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1 Bundesliga WomenSaison 2018

Suhl W vs VC Wiesbaden W

16. Januar 2019 um 19:00
Heim

Suhl W

31
AI

VfB Suhl LOTTO Thüringen gewinnt 3:1 gegen VC Wiesbaden vor 800 Fans. Anniek Siebring führt Suhl mit starker Leistung zum Hinrundenabschluss.

Match-Videos

Spielzusammenfassung

Suhl W besiegte VC Wiesbaden W 3:1. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2018 statt.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Gedenkminute und umkämpfter Start

Vor dem Anpfiff gedachten beide Teams mit einer Schweigeminute dem kürzlich verstorbenen Mediziner Prof. Dr. Ulf Schlegelmilch, der jahrelang als Mannschaftsarzt zum Betreuerstab des VfB Suhl gehört hatte. Unter dem Eindruck dieser bewegenden Geste begann Wiesbaden stark und erspielte sich eine frühe 8:4-Führung. Suhl fand jedoch zunehmend besser in die Partie, stabilisierte die Annahme und minimierte die Eigenfehler. Bei 14:14 glich der VfB aus, zog kurzzeitig auf eine Drei-Punkte-Führung davon, lag dann aber wieder 18:20 zurück.

Anniek Siebring erwies sich als die Konstante im Suhler Angriffsspiel: Die Niederländerin führte ihr Team nicht nur als MVP, sondern steuerte im Aufschlag und Angriff zahlreiche wichtige Punkte bei. Im Satzfinale war sie es, die den zweiten Satzball souverän zum 25:23 verwandelte.

Satz zwei: Comeback nach Rückstand

Auch der zweite Durchgang begann ausgeglichen (8:8). Dann rissen die Wölfe aus Wiesbaden das Spiel an sich – mit viel Aufschlagdruck und guter Feldorganisation zogen sie auf 18:12 davon. Doch ähnlich wie im ersten Satz gelang Suhl ein starkes Comeback. Die eingewechselte Neele Barber auf Wiesbadener Seite war zunächst nicht in den Griff zu bekommen, doch Suhl kämpfte sich Punkt für Punkt heran. Beim Stand von 23:23 nahm Suhl eine Auszeit, die die erhoffte Wirkung zeigte: Simona Ciganikova und Tereza Patockova steuerten im Angriff die entscheidenden zwei Punkte zum erneuten 25:23-Satzgewinn bei.

Satz drei: Wiesbaden schlägt zurück

Satz drei ähnelte wieder mehr dem ersten Durchgang. Suhl lief einem Rückstand hinterher, konnte zur Satzmitte auf 16:15 führen – und es entwickelte sich erneut ein spannendes Satzfinale. Diesmal hatte Wiesbaden das bessere Ende für sich. Karolina Bednarova, die MVP der Gäste, setzte mit ihrer Erfahrung und Cleverness den entscheidenden Punkt, als sie den nicht konsequent gestellten Suhler Block per Tippball überlistete und der Ball unerreichbar zu Boden fiel. 23:25 – der VC Wiesbaden verkürzte auf 1:2.

Satz vier: Suhler Dominanz und 25:10-Gala

Was nach dem verlorenen dritten Satz bei so manchem Suhler Fan die Befürchtung einer Wende aufkommen ließ, entpuppte sich als das Gegenteil. Der VfB Suhl startete endlich einmal gut in einen Satz und spielte sich in einen Rausch. In allen Spielelementen – Aufschlag, Block, Abwehr und Angriff – gelang nahezu alles. Fehler machte fortan nur noch Wiesbaden, das nach den beiden eng verlorenen Sätzen zunehmend einbrach.

Mit einem 25:10-Kantersieg im vierten Satz fuhr Suhl den insgesamt verdienten 3:1-Erfolg entspannt nach Hause. Trainer László Hollósy konnte dabei alle Spielerinnen einsetzen.

Tabellensprung und Ausblick

Mit dem fünften Saisonsieg schob sich Suhl mit nun 26 Punkten (9 Siege, 10 Niederlagen) am VC Wiesbaden (25 Punkte, 9 Siege, 10 Niederlagen) vorbei auf den achten Tabellenplatz, der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt. Die personelle Ausgangslage bei Suhl war dabei bemerkenswert: Die Liste der Ausfälle war lang, darunter Nikola Radosova, Ludmilla Trombini, Ksenija Ivanovic, Marie Schölzel und Kapitänin Jana Franziska Poll. Umso wertvoller war dieser Erfolg für das Selbstvertrauen des Teams.

Der VC Wiesbaden hingegen musste die dritte Auswärtsniederlage in Folge hinnehmen und fiel in der Tabelle hinter Suhl zurück. Die Mannschaft von Trainer Christian Sossenheimer hatte vor allem in den entscheidenden Phasen der engen Sätze nicht das nötige Quäntchen Glück auf ihrer Seite.

Stimmen zum Spiel:

"Anniek Siebring war heute nicht nur MVP, sondern auch unsere wichtigste Punktesammlerin. Sie hat das Team in den entscheidenden Momenten geführt", lobte das Suhler Trainerteam die niederländische Angreiferin.

"Wir haben in Satz eins und zwei auf Augenhöhe gespielt, aber am Ende die entscheidenden Ballwechsel nicht gewonnen. Im vierten Satz war dann leider die Luft raus", resümierte ein sichtlich enttäuschter Christian Sossenheimer nach der Partie.

Rivalität seit 2010

Suhl W vs VC Wiesbaden W Direkter Vergleich· 37

Suhl W und VC Wiesbaden W trafen 37 Mal aufeinander — Suhl W gewann 17 Mal, VC Wiesbaden W 20 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 20 Siegen aus 37 Begegnungen an. Insgesamt fielen 138 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.73 pro Spiel (67 für die Heimmannschaft, 71 für die Gäste). Beide Teams trafen in 21 Spielen (57%). In 37 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Suhl W ist in den letzten 6 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2022.

17
Siege
Unentschieden
0
·
Tore gesamt
138 · 3.7/Spiel
Beide getroffen
21/37 · 57%
Über 2,5
37/37 · 100%

Letzte Begegnungen

Spieldetails
Torsreichstes Spiel: 32 v 2022

Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.

API-Daten: 11. Juni 2026