Munster W
SC Schweriner W
USC Münster unterliegt SSC Palmberg Schwerin im zweiten Playoff-Viertelfinale nach 2:0-Satzführung noch 2:3. Schwerin steht im Halbfinale.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungUSC Münster vs. SSC Palmberg Schwerin 2:3 (25:22, 25:21, 18:25, 16:25, 11:15)
Der USC Münster hat dem amtierenden Deutschen Meister SSC Palmberg Schwerin im zweiten Viertelfinal-Spiel der Volleyball-Bundesliga-Playoffs einen packenden Fünf-Satz-Kampf geliefert, musste sich am Ende aber mit 2:3 geschlagen geben. Vor 1.236 Zuschauern in der Halle Berg Fidel endete die Saison für Münster damit nach einem denkwürdigen Abend, während Schwerin als erstes Team den Einzug ins Halbfinale perfekt machte.
Münster startet furios
Schon das erste Viertelfinale drei Tage zuvor in Schwerin war eine klare Angelegenheit gewesen: Der SSC hatte sich mit 3:0 (25:14, 25:20, 25:16) durchgesetzt und den Heimvorteil des USC zunichtegemacht. Doch Münster zeigte im Rückspiel vom ersten Ballwechsel an, dass man sich nicht kampflos ergeben würde.
Trainer Teun Buijs schickte Mareike Hindriksen, Luisa Keller, Lina Alsmeier, Juliane Langgemach, Marie Schölzel und Linda Bock sowie Libera Lisa Thomsen aufs Feld. Und sein Team legte los wie die Feuerwehr: Mit einem furiosen 5:1-Start diktierte der USC die Anfangsphase. Über 8:2 zog Münster davon – eine klare Ansage an den Favoriten aus Schwerin. SSC-Coach Felix Koslowski, zeitgleich Bundestrainer der deutschen Frauen-Nationalmannschaft, musste früh zur ersten Auszeit greifen.
Eine Aufschlagserie von McKenzie Adams brachte Schwerin auf 8:6 heran, doch der USC ließ sich nicht beirren. Zur zweiten technischen Auszeit führte Münster mit 16:11. Beim Stand von 24:21 verwandelte der USC seinen ersten Satzball trotz eines Aufschlagfehlers zum 25:22 – Satz eins an Münster.
Satz zwei – der Höhepunkt aus USC-Sicht
Mit zwei Assen von Juliane Langgemach begann der zweite Durchgang ebenso druckvoll. Schwerin ging zwar zwischenzeitlich mit 5:4 in Führung, doch Luisa Keller und Marie Schölzel (mit einem weiteren Ass) stellten postwendend den Ausgleich her. Zur technischen Auszeit lag Münster mit 8:6 vorn.
Nach einer kurzen Schwächephase des USC stellte Buijs auf Svenja Enning und Lena Vedder um, holte Hindriksen und Keller aber nach wenigen Ballwechseln zurück. Die Taktik ging auf: Per Laola-Welle feuerte das Publikum die Green Kalinen an, die sich auf 19:15 absetzten. Koslowski sah sich gezwungen, seine zweite Auszeit zu nehmen, doch Münster ließ sich nicht mehr aufhalten. Ein souveräner 25:21-Satzgewinn bescherte dem USC eine 2:0-Satzführung – und die Sensation lag in der Luft.
Die Wende – Schwerin findet zurück
Im dritten Satz sah es zunächst weiter gut aus für Münster: Ein Monsterblock von Marie Schölzel und eine starke Rallye brachten die 2:0-Führung. Zur ersten technischen Auszeit hieß es 8:6 für den USC. Doch dann übernahm Jennifer Geerties das Kommando. Mit ihren Aufschlägen setzte sie die USC-Annahme gehörig unter Druck, Schwerin zog auf 9:8 davon.
Die Partie war nun ein offener Schlagabtausch. 12:12, 14:14 – kein Team konnte sich absetzen. Erst zur zweiten technischen Auszeit führte der SSC mit 16:15. Lina Alsmeier sorgte mit dem 17:17 kurz für Ausgleich, doch nach einer spektakulären Mega-Rallye hatte Schwerin das Glück auf seiner Seite und zog auf zwei Punkte davon. Von da an spielte der Titelverteidiger seine Meisterklasse aus und nutzte die kurze Schwächephase Münsters gnadenlos aus. Satz drei ging mit 25:18 an den SSC.
Druckvolle Gäste – USC in Bedrängnis
Der SSC Palmberg Schwerin wollte sich ein drittes Entscheidungsspiel ersparen und zog das Tempo im vierten Satz weiter an. Erneut war es Jennifer Geerties, die mit einer Serie von Aufschlägen die USC-Abwehr in Verlegenheit brachte. Schnell stand es 4:0 für die Gäste. Der USC mühte sich zwar und verkürzte auf 4:5, doch zur technischen Auszeit führte Schwerin mit 8:4.
Trainer Buijs wechselte Juliet Lohuis für die starke Juliane Langgemach ein, doch der Druck des Meisters war zu hoch. Zur zweiten technischen Auszeit führte der SSC mit 16:11. Der USC wehrte sich tapfer, kämpfte sich von 14:20 auf 16:20 heran, doch am Ende behielt der Favorit die Oberhand und gewann den Satz mit 25:16. Der Tiebreak musste die Entscheidung bringen.
Tiebreak-Drama mit dem besseren Ende für Schwerin
Der fünfte Satz begann mit einem Aufschlagfehler von Jennifer Geerties – die 1.236 Zuschauer waren sofort wieder voll im Spiel. Doch Schwerin holte die nächsten drei Punkte, und Münster konterte postwendend mit drei eigenen Punkten in Serie. 4:3 für Münster! Dann aber folgten vier Punkte in Folge für den SSC. 8:5 für Schwerin lautete der Stand beim Seitenwechsel.
Als es 10:6 stand, war die Vorentscheidung gefallen. Der USC kämpfte zwar bis zum Schluss, doch Schwerin ließ sich den Halbfinal-Einzug nicht mehr nehmen. 11:15 endete der Tiebreak – und mit ihm eine hochklassige Begegnung, die laut Teun Buijs ,,das beste USC-Spiel der Saison" gewesen sei.
Saisonende für Münster – Schwerin im Halbfinale
Mit diesem Sieg machte der SSC Palmberg Schwerin den 2:0-Erfolg in der Best-of-Three-Serie perfekt und zog als erstes Team ins Halbfinale der Playoffs ein. Für den USC Münster endete die Saison 2018/19 damit nach einem denkwürdigen Volleyball-Abend, auf den man in Münster noch lange stolz sein kann.
Bereits im Vorfeld hatte sich die Mannschaft vorgenommen, im letzten Saisonspiel noch einmal alles aus sich herauszuholen – und dieses Versprechen hat das Team von Teun Buijs eindrucksvoll eingelöst. Die Green Kalinen haben gezeigt, dass sie auch gegen den amtierenden Deutschen Meister auf Augenhöhe bestehen können.
Rivalität seit 2009
Munster W vs SC Schweriner W Direkter Vergleich· 29
Munster W und SC Schweriner W trafen 29 Mal aufeinander — Munster W gewann 5 Mal, SC Schweriner W 24 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 24 Siegen aus 29 Begegnungen an. Insgesamt fielen 107 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.69 pro Spiel (29 für die Heimmannschaft, 78 für die Gäste). Beide Teams trafen in 14 Spielen (48%). In 29 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2017.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026
