NawaRo Straubing gewinnt das Kellerduell bei Schwarz-Weiß Erfurt mit 3:0 (25:21, 25:18, 25:19) und zieht in der Tabelle an den Thüringerinnen vorbei.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungNawaRo Straubing feiert 3:0-Auswärtssieg in Erfurt
Erfurt – NawaRo Straubing hat am 14. Spieltag der 1. Volleyball Bundesliga Frauen einen wichtigen 3:0-Auswärtssieg (25:21, 25:18, 25:19) bei Schwarz-Weiß Erfurt gefeiert. Im Kellerduell der Tabelle setzten sich die Niederbayern vor der Winterpause verdient durch und zogen an den Thüringerinnen vorbei.
Intensive Weihnachtstage als Grundstein
Besinnlich waren die Feiertage beim Aufsteiger NawaRo Straubing nicht. Bereits am 2. Weihnachtsfeiertag bat Trainer Benedikt Frank seine Mannschaft zum Training. Nach dreieinhalb Stunden und intensiven Gesprächen hatte die Mannschaft ihre Form wiedergefunden – das zeigte sich am Samstagabend in der Erfurter Riethsporthalle.
„Drei Punkte sind drei Punkte, wir werden feiern bis es kracht“, freute sich Frank nach dem Schlusspfiff. „Wir mussten heute gewinnen, um in Ruhe weiterarbeiten zu können. Es war super, dass uns das gelungen ist.“
Satz 1: Rückstand gedreht
Im ersten Durchgang tat sich das junge und ersatzgeschwächte Straubinger Team zunächst schwer. Die Annahme wollte nicht recht funktionieren und auch im Angriff ließ NawaRo einige Chancen liegen. Erfurt nutzte das konsequent und zog auf 12:6 davon.
Doch ab der Satzmitte drehte sich das Blatt. NawaRo überzeugte zunehmend in der Abwehr und schaffte es, über die Außenpositionen Punkte zu erzielen. So erspielten sich die Gäste vier Satzbälle (24:20). Die ehemalige Straubingerin Wivian Gadelha konnte den ersten noch abwehren, doch dann besorgte Danica Markovic mit einem gefühlvollen Lob den 25:21-Endstand.
Satz 2: Selbstvertrauen wächst
Gestärkt durch den Satzgewinn ging Straubing mit mehr Selbstvertrauen ins Feld. Auch eine kleine Schwächephase, als die Mannschaft einen Vorsprung verspielte und in Rückstand geriet (9:11), überstand das Team souverän. Angeführt von einer starken Lisa Izquierdo und einer im Angriff fehlerfrei agierenden Celin Stöhr war das Spiel zur zweiten technischen Auszeit bereits wieder gedreht (16:13).
Annahme und Abwehr um Libera Sophie Dreblow wurden zusehends stabiler, auch lange Ballwechsel gingen nun an die Niederbayern. Nach einem Aufschlagfehler von Wivian Gadelha war der zweite Satz mit 25:17 entschieden.
Satz 3: Konzentriert zum Erfolg
In der Satzpause nutzten die Straubinger Trainer, um Youngster Valbona Ismaili Selbstvertrauen einzuimpfen. Die Außenangreiferin eröffnete den dritten Satz mit einem sehenswerten „Einbeiner“. Erfurt konnte zunächst noch einmal auf 8:8 ausgleichen, dann häuften sich auf Seiten der Gastgeberinnen jedoch die Eigenfehler, während NawaRo konzentriert weiteragierte (16:11).
Diesen Vorsprung bauten Izquierdo und Co. weiter aus und hatten trotz erneut auftretender Annahmeprobleme zum Satzende hin jede Menge Matchbälle (24:17). Zwei davon konnte NawaRo noch nicht nutzen, ehe ein Aufschlagfehler der Erfurterinnen den 25:19-Endstand und den ersten 3:0-Sieg der Saison für Straubing besiegelte.
Überragende Teamleistung
Kapitän Danica Markovic lieferte trotz Rückenbeschwerden eine starke Partie ab und wurde zur besten Spielerin gekürt. Die zweite Zuspielerin Lisanne Meis zog über das gesamte Spiel konzentriert die Fäden im Spielaufbau und spielte ihre Angreiferinnen geschickt frei. „Lisanne hat das heute toll gemacht“, gab es Extralob vom Coach.
„Wir haben es heute geschafft, das gesamte Spiel voll fokussiert zu bleiben“, analysierte Frank. „Es ist schön, die ganze Mannschaft so funktionieren zu sehen. Heute waren wir da. Das war hervorragend und gibt uns Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben.“
Tabellensprung
Durch den Erfolg in Thüringen gelang NawaRo der erhoffte Jahresabschluss. Mit nun acht Punkten schob sich der Aufsteiger auf Platz zehn der Tabelle und zog an Erfurt vorbei. Der Rückstand auf die Nicht-Abstiegsplätze schrumpfte auf einen Punkt – der direkte Konkurrent Rote Raben Vilsbiburg lag nur einen Zähler vor den Niederbayern. Für Erfurt hingegen war die Niederlage ein herber Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt.
Die Thüringerinnen, trainiert von Manuel Hartmann, beendeten das Jahr auf einem Abstiegsplatz – ein Vorgeschmack auf eine schwierige Rückrunde, die für Schwarz-Weiß Erfurt am Saisonende in der Relegation enden sollte.
Fazit
NawaRo Straubing feierte den ersten 3:0-Sieg der Saison 2018/19 und bewies dabei vor allem moralische Stärke. Nach einem frühen 6:12-Rückstand im ersten Satz ließ sich die Mannschaft nicht verunsichern, kämpfte sich zurück und dominierte die Hausherrinnen über weite Strecken. Mit der geschlossenen Mannschaftsleistung und der wiedergefundenen Form im Rücken kann der Aufsteiger optimistisch ins neue Jahr gehen.
Spielstatistik
Schwarz-Weiß Erfurt – NawaRo Straubing 0:3 (21:25, 18:25, 19:25)
- Datum: 29. Dezember 2018
- Ort: Riethsporthalle, Erfurt
- Beste Spielerin: Danica Markovic (NawaRo Straubing)
Rivalität seit 2019
Erfurt W vs NawaRo Straubing W Direkter Vergleich· 7
Erfurt W und NawaRo Straubing W trafen 7 Mal aufeinander — Erfurt W gewann 4 Mal, NawaRo Straubing W 3 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2019 zurück. Erfurt W führt den Direktvergleich mit 4 Siegen aus 7 Begegnungen an. Insgesamt fielen 24 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.43 pro Spiel (14 für die Heimmannschaft, 10 für die Gäste). Beide Teams trafen in 3 Spielen (43%). In 7 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Erfurt W ist in den letzten 4 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 1–3 im Jahr 2023.
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API-Daten: 11. Juni 2026