NawaRo Straubing verliert 0:3 gegen Tabellenführer Allianz MTV Stuttgart. Die Niederbayerinnen zeigen vor 765 Fans in den ersten beiden Sätzen eine couragierte Leistung.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungMutiger Start bestraft
Die Partie begann vielversprechend für die Gastgeberinnen: NawaRo Straubing legte im ersten Durchgang eine 4:1-Führung vor und zeigte, dass man sich vor dem Champions-League-Teilnehmer aus der Landeshauptstadt keinesfalls verstecken wollte. Doch dann riss der Faden. Stuttgart schaltete einen Gang hoch und zog auf 16:6 davon – eine Machtdemonstration des Spitzenreiters, die die Moral der Niederbayerinnen hätte brechen können.
Doch NawaRo bewies Charakter. Punkt für Punkt kämpfte sich das Team von Trainer Benedikt Frank wieder heran, verkürzte den Rückstand auf sechs Zähler und zwang Stuttgart zu einer Auszeit. Am Ende war die Hypothek aus dem zwischenzeitlichen Einbruch jedoch zu groß: 18:25 aus Sicht der Gastgeberinnen – ein Satz, in dem Straubing durchaus mehr drin war.
Enger zweiter Satz
Im zweiten Durchgang bot sich ein ähnliches Bild. Straubing hielt diesmal von Beginn an besser mit und ließ sich auch von der lautstarken Stuttgarter Fan-Kulisse nicht einschüchtern. Die Partie blieb lange offen, beide Teams schenkten sich nichts. Am Ende fehlte NawaRo aber das letzte Quäntchen Erfahrung und Cleverness, um gegen die spielerisch überlegenen Gäste zu bestehen. Stuttgart setzte sich mit 25:21 durch – ein hart umkämpfter Satz, der die Klasseunterschiede nur noch auf dem Papier deutlich machte.
Stuttgart zieht davon
Im dritten Satz war dann die Luft bei Straubing merklich raus. Der Tabellenführer ließ nicht mehr nach und spielte seine körperliche Überlegenheit konsequent aus. Mit 25:16 holte sich Stuttgart den Durchgang und damit den ungefährdeten 3:0-Auswärtssieg. Für die Mannschaft von Cheftrainer Giannīs Athanasopoulos war es der 15. Saisonsieg im 15. Spiel – die weiße Weste blieb auch nach dem Ausflug nach Niederbayern makellos.
Stimmen zum Spiel
„Wir haben in den ersten beiden Sätzen gezeigt, dass wir mit den Großen mithalten können“, sagte ein sichtlich stolzer, aber auch realistischer Benedikt Frank nach der Partie. „Gegen eine Mannschaft wie Stuttgart darf man sich keine Durchhänger erlauben – die bestrafen das sofort.“
Tabellensituation
Mit dem Sieg festigte Allianz MTV Stuttgart seine Tabellenführung in der 1. Bundesliga Frauen. Der SSC Palmberg Schwerin bleibt nach einem 3:0-Erfolg in Aachen erster Verfolger. NawaRo Straubing hingegen kämpft als Aufsteiger weiter um den Klassenerhalt und belegt einen Platz im unteren Tabellendrittel.
Direkter Vergleich
Stuttgart bleibt auch im direkten Duell das Maß aller Dinge: Von 13 Aufeinandertreffen seit 2015 gewannen die Schwäbinnen zwölf, NawaRo Straubing lediglich eines. Bereits im Dezember 2018 hatte sich Stuttgart in heimischer Halle mit 3:0 gegen Straubing durchgesetzt.
Ausblick
Für NawaRo Straubing geht es in der Liga nun darum, aus den couragierten Ansätzen Punkte zu generieren. Das Team hat bewiesen, dass es gegen Topmannschaften mithalten kann. Am kommenden Spieltag wartet die nächste schwere Aufgabe – eine Chance, die Moral aus dem Stuttgarter Spiel mitzunehmen und in Zählbares umzumünzen.
Rivalität seit 2015
NawaRo Straubing W vs Stuttgart W Direkter Vergleich· 13
NawaRo Straubing W und Stuttgart W trafen 13 Mal aufeinander — NawaRo Straubing W gewann 1 Mal, Stuttgart W 12 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2015 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 12 Siegen aus 13 Begegnungen an. Insgesamt fielen 41 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.15 pro Spiel (5 für die Heimmannschaft, 36 für die Gäste). Beide Teams trafen in 2 Spielen (15%). In 13 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 7 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 1–3 im Jahr 2021.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026