VC Wiesbaden gewinnt nach verschlafenem Start mit 3:1 in Münster. Jennifer Hamson wird MVP. Sätze: 13:25, 25:19, 25:15, 25:14.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVCW nach Satzrückstand souverän — Drei wichtige Punkte im Playoff-Kampf
Der VC Wiesbaden hat am 17. Februar 2019 in der Sporthalle Berg Fidel einen beeindruckenden Auswärtssieg gegen den USC Münster gefeiert. Nach einem völlig verschlafenen ersten Satz drehten die Hessinnen auf und gewannen am Ende verdient mit 3:1 (13:25, 25:19, 25:15, 25:14). Es war der zweite Erfolg in Folge für das Team von Cheftrainer Dirk Groß, das damit im Kampf um die Playoff-Plätze wertvollen Boden gutmachte.
Desolater Start — Münster dominiert Satz eins
Was sich in den ersten Minuten auf dem Feld abspielte, hatte mit Bundesliga-Niveau wenig zu tun — zumindest aus Sicht der Gäste. Der VC Wiesbaden fand überhaupt nicht in die Partie. Die Annahme war unpräzise, der Angriffsdruck fehlte. Münster nutzte die frühen Abstimmungsprobleme der Wiesbadenerinnen eiskalt aus und legte durch eine Aufschlagserie von Mittelblockerin Juliane Langgemach einen 5:0-Lauf hin. Beim 1:8 zur ersten technischen Auszeit war die Partie für den VCW bereits nahezu verloren. Der USC spielte clever und ließ nichts anbrennen — 25:13, ein Durchgang, den die Gastgeberinnen souverän gestalteten.
„Der erste Satz war Taktik“, scherzte VCW-Cheftrainer Dirk Groß nach dem Spiel, um ernst nachzuschieben: „Nein, natürlich nicht. Es ist manchmal nicht so einfach, direkt aus dem Bus aufs Feld und ins Spiel zu kommen.“
Die Wende — VCW wie ausgewechselt
Ab dem zweiten Satz war vom spielerischen Offenbarungseid der Anfangsphase nichts mehr zu sehen. Der VC Wiesbaden agierte wie völlig ausgewechselt und präsentierte sich deutlich aggressiver. Es war Zuspielerin Nynke Oud, die ihr Team mit druckvollen Aufschlägen nach vorne trieb. Die Feldabwehr stand nun sicher, die Angreiferinnen kamen zu ihren Punkten. Münster kämpfte zwar zunächst noch mit, offenbarte aber zunehmend Abstimmungsprobleme in der Annahme und verlor die Präzision im Aufschlag.
Karolína Bednářová und Tanja Großer auf den Außenpositionen sowie Diagonalangreiferin Jennifer Hamson fanden jetzt immer besser in die Partie. Der VCW zog auf 25:19 davon und glich zum 1:1 aus — hochverdient.
VCW überrollt Münster in Satz drei und vier
Mit dem Schwung aus dem zweiten Durchgang nahm der VCW auch Satz drei in Besitz. Früh setzte sich Wiesbaden auf 8:2 ab. Münsters Trainer Teun Buijs forderte in der zweiten technischen Auszeit mehr Präzision, doch die Gäste ließen sich nicht bremsen. Starke Aufschläge und ein gut postierter Block machten dem USC das Leben schwer. Am Ende hieß es 25:15 für eine nun dominant auftretende Wiesbadener Mannschaft.
Der vierte Satz begann ausgeglichener, doch auch hier setzte sich die Qualität des VCW durch. Vor allem die Außenangreiferinnen Tanja Großer und Karolína Bednářová sowie Jennifer Hamson nutzten die Lücken in der MSC-Feldabwehr gnadenlos aus. Nynke Oud und Bednářová servierten weiterhin druckvoll auf. Beim Stand von 20:10 für Wiesbaden war der Widerstand der Gastgeberinnen endgültig gebrochen. Mit 25:14 machte der VCW den Deckel drauf.
„Wichtig war, dass wir uns zurückgekämpft und konzentriert zu Ende gespielt haben. Das tut uns natürlich sehr gut“, sagte Dirk Groß nach der Partie.
MVP Jennifer Hamson und wichtige Erkenntnisse
Diagonalangreiferin Jennifer Hamson wurde nach dem Spiel mit der Goldmedaille als wertvollste Spielerin ausgezeichnet. Die US-Amerikanerin war über die gesamte Partie eine der verlässlichsten Punktesammlerinnen des VCW.
Für den USC Münster war es die dritte Niederlage in Folge — zuvor hatte das Team von Teun Buijs gegen Potsdam und Stuttgart verloren. Die nach der Vorbereitung als gefährlich eingestufte Lisa Alsmeier, drittbeste Punktesammlerin der gesamten Liga, kam gegen die nun stabil stehende Wiesbadener Defensive nicht wie gewohnt zur Geltung.
Tabelle und Ausblick
Mit dem zweiten Sieg in Folge verkürzte der VC Wiesbaden den Abstand auf den achten Tabellenplatz auf nur noch zwei Punkte. Im Kampf um die Playoffs bleibt der VCW damit ein ernstzunehmender Kandidat.
Die Mannschaft von Dirk Groß gönnt sich nun eine zweiwöchige Spielpause, bevor sie am 2. März 2019 vor heimischem Publikum in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit auf Schwarz-Weiß Erfurt trifft.
Aufstellung VC Wiesbaden
- Außenangriff: Tanja Großer, Karolína Bednářová
- Mittelblock: Selma Hetmann, Laura Philajamäki
- Diagonalangriff: Jennifer Hamson
- Zuspiel: Nynke Oud
- Libera: Sina Fuchs
Spielverlauf
| Satz | USC Münster | VC Wiesbaden |
|---|---|---|
| 1 | 25 | 13 |
| 2 | 19 | 25 |
| 3 | 15 | 25 |
| 4 | 14 | 25 |
Endstand: 1:3 (25:13, 19:25, 15:25, 14:25)
Rivalität seit 2010
Munster W vs VC Wiesbaden W Direkter Vergleich· 37
Munster W und VC Wiesbaden W trafen 37 Mal aufeinander — Munster W gewann 16 Mal, VC Wiesbaden W 21 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 21 Siegen aus 37 Begegnungen an. Insgesamt fielen 156 Tore in diesen Partien, im Schnitt 4.22 pro Spiel (73 für die Heimmannschaft, 83 für die Gäste). Beide Teams trafen in 28 Spielen (76%). In 37 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2023.
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API-Daten: 11. Juni 2026