0 in Führung.
Satz 1: Stuttgart startet furios
Die Hausherrinnen von Allianz MTV Stuttgart erwischten einen Traumstart. Angeführt von der tschechischen Außenangreiferin Michaela Mlejnkova und der US-Amerikanerin Mallory McCage am Netz dominierten sie den ersten Satz nach Belieben. Mit starken Aufschlägen und einer geschlossenen Mannschaftsleistung setzten sie den Rekordmeister aus Schwerin früh unter Druck. Schwerin fand zunächst überhaupt nicht in die Partie und leistete sich mehrere Annahmefehler. Stuttgart zog konsequent auf 25:21 davon – eine deutliche Ansage an den Titelkonkurrenten.
Satz 2: Schwerin kämpft sich zurück
Im zweiten Durchgang zeigte sich ein völlig anderes Bild. Der SSC Palmberg Schwerin, trainiert von Felix Koslowski, fand zunehmend besser ins Spiel. Vor allem die Diagonalangreiferin Louisa Lippmann – damals eine der herausragenden Spielerinnen der Liga – übernahm Verantwortung und punktete aus schwierigsten Lagen. Auch Jennifer Geerties auf der Außenposition und die erfahrene Zuspielerin Denise Hanke sorgten für mehr Stabilität im Spielaufbau. Stuttgart konnte zunächst noch mithalten, doch Schwerin erhöhte den Druck und holte sich den Satz mit 25:22.
Satz 3: Schwerin dreht die Partie
Der dritte Satz wurde zur Geduldsprobe für die Stuttgarterinnen. Nach der frühen Führung im ersten Satz ließen die Kräfte bei den Gastgeberinnen spürbar nach. Schwerin spielte nun befreit auf und nutzte die sich bietenden Lücken in der Stuttgarter Abwehr konsequent aus. Die junge Marie Schölzel am Mittelblock und die erfahrene Beta Dumancic setzten mit ihren Blocks immer wieder Nadelstiche. Mitte des Satzes kämpfte sich Stuttgart noch einmal heran, doch Schwerin behielt die Nerven und gewann auch diesen Durchgang mit 25:22 – die Wende war geschafft.
Satz 4: Stuttgart schlägt zurück
Mit dem Rücken zur Wand zeigte der amtierende Meister Stuttgart seine ganze Moral. Die Mannschaft von Trainer Giannis Athanasopoulos steigerte sich noch einmal und fand zu alter Stärke zurück. Die niederländische Zuspielerin Femke Stoltenborg verteilte die Bälle gekonnt, während die ungarische Angreiferin Renata Sandor ihre Treffsicherheit am Netz unter Beweis stellte. Stuttgart entschied den vierten Satz deutlich mit 25:21 für sich und erzwang einen entscheidenden fünften Satz – der Tiebreak musste die Entscheidung bringen.
Tiebreak: Schwerin behält die Nerven
Der Tiebreak entwickelte sich zu einem wahren Krimi. Beide Teams schenkten sich nichts und lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Die Stimmung in der SCHARRena kochte. Stuttgart kämpfte verbissen, doch Schwerin zeigte sich in den entscheidenden Momenten abgeklärter. Louisa Lippmann und die finnische Zuspielerin Kaisa Alanko bewahrten einen kühlen Kopf. Am Ende setzten sich die Gäste mit 15:12 durch und sicherten sich den verdienten Auftaktsieg in der Finalserie.
Schlüsselspielerinnen
Louisa Lippmann war mit ihren kraftvollen Angriffen über die Diagonale die herausragende Spielerin auf dem Feld und eine der Hauptverantwortlichen für den Schweriner Erfolg. Auf Stuttgarter Seite überzeugten Michaela Mlejnkova und Mallory McCage, die über weite Strecken der Partie zu den Stützen ihres Teams gehörten.
Bedeutung für die Serie
Mit diesem 3:2-Erfolg in Stuttgart sicherte sich der SSC Palmberg Schwerin früh das Heimrecht in der Serie zurück und setzte den ersten wichtigen Duftmarker im Kampf um die Meisterschaft. Für Stuttgart war die Niederlage ein herber Rückschlag, schließlich hatte man vor heimischer Kulisse den Grundstein für eine erfolgreiche Titelverteidigung legen wollen. Die Serie wurde in den folgenden Tagen in einer weiteren Partie in Stuttgart und später in Schwerin fortgesetzt.
Saisonkontext
Die Saison 2017/18 der 1. Volleyball-Bundesliga der Frauen war eine der spannendsten der vergangenen Jahre. Stuttgart ging als Titelverteidiger in die Playoffs, während Schwerin – der Rekordmeister mit elf Meisterschaften – nach einer starken Hauptrunde erneut um den Thron kämpfte. Letztendlich sollte der SSC Palmberg Schwerin die Serie mit 3:0 für sich entscheiden und am 28. April 2018 den zwölften Meistertitel der Vereinsgeschichte feiern.
Rivalität seit 2010
Stuttgart W vs SC Schweriner W Direkter Vergleich· 50
Stuttgart W und SC Schweriner W trafen 50 Mal aufeinander — Stuttgart W gewann 22 Mal, SC Schweriner W 28 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 28 Siegen aus 50 Begegnungen an. Insgesamt fielen 192 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.84 pro Spiel (85 für die Heimmannschaft, 107 für die Gäste). Beide Teams trafen in 31 Spielen (62%). In 50 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 7 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2019.
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API-Daten: 11. Juni 2026
