Die Ladies in Black Aachen besiegen Schwarz-Weiß Erfurt am 19. Januar 2019 in der Sporthalle Neuköllner Straße souverän mit 3:0 (25:19, 25:17, 25:21).
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungAachen dominiert in eigener Halle — Dritter Sieg in Folge für die Ladies in Black
Die Ladies in Black Aachen haben ihre Erfolgsserie in der 1. Volleyball-Bundesliga der Frauen ausgebaut. Am 19. Januar 2019 besiegte das Team von Cheftrainerin Saskia van Hintum Schwarz-Weiß Erfurt in der Sporthalle Neuköllner Straße souverän mit 3:0 (25:19, 25:17, 25:21). Der Heimsieg war der dritte Dreisatz-Erfolg der Aachenerinnen innerhalb von acht Tagen.
Satz für Satz: Aachen lässt nichts anbrennen
Erster Satz (25:19): Die Partie begann ausgeglichen, beide Teams tasteten sich zunächst ab. Aachen fand jedoch schnell in den Rhythmus. Nationalspielerin Lisa Gründing, die erst im Sommer von Potsdam nach Aachen gewechselt war und als Kapitänin auf dem Feld steht, setzte mit ihren Blocks früh Akzente. Erfurt hielt in der Anfangsphase noch mit, doch Mitte des Satzes zog Aachen entscheidend davon. Eine starke Aufschlagserie brachte die Gastgeberinnen auf 19:14, und obwohl Erfurt sich noch einmal herankämpfte, blieb Aachen souverän und verwandelte den Satzball zum 25:19.
Zweiter Satz (25:17): Hier zeigte Aachen seine bislang beste Saisonleistung. Die Abstimmung zwischen Zuspielerin Aziliz Divoux und dem Angriff um Jodie Guilliams und Maja Storck funktionierte reibungslos. Erfurt fand überhaupt keine Mittel gegen den druckvollen Aachener Aufschlag und die kompakte Blockabdeckung. Die Gastgeberinnen legten einen Blitzstart hin, führten schnell 8:3 und ließen den Gästen aus Thüringen keine Verschnaufpause. Mit 25:17 war der zweite Durchgang die klarste Angelegenheit des Abends.
Dritter Satz (25:21): Schwarz-Weiß Erfurt, das unter der Woche eine 0:3-Niederlage gegen die Roten Raben Vilsbiburg hinnehmen musste, stemmte sich im dritten Satz vehement gegen die drohende Niederlage. Die Mannschaft von Trainer Pablo Sanchez kämpfte verbissen um jeden Punkt und blieb lange auf Tuchfühlung. Beim Stand von 18:18 war die Partie völlig offen. Doch die Ladies in Black bewiesen in der entscheidenden Phase ihre Klasse: Mit einer Serie von drei Punkten in Folge zog Aachen auf 21:18 davon. Erfurt gab sich noch nicht geschlagen und verkürzte auf 22:21, doch letztlich behielt die Heimmannschaft die Oberhand und entschied den Satz mit 25:21 für sich.
Schlüssel zum Erfolg: Starker Block und variable Offensive
Was den dritten Heimsieg in Folge für Aachen ausmachte, war die geschlossene Mannschaftsleistung. Mittelblockerin Lisa Gründing, die im Sommer 2018 vom SC Potsdam nach Aachen gekommen war und sofort zur unumstrittenen Führungsspielerin avancierte, präsentierte sich in starker Verfassung. Mit ihren 1,85 Metern und ihrer Übersicht am Netz war sie sowohl in der Offensive als auch in der Defensive ein entscheidender Faktor. „Lisa ist eine ganz überlegene, ruhige Spielerin, die immer da ist, auch wenn man sie nicht sieht. Sie ist jederzeit bereit, die Dinge gut zu machen, die sie macht“, beschrieb Trainerin Saskia van Hintum ihre Kapitänin.
Auch das Zusammenspiel der internationalen Garde funktionierte zunehmend besser. Die Belgierin Jodie Guilliams, die Schweizerin Maja Storck und die Niederländerinnen Marit Jasper und Nicole Oude Luttikhuis harmonierten immer besser mit der deutschen Achse um Gründing und Zuspielerin Denise Imoudu.
Tabellensituation: Aachen auf Play-off-Kurs
Mit dem Erfolg gegen Erfurt untermauerten die Ladies in Black ihre Ambitionen auf die Play-off-Ränge. Es war der zweite Sieg im zweiten Saisondirektduell gegen Erfurt, nachdem die Aachenerinnen bereits das Hinspiel am 31. Oktober 2018 in der Riethsporthalle mit 3:0 (25:16, 25:23, 25:21) für sich entschieden hatten. Für Schwarz-Weiß Erfurt setzte sich dagegen eine schwierige Phase fort. Die Thüringerinnen kamen in der Rückrunde nur schwer in Tritt und blieben im Tabellenkeller gefangen.
Aachen zeigte sich unterdessen in bestechender Form: „Wir harmonieren direkt sehr, sehr gut. Wir gehen viel über den Teamgeist“, sagte Kapitänin Lisa Gründing, die die Entwicklung des neu formierten Teams treffend auf den Punkt brachte.
Ausblick
Für die Ladies in Black stand am 26. Januar 2019 die Auswärtspartie bei den Roten Raben Vilsbiburg auf dem Programm, während Schwarz-Weiß Erfurt den Dresdner SC in der heimischen Riethsporthalle empfing. Aachen war zu diesem Zeitpunkt auf einem guten Weg, sich in der Spitzengruppe der Liga zu etablieren und das selbstgesteckte Ziel der Play-off-Teilnahme zu erreichen.
Aachen W und Erfurt W trafen 14 Mal aufeinander — Aachen W gewann 12 Mal, Erfurt W 2 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2018 zurück. Aachen W führt den Direktvergleich mit 12 Siegen aus 14 Begegnungen an. Insgesamt fielen 56 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.00 pro Spiel (39 für die Heimmannschaft, 17 für die Gäste). Beide Teams trafen in 9 Spielen (64%). In 14 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Aachen W ist in den letzten 6 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2025.
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