VC Wiesbaden schlägt NawaRo Straubing 3:0 (25:20, 25:23, 25:23) und holt drei wichtige Punkte im Playoff-Kampf. MVP Sina Fuchs überzeugt als Libera.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVC Wiesbaden bezwingt NawaRo Straubing mit 3:0
Der VC Wiesbaden hat im Kampf um den achten Playoff-Platz einen Big Point geholt. Vor 1.511 Zuschauern in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit setzten sich die Hessinnen am 10. Februar 2019 mit einem klaren 3:0 (25:20, 25:23, 25:23) gegen NawaRo Straubing durch und sammelten drei eminent wichtige Zähler.
„Wenn wir beim Turnen wären, wären wir vermutlich durchgefallen“, kommentierte VCW-Cheftrainer Dirk Groß die Leistung seiner Mannschaft trotz des deutlichen Erfolges selbstkritisch. Glücklicherweise sei man aber beim Volleyball, „und da zählt eben nur, welches Team am Ende mehr Punkte gemacht hat. Und das waren wir und deshalb haben wir auch verdient gewonnen.“
Spannender erster Satz mit starkem Finish
Der Auftaktdurchgang war lange ausgeglichen, beide Teams schenkten sich nichts. Erst Mitte des Satzes gelang es den Gastgeberinnen, sich etwas abzusetzen. Mittelblockerin Nathalie Lemmens sorgte mit einem Block zum 16:13 für die zweite technische Auszeit und legte damit den Grundstein für den Satzgewinn. Am Ende hieß es 25:20 aus Wiesbadener Sicht – eine Führung, die das Team von Dirk Groß nie mehr aus der Hand gab.
Aufholjagd im zweiten Durchgang
Der zweite Satz begann denkbar ungünstig für den VCW. Straubing, das auf seine wichtige Punktelieferantin Danica Markovic (Rückenbeschwerden) verzichten musste, legte einen Blitzstart hin und führte früh mit vier Punkten. Groß zog daraufhin die Auszeitkarte – mit Erfolg. Binnen kürzester Zeit kämpften sich die Wiesbadenerinnen zurück ins Spiel und glichen aus. Bei 22:18 schien der Satz bereits entschieden, doch Straubing kam noch einmal heran. Die Gastgeberinnen behielten jedoch die Nerven und retteten den Durchgang mit 25:23 ins Ziel.
Nervenkrimi im dritten Satz
Ein nahezu identisches Bild bot sich den Zuschauern im dritten Durchgang. Wieder war es eine enge Kiste, wieder brauchte Wiesbaden Zeit, um sich abzusetzen. Ein Schreckmoment durchzuckte die Halle, als VCW-Außenangreiferin Karolína Bednářová beim Blockversuch umknickte und kurz am Boden liegen blieb – sie konnte jedoch weiterspielen. Der VCW erspielte sich erneut eine vermeintlich sichere Führung, die gegen Satzende jedoch immer weiter abschmolz. Am Ende war es Tanja Großer, die mit einem beherzten Angriff den Matchball zum 25:23 verwandelte.
Sina Fuchs mit starker Libera-Leistung
Als MVP des Spiels wurde Sina Fuchs ausgezeichnet. Die gelernte Außenangreiferin sprang erneut für die an Pfeifferschem Drüsenfieber erkrankte Lisa Stock als Libera ein und machte ihre Sache herausragend. Erfolgreichste Scorerinnen auf Wiesbadener Seite waren Nele Barber und Karolína Bednářová mit jeweils 14 Zählern.
„Wir haben heute drei Punkte für die Tabelle geholt. Damit haben wir unser Ziel erreicht und deshalb sind wir auch sehr zufrieden“, fasste Dirk Groß zusammen. Der Sieg war nicht nur im Kampf um die Playoff-Plätze wichtig, sondern wirkte „wie etwas Balsam für die zuletzt deprimierte VCW-Seele“.
Tabellenkonstellation
Mit dem Erfolg blieb der VC Wiesbaden im Rennen um den achten Playoff-Rang. Bei sieben Zählern Rückstand auf den VfB Suhl Lotto Thüringen bei noch sieben ausstehenden Spielen (21 mögliche Punkte) war die Ausgangslage ambitioniert, aber nicht aussichtslos. Straubing hingegen rutschte als Tabellenzehnter weiter in der unteren Tabellenhälfte fest. Die Gäste aus Bayern, die vor der Partie in den letzten vier Spielen keinen Satzgewinn mehr verzeichnen konnten, zeigten vor allem bei den Aufschlägen Wirkung – die Statistik der „Aufschläge mit Wirkung“ führte Straubing ligaweit an –, doch am Ende fehlte die Konstanz im Sideout.
Das nächste „Endspiel“ für den VCW folgte bereits am 17. Februar auswärts beim direkten Konkurrenten USC Münster.
Rivalität seit 2015
VC Wiesbaden W vs NawaRo Straubing W Direkter Vergleich· 9
VC Wiesbaden W und NawaRo Straubing W trafen 9 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 8 Mal, NawaRo Straubing W 1 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2015 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 8 Siegen aus 9 Begegnungen an. Insgesamt fielen 35 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.89 pro Spiel (25 für die Heimmannschaft, 10 für die Gäste). Beide Teams trafen in 5 Spielen (56%). In 9 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. VC Wiesbaden W ist in den letzten 3 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2022.
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API-Daten: 11. Juni 2026