Aachen gewinnt 3:0 gegen NawaRo Straubing in der 1. Volleyball Bundesliga Frauen 2018/19. Straubing kämpft trotz Ausfällen von Markovic und Izquierdo tapfer, verliert aber 25:21, 25:20, 25:18.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungPersonelle Notlage bei den Gästen
Das Spiel stand für NawaRo Straubing unter ungünstigen Vorzeichen. Gleich zwei Stammkräfte fehlten dem Aufsteiger aus Niederbayern: Angriffsführerin Danica Markovic und Lisa Izquierdo – beide Top-Außenangreiferinnen – fielen verletzungsbedingt aus. „Das war angesichts der Ausfälle und der Tatsache, wie kaputt alle sind, nicht selbstverständlich“, sagte NawaRo-Coach Benedikt Frank nach dem Spiel.
Doch den Gästen war die personelle Notlage kaum anzumerken. Von Beginn an zeigte Straubing eine mutige Vorstellung und hielt im ersten Satz lange mit.
Erster Satz: Aachen setzt sich spät durch
Der Auftakt verlief ausgeglichen. Straubing spielte beherzt mit und lag zur Satzmitte beim Stand von 15:18 nur knapp zurück. Zwei Asse von Julia Wenzel und starke Blocks brachten die Gäste sogar zum 19:19-Ausgleich. Doch Aachen legte eine Schippe drauf und zog auf 19:24 davon. Zwei Satzbälle wehrten die tapfer kämpfenden Straubingerinnen noch ab, ehe ein Netzberührungsfehler im Straubinger Block den Satz mit 21:25 beendete.
Zweiter Satz: Enge Kiste bis zur Mitte
Im zweiten Durchgang übernahm zunächst NawaRo das Kommando. Zuspielerin Dana Schmit servierte eine kleine Aufschlagserie zum 3:1. Diesen Vorsprung hielten die Gäste bis zum 7:7, danach entwickelte sich eine enge Partie. Zur Satzmitte setzten sich die Gastgeberinnen auf 15:20 ab. NawaRo kämpfte sich auf 18:20 heran, doch Aachen zog das Tempo wieder an und sicherte sich auch den zweiten Satz mit 25:20.
„Die ersten beiden Sätze waren super. Wir hatten sogar die Chance, diese zu gewinnen. Am Ende waren wir da noch etwas zu unerfahren“, analysierte Frank. „Das ist einerseits schade, aber andererseits haben die Mädels das gut gemacht.“
Dritter Satz: Strittige Entscheidung als Wendepunkt
In den dritten Satz startete der Aufsteiger mit viel Mut. Mit mutigen Angriffen erspielte sich NawaRo eine 2:0-Führung. Doch beim Stand von 2:1 für Straubing pfiff der Schiedsrichter einen technischen Fehler – eine Entscheidung, die bei den Gästen für Verunsicherung sorgte. „Diese Entscheidung brachte uns etwas aus dem Konzept und wir gaben drei Punkte in Folge ab. Da waren wir nicht abgebrüht genug“, so Frank.
Die Folge war ein Aachener Lauf, der den Rückstand auf 13:21 anwachsen ließ. Zum Satzende fing sich das junge Straubinger Team wieder, doch der dritte Durchgang ging mit 18:25 verloren.
Fazit: Moral trotz Niederlage intakt
Trotz der klaren 0:3-Niederlage fiel das Fazit von Trainer Benedikt Frank positiv aus: „Wir haben heute ein gutes Spiel gemacht, wenn man bedenkt, dass uns mit Lisa Izquierdo und Danica Markovic zwei starke Außenangreiferinnen gefehlt haben.“
Neben Frauke Neuhaus stand Julia Wenzel als zweite Außenangreiferin auf dem Feld. Franziska Liebschner kam als Entlastung und sammelte wertvolle Einsatzminuten. „Franzi hat super geholfen und Lisanne hat uns im zweiten Satz zum Ende super wieder herangebracht“, lobte Frank seine Bankspielerinnen.
Besonders hob Frank die Teamleistung hervor: „Ich muss meiner Mannschaft ein riesiges Kompliment in Sachen Kampfgeist und Moral machen. Wir haben sehr gut aufgeschlagen und wenige Fehler in der Annahme gemacht. Klar, im Angriff sind wir nicht so durchgekommen, aber das ist angesichts der großen Aachener Spielerinnen nicht verwunderlich.“
Ausblick: Saisonfinale für Straubing
Direkt nach dem Spiel machte sich NawaRo im Bus auf die Rückreise nach Straubing. Dort stand am kommenden Samstag das letzte Saisonspiel an – zu Hause gegen den Tabellendritten Dresdner SC. Die Dresdnerinnen dürften mit besonderer Motivation anreisen, da NawaRo das Hinspiel überraschend mit 3:2 gewonnen hatte.
Für die Ladies in Black Aachen war es der dritte Heimsieg in Folge. Das Team von Trainerin Saskia van Hintum, das in dieser Saison auf junge Talente wie die Schweizer Diagonalangreiferin Maja Storck setzte, festigte damit seine Position im Mittelfeld der Tabelle und zeigte einmal mehr seine Heimstärke in der Neuköllner Straße.
Rivalität seit 2015
Aachen W vs NawaRo Straubing W Direkter Vergleich· 10
Aachen W und NawaRo Straubing W trafen 10 Mal aufeinander — Aachen W gewann 7 Mal, NawaRo Straubing W 3 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2015 zurück. Aachen W führt den Direktvergleich mit 7 Siegen aus 10 Begegnungen an. Insgesamt fielen 36 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.60 pro Spiel (23 für die Heimmannschaft, 13 für die Gäste). Beide Teams trafen in 4 Spielen (40%). In 10 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2022.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026