VC Wiesbaden verliert zum Rückrundenstart der Volleyball Bundesliga 2018/19 deutlich mit 0:3 gegen Meister SSC Palmberg Schwerin. Satzergebnisse: 14:25, 20:25, 18:25.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVC Wiesbaden unterliegt SSC Palmberg Schwerin klar mit 0:3
Rückrundenauftakt nach Maß für den deutschen Meister: Der SSC Palmberg Schwerin hat am Mittwochabend, den 9. Januar 2019, seine Pflichtaufgabe beim VC Wiesbaden souverän gelöst. Vor 1.515 Zuschauern in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit setzten sich die Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern mit 3:0 (25:14, 25:20, 25:18) durch – ein hartes Ergebnis für die Hessinnen, die von Beginn an dem Favoriten hinterherliefen.
Die Partie des 10. Spieltages wurde von Sport1 live im Free-TV übertragen – ein Novum, das der Volleyball-Bundesliga der Frauen zusätzliche Aufmerksamkeit bescherte. Und die Zuschauer sahen eine recht einseitige Angelegenheit.
Satz 1: Übermächtiger Start der Gäste
Schwerin erwischte einen Traumstart. Über die Außenangreiferinnen Jennifer Geerties und McKanzie Adams diktierten die Schützlinge von Bundestrainer Felix Koslowski das Geschehen von Beginn an. Der VC Wiesbaden fand überhaupt nicht ins Spiel, leistete sich zu viele Eigenfehler und hatte dem druckvollen Angriffsspiel des Meisters wenig entgegenzusetzen. Am Ende stand ein deutliches 14:25 auf der Anzeigetafel – der höchste Satzrückstand des Abends.
Satz 2: Wiesbaden kämpft, aber Schwerin bleibt souverän
Im zweiten Durchgang steigerte sich der VCW merklich. Die Mannschaft von Cheftrainer Dirk Groß präsentierte sich stabiler in der Annahme und konnte über Diagonalangreiferin Jennifer Hamson (11 Punkte) sowie Mittelblockerin Selma Hetmann, die später zur MVP des VCW gewählt wurde, Akzente setzen. Doch der Meister ließ sich nicht aus dem Rhythmus bringen. Schwerin zeigte sich in der Blockarbeit und Defensive enorm stark und ließ Wiesbadens Angriffsbemühungen immer wieder verpuffen. Mit 20:25 ging auch der zweite Durchgang an den Favoriten.
Satz 3: Der Widerstand bricht nicht
Zu Beginn des dritten Satzes schien der VCW noch einmal zu hoffen. Die Hessinnen legten ein starkes erstes Drittel des Durchgangs hin und lagen kurzzeitig in Front. Ein Satzgewinn schien nicht völlig ausgeschlossen – doch die Champions-League-Teilnehmerinnen aus Schwerin zeigten ihre ganze Routine und Erfahrung. Vor allem die Außenangreiferinnen hielten den Druck hoch, und am Ende setzte sich die Klasse des SSC verdient mit 18:25 durch.
Personelle Notlage beim VCW
Der VC Wiesbaden musste die Partie ohne seine etatmäßigen Mittelblockerinnen Nathalie Lemmens (Belgien) und Laura Pihlajamäki (Finnland) bestreiten. Beide standen mit ihren Nationalmannschaften in der EM-Qualifikation im Einsatz und standen Trainer Dirk Groß nicht zur Verfügung. Für sie rückte die erst 17-jährige Alicia Heimbach aus der zweiten Mannschaft in den Kader. Immerhin kehrte US-Amerikanerin Alexis Mathews nach einem Bruch des kleinen Fingers an der rechten Hand zurück – mit einer Schiene am Finger kam sie zum Einsatz.
„Wir hätten druckvoller aufschlagen müssen, und auch im Angriff waren wir heute nicht gut genug. Alle geben sich große Mühe, aber die Chance haben wir erneut verpasst“, bilanzierte VCW-Chef-Coach Dirk Groß nach der Partie. Gleichzeitig zeigte er Verständnis: „Man darf eine Niederlage gegen die stärkste Mannschaft der Volleyball-Bundesliga nicht überbewerten. Kämpferisch kann ich meinem Team keinen Vorwurf machen. Trotzdem wäre heute etwas mehr drin gewesen.“
Tabellenkontext
Durch den Sieg untermauerte der SSC Palmberg Schwerin seine Spitzenposition. Mit nun zehn Siegen aus elf Spielen grüßte der amtierende Meister von der Tabellenspitze. Der VC Wiesbaden hingegen rutschte auf den neunten Platz ab und steckte im Kampf um die Playoff-Plätze in einer schwierigen Phase.
„Auf die kommenden Spiele gegen VCO Berlin, Suhl und Potsdam kommt es nun an. Das sind machbare Gegner, gegen die wir Punkte einsammeln wollen und müssen“, so Groß mit Blick auf die kommenden Aufgaben. Der VCW stand zu diesem Zeitpunkt gehörig unter Druck, hatte man sich vor der Saison doch mehr vorgenommen als den Kampf um den achten und letzten Playoff-Platz.
Fazit
Schwerin präsentierte sich an diesem Abend als das, was es war: der überragende Meister und Champions-League-Teilnehmer, der in allen Belangen eine Klasse für sich hatte. Beim VCW hingegen muss man sich bis heute fragen, ob die personelle Not auf der Mittelblock-Position nicht zu schwer wog. Mit Lemmens und Pihlajamäki hätte der VCW vielleicht mehr Paroli bieten können – am Ende zählte an diesem Mittwochabend aber nur die klare 0:3-Niederlage.
Rivalität seit 2010
VC Wiesbaden W vs SC Schweriner W Direkter Vergleich· 31
VC Wiesbaden W und SC Schweriner W trafen 31 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 11 Mal, SC Schweriner W 20 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 20 Siegen aus 31 Begegnungen an. Insgesamt fielen 125 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.03 pro Spiel (48 für die Heimmannschaft, 77 für die Gäste). Beide Teams trafen in 21 Spielen (68%). In 31 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2022.
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