Menu
8. Dezember 2018 um 19:00
31
Auswärts

Aachen W

AI

SC Potsdam besiegt Ladies in Black Aachen mit 3:1 in der MBS Arena. Marta Drpa überragt mit 23 Punkten, während Aachen nach starkem zweiten Satz im dritten Durchgang komplett einbricht.

Match-Videos

Spielzusammenfassung

Potsdam W besiegte Aachen W 3:1. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2018 statt.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

SC Potsdam schlägt Ladies in Black Aachen 3:1

Der SC Potsdam hat am 6. Spieltag der 1. Volleyball Bundesliga der Frauen einen wichtigen 3:1-Heimsieg (29:27, 22:25, 25:11, 25:16) gegen die Ladies in Black Aachen gefeiert. Vor rund 1.100 Zuschauern in der MBS Arena zeigte das Team von Co-Trainer Lukasz Marciniak eine wechselhafte, am Ende aber überzeugende Leistung und festigte damit den Anschluss an die Tabellenspitze.

Satz 1: Nervenkrimi mit Happy End für Potsdam

Der Auftakt war nichts für schwache Nerven. Potsdam legte engagiert los, doch Aachen konterte energisch. Die Gäste aus der Kaiserstadt kämpften sich Punkt um Punkt heran und hatten beim Stand von 27:27 sogar Satzball. Doch Potsdam bewahrte die Ruhe, nutzte seine erste Satzgelegenheit und schnappte sich den Durchgang mit 29:27. Dieser enge Satzgewinn sollte sich als richtungsweisend erweisen. Besonders Marta Drpa war früh nicht zu bremsen und weckte Erinnerungen an ihre starke Vorsaison.

Satz 2: Aachen schlägt zurück – Guilliams leitet Wende ein

Im zweiten Durchgang schien Potsdam zunächst auf der Siegerstraße. Mit 18:12 lag der SCP komfortabel vorn und die Partie schien entschieden zu sein. Doch dann kam der Moment, der die Begegnung für kurze Zeit auf den Kopf stellte. Jodie Guilliams von Aachen trat zum Aufschlag an – und leitete eine eindrucksvolle Wende ein. Mit einem 10:1-Zwischenspurt, gestützt auf eine solide Abwehr und konsequente Angriffe, drehten die Ladies in Black den Satz. Am Ende hieß es 25:22 für die Gäste. Der Satzausgleich war verdient – und die Moral der Aachenerinnen, die erst unter der Woche im CEV Challenge Cup eine kräftezehrende Runde überstanden hatten, schien intakt.

„Wir haben nach einer guten Phase gedacht, der Satz sei gelaufen, aber Aachen hat gezeigt, dass sie nie aufgeben“, analysierte ein Beobachter die Szenerie. Lisa Gründing, Aachens Kapitänin und ehemalige Potsdamer Spielerin, hatte sichtlich Gefallen an der Aufholjagd gefunden – wenngleich die goldene MVP-Medaille an diesem Abend außer Reichweite bleiben sollte.

Satz 3: Totaler Einbruch – Aachen ohne Chance

Was dann im dritten Durchgang passierte, ließ die Aachener Anhänger fassungslos zurück. Nach dem erkämpften Satzgewinn erwartete man eine Fortsetzung des Schlagabtauschs. Stattdessen erlebte die MBS Arena einen einseitigen Durchgang, wie er im Spitzenvolleyball selten zu sehen ist. Potsdam dominierte nach Belieben, während bei Aachen plötzlich gar nichts mehr zusammenlief. Annahmeprobleme, Abstimmungsfehler im Block und vergebene Angriffe summierten sich zu einem 11:25 – der deutlichste Satz, den die Ladies in Black in dieser Saison abgeben mussten.

„Wenn wir solche Phasen nicht in den Griff bekommen, werden wir in dieser Liga keine Rolle in der Spitzengruppe spielen“, brachte es ein Aachener Verantwortlicher auf den Punkt. Der Einbruch war umso unverständlicher, als das Team von Saskia van Hintum im zweiten Satz gezeigt hatte, zu welchen Leistungen es fähig ist.

Satz 4: Potsdam macht den Deckel drauf

Mit der 2:1-Satzführung im Rücken spielte der SC Potsdam befreit auf. Aachen hingegen schien den dritten Durchgang noch immer nicht verdaut zu haben. Zu viele Eigenfehler und nachlassende Konzentration in der Defensive machten den Gästen zu schaffen. Potsdams Blockarbeit war nun deutlich präsenter, und im Angriff traf Marta Drpa nahezu nach Belieben. Beim Stand von 9:18 nahm van Hintum eine Auszeit, um ihr Team noch einmal zu sammeln – doch der Drops war gelutscht. Potsdam verwaltete den Vorsprung souverän und holte sich den Satz mit 25:16. Der 3:1-Endstand war verdient, auch wenn die Höhe des Ergebnisses nicht vollends der ausgeglichenen ersten Hälfte entsprach.

Schlüsselspielerin: Marta Drpa überragt mit 23 Punkten

Die Goldmedaille der MVP ging hochverdient an Marta Drpa. Die Diagonalangreiferin des SC Potsdam war mit 23 Punkten die mit Abstand wertvollste Spielerin auf dem Feld. Drpa traf aus allen Lagen, spielte die Blöcke der Aachenerinnen schwindelig und gab der Potsdamer Offensive die nötige Durchschlagskraft, um die widerstandsfähigen Gäste letztlich zu bezwingen.

Auf Seiten der Ladies in Black wurde Marrit Jasper zur MVP gekürt. Die Außenangreiferin kämpfte unermüdlich, konnte das Debakel im dritten Satz jedoch nicht verhindern.

Personelle Situation und Tabellenkontext

Bemerkenswert war die personelle Ausgangslage auf Potsdamer Seite: Chefcoach Davide Carli fehlte bereits zum zweiten Mal in Folge aus gesundheitlichen Gründen, sodass Co-Trainer Lukasz Marciniak erneut die Verantwortung übernahm. Gerüchte über eine mögliche Trennung, die der SCP umgehend dementierte, hatten im Vorfeld für zusätzliche Unruhe gesorgt. Umso wichtiger war der Sieg für den Mannschaftszusammenhalt.

Mit dem Erfolg verteidigte Potsdam den vierten Tabellenplatz (11 Punkte, 3 Siege) und schaffte eine gute Ausgangsposition für die anstehenden Aufgaben. Aachen hingegen blieb mit 8 Punkten auf Rang sechs – die angestrebte Annäherung an die Spitzengruppe gelang nicht. Dabei wäre der Maximalertrag von sechs Punkten aus dem Doppelspieltag (Samstag in Potsdam, Sonntag beim VCO Berlin) möglich gewesen. Das Hinrundenspiel war jedoch eine vertane Chance für die Mannschaft von Saskia van Hintum.

Ausblick

Während Potsdam den Schwung aus diesem Erfolg mitnehmen kann, wartet auf Aachen bereits das nächste Highlight: Am Mittwoch, den 12. Dezember, steht das DVV-Pokalhalbfinale gegen Allianz MTV Stuttgart auf dem Programm – eine Partie, die schon wenige Tage nach der enttäuschenden Vorstellung in Potsdam eine Reaktion erzwingt.

Rivalität seit 2009

Potsdam W vs Aachen W Direkter Vergleich· 37

Potsdam W und Aachen W trafen 37 Mal aufeinander — Potsdam W gewann 24 Mal, Aachen W 13 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Potsdam W führt den Direktvergleich mit 24 Siegen aus 37 Begegnungen an. Insgesamt fielen 144 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.89 pro Spiel (88 für die Heimmannschaft, 56 für die Gäste). Beide Teams trafen in 22 Spielen (59%). In 37 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Potsdam W ist in den letzten 3 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2024.

24
Siege
Unentschieden
0
·
13
Siege
Tore gesamt
144 · 3.9/Spiel
Beide getroffen
22/37 · 59%
Über 2,5
37/37 · 100%

Letzte Begegnungen

Spieldetails
Spieldetails
Spieldetails
Spieldetails
Spieldetails
Spieldetails
10.12.22DVV Cup Women
Spieldetails
Spieldetails
Spieldetails
Spieldetails
Torsreichstes Spiel: 23 v 2024

Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.

API-Daten: 11. Juni 2026