Allianz MTV Stuttgart gewinnt mit 3:0 (25:20, 25:22, 25:20) bei den Ladies in Black Aachen und bleibt Tabellenführer der 1. Volleyball-Bundesliga Frauen. Herausragende Blockarbeit von Jasmin Gross und Co. sichert den Auswärtssieg.
Match-Videos
Spielzusammenfassung
Stuttgart W besiegte Aachen W 3:0. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2018 statt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungAllianz MTV Stuttgart feiert souveränen 3:0-Auswärtssieg im Aachener Hexenkessel
Allianz MTV Stuttgart hat seine weiße Weste in der Volleyball-Bundesliga der Frauen gewahrt. Am 15. Dezember 2018 setzte sich der Tabellenführer aus Baden-Württemberg bei den Ladies in Black Aachen mit einem ungefährdeten 3:0 (25:20, 25:22, 25:20) durch und bewies einmal mehr seine Titelambitionen.
Die Partie in der traditionsreichen Aachener Sporthalle an der Neuköllner Straße, von den Fans liebevoll „Hexenkessel“ genannt, wurde ihrer reputation gerecht. Die 1.100 Zuschauer sorgten für eine intensive Atmosphäre, doch Stuttgart ließ sich von Beginn an nicht beeindrucken.
Satz 1: Starker Block legt den Grundstein
Der erste Durchgang begann ausgeglichen, bis zum 5:4 konnte sich kein Team entscheidend absetzen. Dann aber brachte Stuttgart seine Trumpfkarte ins Spiel: den Block. Insbesondere Jasmin Gross erwies sich als unüberwindbare Mauer am Netz und blockte mehrfach erfolgreich. Nach einer Serie von Blockpunkten zog Stuttgart auf 14:9 davon – Aachens Cheftrainerin Saskia van Hintum reagierte mit einer Auszeit.
Doch Stuttgart ließ nicht nach. Gross setzte ihre Paraden fort und blockte direkt zum 15:10. Pia Kästner, die nach ihrer Verletzungspause eindrucksvoll auf das Spielfeld zurückgekehrt war, verteilte die Bälle variantenreich und ließ die gegnerische Abwehr immer wieder ins Leere laufen. Der Stuttgarter Block blieb das bestimmende Element. In der Crunchtime sorgte erneut Gross per Block für das 24:19, ehe ein Aufschlagfehler der Gastgeberinnen den Satz mit 25:20 beendete.
Satz 2: Nervenstärke in der entscheidenden Phase
Auch der zweite Durchgang war hart umkämpft. Eleanor Holthaus setzte früh mit einem Block zum 5:4 ein Zeichen, kurz darauf stand der Doppelblock Holthaus/Gross perfekt. Aachen fand jedoch besser in die Partie und glich zum 7:7 aus. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit langen Ballwechseln und sehenswerten Aktionen auf beiden Seiten.
Die Gastgeberinnen gingen beim 16:14 erstmals mit zwei Punkten Führung und zwangen Stuttgart zur Auszeit. Die Mannschaft von Cheftrainer Konstantin Bitter blieb jedoch ruhig und konzentriert. Ein Ass von Jasmin Gross brachte den Ausgleich, und Lucia Varela stellte per Block auf 19:19.
In der Schlussphase übernahm Mikala Mogensen, die im Laufe des Satzes eingewechselt worden war, immer wieder Verantwortung und punktete zuverlässig. Beim Stand von 23:22 erspielte sie zwei Satzbälle – den ersten verwandelte Jasmin Gross souverän zum 25:22.
Satz 3: Aufholjagd nach schwachem Start
Aachen erwischte den besseren Start in den dritten Durchgang. Die Ladies in Black kämpften verbissen und setzten sich zwischenzeitlich auf 10:5 ab. Stuttgart wirkte zunächst von der intensiven Atmosphäre beeindruckt, kämpfte sich jedoch Punkt für Punkt zurück. Toni Stautz verkürzte auf 7:10 und leitete die Aufholjagd ein.
Zwei starke Blockpunkte brachten den Anschluss, und bis zum 15:15 blieb der Satz völlig offen. Dann kippte das Spiel endgültig in Stuttgarter Richtung. Lydia Grote beendete einen spektakulären Ballwechsel zum 18:15 und zwang Aachen zur nächsten Auszeit. Die Mannschaft aus der Kaiserstadt blieb zwar hartnäckig, doch Stuttgart hatte in der Crunchtime erneut die besseren Aktionen. Lucia Varela punktete zum 22:20, Eleanor Holthaus stellte mit einem weiteren Block auf 23:20.
Vier Matchbälle bei 24:20 – und wie sollte es an diesem Abend anders sein: Ein Block entschied auch den letzten Punkt. 25:20 im dritten Satz, 3:0-Auswärtssieg für Allianz MTV Stuttgart.
Blocksicherung als Schlüssel zum Erfolg
Die Blockarbeit war an diesem Abend der entscheidende Faktor. Stuttgart dominierte mit einer beeindruckenden Vorstellung am Netz und ließ den Aachener Angreiferinnen kaum Luft zum Atmen. Jasmin Gross ragte mit ihrer Leistung besonders heraus, doch auch Lucia Varela, Eleanor Holthaus und die eingewechselte Mikala Mogensen lieferten entscheidende Beiträge.
Die Mannschaft von Konstantin Bitter kam erst am Vortag aus dem intensiven CEV-Cup-Rückspiel gegen THY Istanbul, in dem sie sich souverän für das Achtelfinale qualifiziert hatte. Trotz der kurzen Regenerationszeit präsentierte sich Stuttgart in Aachen fokussiert und abgeklärt.
Tabellensituation
Mit dem 3:0-Sieg wahrte Stuttgart seine weiße Weste in der 1. Volleyball-Bundesliga der Frauen und festigte die Tabellenführung. Der Vizemeister der Vorsaison zeigte eindrucksvoll, dass er auch in der Saison 2018/19 zu den Topfavoriten gehört. Die Ladies in Black Aachen hingegen blieben nach dieser Niederlage im Mittelfeld der Tabelle und verpassten es, gegen den Spitzenreiter zu punkten.
„Es war ein hartes Stück Arbeit im Hexenkessel“, resümierte Teammanager Moritz Zeithammel nach der Partie. „Aber diese Mannschaft hat einmal mehr gezeigt, dass sie auch in schwierigen Momenten die Ruhe bewahrt und ihre Stärken ausspielen kann.“
Fazit
Allianz MTV Stuttgart untermauerte mit diesem verdienten Arbeitssieg seine Spitzenposition in der 1. Bundesliga. Die Kombination aus herausragender Blockarbeit, variabler Angriffsgestaltung durch Pia Kästner und der nötigen Abgeklärtheit in den entscheidenden Phasen machte den Unterschied. Für die Ladies in Black Aachen war es eine Lehrstunde gegen einen Gegner, der in dieser Verfassung nur schwer zu schlagen ist.
Rivalität seit 2009
Aachen W vs Stuttgart W Direkter Vergleich· 41
Aachen W und Stuttgart W trafen 41 Mal aufeinander — Aachen W gewann 4 Mal, Stuttgart W 37 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 37 Siegen aus 41 Begegnungen an. Insgesamt fielen 149 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.63 pro Spiel (35 für die Heimmannschaft, 114 für die Gäste). Beide Teams trafen in 23 Spielen (56%). In 41 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 31 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2024.
Letzte Begegnungen
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026
