VfB Suhl LOTTO Thüringen besiegt die stark ersatzgeschwächten Roten Raben Vilsbiburg mit 3:1 in der Sporthalle Wolfsgrube. Tereza Patockova überzeugt mit 20 Punkten.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVfB Suhl LOTTO Thüringen besiegt Rote Raben Vilsbiburg 3:1
Der VfB Suhl LOTTO Thüringen hat am 22. Dezember 2018 in der Sporthalle Wolfsgrube einen verdienten 3:1-Heimsieg gegen die Rote Raben Vilsbiburg gefeiert. Vor rund 1.000 Zuschauern setzten sich die Gastgeberinnen mit 25:18, 25:15, 13:25 und 25:21 durch und fuhren damit drei wichtige Punkte in der 1. Volleyball-Bundesliga der Frauen ein.
Personalmisere bei den Gästen
Die Personalsituation vor dem Spiel hätte für die Roten Raben kaum schlechter sein können. Ganze sechs Spielerinnen aus dem zwölfköpfigen Bundesliga-Kader fielen verletzungsbedingt aus – darunter mit Iris Scholten und Maria Dancheva beide Diagonalangreiferinnen, mit Myrthe Schoot und Annika Kummer beide Liberas sowie mit Daria Przybylak und Laura Künzler zwei Außenangreiferinnen. Trainer Timo Lippuner musste notgedrungen umstellen: Mittelblockerin Jennifer Pettke rückte auf die Diagonalposition, Neuzugang Channon Thompson bildete mit Vanessa Agbortabi den Außenangriff. Lenka Dürr sprang zum zweiten Mal als Libera ein.
Suhl dominiert die ersten beiden Sätze
Mit dieser völlig neuen Aufstellung taten sich die Vilsbiburgerinnen erwartungsgemäß schwer, in einen Rhythmus zu finden. Ein schneller 1:7-Rückstand besiegelte bereits früh das Schicksal im ersten Satz, den Suhl klar mit 25:18 für sich entschied. Auch im zweiten Durchgang zeigten sich die Gastgeberinnen überlegen. Zwar kämpften sich die Raben nach einem 9:16-Rückstand auf 15:17 heran, blieben dann jedoch punktlos und mussten sich mit 15:25 geschlagen geben. Suhls Diagonalangreiferin Tereza Patockova war mit ihrer Aufschlag- und Angriffsstärke die überragende Spielerin auf dem Feld.
Lebenszeichen der Raben im dritten Satz
Ein völlig anderes Bild bot sich den rund 50 mitgereisten Vilsbiburg-Fans im dritten Durchgang. Die Roten Raben, nun lautstark angefeuert, fanden endlich zu ihrem Spiel. Von 8:6 zogen sie auf 16:9 davon und ließen den Suhlerinnen keine Chance – 25:13 lautete der deutliche Satzgewinn. Insbesondere Channon Thompson aus Trinidad und Tobago zeigte nun ihre Klasse und punktete mit Dynamik und Sprungkraft mehrfach spektakulär.
Spannender vierter Satz
Der vierte Durchgang entwickelte sich zum Höhepunkt der Partie. Die Raben lagen bei den technischen Auszeiten jeweils knapp vorne (8:7, 16:14), bei 20:19 war der Tiebreak nur noch fünf Punkte entfernt. Doch Suhl kämpfte sich leidenschaftlich zurück und verwandelte am Ende den zweiten Matchball zum 25:21 – der 3:1-Endstand war perfekt.
Einzelkritik und Statistiken
Tereza Patockova avancierte mit 20 Punkten zur mit Abstand besten Scorerin des Abends. Bei Vilsbiburg punkteten Channon Thompson und Jennifer Pettke (je 12), Vanessa Agbortabi (11) und Eszter Nagy (10) zweistellig. Als MVP der Gastgeberinnen wurde Zuspielerin Taylor Bruns ausgezeichnet, bei den Raben erhielt Libera Lenka Dürr die MVP-Auszeichnung.
Trainer Timo Lippuner fasste nach der Partie zusammen: „Wir haben zwei Sätze gebraucht, bis wir ins Spiel gekommen sind; das war zu lang. Der dritte war gut, und als wir dann die Möglichkeit hatten, auch den vierten zu holen, haben wir die entscheidenden Punkte liegen gelassen.“
Ausblick
Nach den Weihnachtsfeiertagen hatten die Roten Raben am 29. Dezember 2018 ein Heimspiel gegen den Tabellenvierten USC Münster zu absolvieren. Für Suhl war es ein wichtiger Schritt, um in der Tabelle Boden gutzumachen.
Rivalität seit 2010
Suhl W vs Vilsbiburg W Direkter Vergleich· 30
Suhl W und Vilsbiburg W trafen 30 Mal aufeinander — Suhl W gewann 8 Mal, Vilsbiburg W 22 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Vilsbiburg W führt den Direktvergleich mit 22 Siegen aus 30 Begegnungen an. Insgesamt fielen 120 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.00 pro Spiel (45 für die Heimmannschaft, 75 für die Gäste). Beide Teams trafen in 21 Spielen (70%). In 30 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2023.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026