NawaRo Straubing W
SC Schweriner W
NawaRo Straubing verliert sein Bundesliga-Debüt gegen Meister SSC Palmberg Schwerin mit 0:3. Knapper erster Satz (24:26), dann klare Dominanz der Gäste.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungNawaRo Straubing unterliegt Meister Schwerin zum Bundesliga-Debüt: 0:3 (24:26, 13:25, 15:25)
Die turmair Volleyballarena in Straubing erlebte am 31. Oktober 2018 einen historischen Abend: NawaRo Straubing trug erstmals in der Vereinsgeschichte ein Heimspiel in der 1. Volleyball Bundesliga aus. Der Gegner hätte kaum schwerer sein können — mit dem SSC Palmberg Schwerin stand der amtierende Deutsche Meister auf dem Parkett. Am Ende hieß es 0:3 (24:26, 13:25, 15:25) aus Sicht des Aufsteigers, doch der erste Satz bewies, dass die Gastgeberinnen durchaus mithalten können.
Ein denkwürdiger Saisonauftakt für den Aufsteiger
Nach dem Aufstieg aus der 2. Volleyball Bundesliga war die Vorfreude in Straubing riesig. Die Mannschaft von Trainer Benedikt Frank durfte sich erstmals auf dem höchsten nationalen Niveau beweisen. „In dem Spiel brauchen wir die Unterstützung unserer Fans“, hatte Diagonalspielerin Frauke Neuhaus vor der Partie betont. „Schwerin ist der klare Favorit, aber mit unseren Fans im Rücken können wir noch deutlich mehr aus uns herausholen.“
Die Straubinger Halle war gut gefüllt, als Schiedsrichter die Partie um 19:30 Uhr anpfiff. Die Zuschauer erlebten einen couragierten Auftritt ihres Teams — zumindest zu Beginn.
Erster Satz: Straubing fordert den Meister heraus
Im Auftaktsatz zeigte NawaRo Straubing keinerlei Respekt vor dem hochfavorisierten Meister. Die Mannschaft um Kapitänin Danica Markovic und Zuspielerin Dana Schmit hielt über weite Strecken hervorragend mit. Die Abwehr stand kompakt, der Angriff fand immer wieder Lücken in der Schweriner Blockabwehr.
„Die Geschwindigkeit des Spiels, die Höhe der Spieler, die Kraft und die Konstanz sind die entscheidenden Unterschiede zwischen 1. und 2. Volleyball Bundesliga“, hatte Markovic vor der Saison analysiert. Doch an diesem Abend schien ihr Team diese Unterschiede zeitweise vergessen zu machen.
Beim Stand von 24:24 war der Satz völlig offen. Letztlich behielt der SSC Palmberg Schwerin jedoch die Nerven und verwertete den zweiten Satzball zum 26:24. Es war eine knappe Entscheidung, die zeigte, dass Straubing durchaus auf diesem Niveau bestehen kann — zumindest phasenweise.
Zweiter Satz: Schwerin zieht davon
Nach dem knapp verlorenen ersten Durchgang ließen bei NawaRo Straubing die Kräfte nach. Der SSC Palmberg Schwerin, trainiert von Bundestrainer Felix Koslowski, schaltete einen Gang hoch. Die Schwerinerinnen, die mit Nationalspielerin Maren Fromm antraten — sie war interimistisch für die verletzte Marie Schölzel eingesprungen —, zeigten ihre ganze Klasse.
Im zweiten Satz dominierten die Gäste nach Belieben. Mit starken Aufschlägen und einer kompakten Blockarbeit ließen sie den Gastgeberinnen keine Chance. Straubing fand kaum Mittel gegen die Übermacht und verlor den Durchgang deutlich mit 13:25.
Dritter Satz: Meister gibt sich keine Blöße
Auch im dritten Satz blieb Schwerin das bestimmende Team. Die Mannschaft von der Ostsee agierte souverän und ließ nichts mehr anbrennen. NawaRo Straubing kämpfte zwar verbissen, doch die individuellen Fähigkeiten und die Routine des Meisters waren am Ende zu übermächtig.
Mit 15:25 endete auch der dritte Satz klar zugunsten der Gäste, die damit einen ungefährdeten 3:0-Auswärtssieg perfekt machten.
Fazit: Lehrreicher Abend für Straubing
Trotz der klaren Niederlage war der Abend für NawaRo Straubing ein wichtiger Schritt. „Wir haben eine kleine Chance, wenn Schwerin nicht ganz eingespielt ist und uns unterschätzt“, hatte Frauke Neuhaus vor der Partie spekuliert. Ganz so weit kam es nicht — Schwerin zeigte von Beginn an Konzentration und ließ nichts anbrennen.
Das junge Straubinger Team, das Neuhaus als „Young, wild and free“ beschrieb, konnte immerhin im ersten Satz beweisen, dass es auf diesem Niveau mithalten kann. „Wir haben das beste Publikum in Deutschland. Sie machen Stimmung und geben uns ganz viel Kraft“, hatte Dana Schmit vor der Saison gesagt — und die Fans in der turmair Volleyballarena hielten, was sie versprachen.
Für den SSC Palmberg Schwerin war es ein gelungener Saisonstart. Als Titelverteidiger und einer der Topfavoriten auf die Meisterschaft erfüllte die Mannschaft von Felix Koslowski ihre Pflichtaufgabe ohne Mühe. Die nächsten Aufgaben für den Meister sollten jedoch zeigen, ob die Mannschaft um die langjährige Erfolgsmannschaft erneut um den Titel mitspielen würde.
Für NawaRo Straubing ging der Weg in der neu gewonnenen 1. Bundesliga weiter. Die Mannschaft hatte sich als Saisonziel den zehnten Platz gesetzt — dieser Abend gegen den Meister war eine Standortbestimmung, die zeigte, wie viel Arbeit noch vor ihnen lag, aber auch, dass das Potenzial für Überraschungen vorhanden war.
Spielstatistik
NawaRo Straubing — SSC Palmberg Schwerin 0:3 (24:26, 13:25, 15:25)
Datum: 31. Oktober 2018 Austragungsort: turmair Volleyballarena, Straubing Zuschauer: ca. 1.200
Rivalität seit 2015
NawaRo Straubing W vs SC Schweriner W Direkter Vergleich· 7
NawaRo Straubing W und SC Schweriner W trafen 7 Mal aufeinander — NawaRo Straubing W gewann 1 Mal, SC Schweriner W 6 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2015 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 6 Siegen aus 7 Begegnungen an. Insgesamt fielen 25 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.57 pro Spiel (5 für die Heimmannschaft, 20 für die Gäste). Beide Teams trafen in 2 Spielen (29%). In 7 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. SC Schweriner W ist in den letzten 6 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2020.
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API-Daten: 11. Juni 2026