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1 Bundesliga WomenSaison 2020

NawaRo Straubing W vs SC Schweriner W

24. Oktober 2020 um 19:30
Heim

NawaRo Straubing W

23
Auswärts

SC Schweriner W

AI

NawaRo Straubing fordert den SSC Palmberg Schwerin über fünf Sätze heraus und unterliegt erst im Tiebreak mit 2:3 (18:25, 25:23, 25:20, 23:25, 13:15).

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Ein Punkt für die Moral: Straubing fordert Schwerin bis zur letzten Minute

Die turmair Volleyballarena in Straubing erlebte am 24. Oktober 2020 eine packende Partie des 3. Spieltags der 1. Volleyball Bundesliga Frauen. Der Außenseiter NawaRo Straubing forderte den Rekordmeister SSC Palmberg Schwerin über fünf Sätze heraus und unterlag am Ende erst im Tiebreak mit 2:3 (18:25, 25:23, 25:20, 23:25, 13:15).

Es war eine dieser Begegnungen, die der Straubinger Coach Benedikt Frank später als Beleg dafür anführen sollte, wie „verrückt“ die Volleyball Bundesliga in jener Saison war: „Jeder kann jeden schlagen.“ Und tatsächlich – NawaRo bewies an diesem Abend, dass man gegen den Serienmeister aus Mecklenburg-Vorpommern durchaus mithalten kann.

Satz für Satz: Die Partie im Überblick

Satz 1 (18:25): Schwerin startete dominant. Gesteuert von Zuspielerin Femke Stoltenborg und mit der 2,02 Meter großen Hayley Spelman im Diagonalangriff setzte sich der SSC früh ab. Straubing kam gegen die Aufschläge von Marie Schölzel und die solide Annahme von Libera Anna Pogany nur schwer ins Spiel.

Satz 2 (25:23): Straubing kämpfte sich zurück. Die niederländische Diagonalangreiferin Iris Scholten und Außenangreiferin Annegret Hölzig fanden immer besser in die Partie. Coach Benedikt Frank stellte taktisch um, und die Hausherrinnen erkämpften sich einen engen Satzgewinn.

Satz 3 (25:20): Der dritte Durchgang gehörte ganz den Gastgeberinnen. NawaRo spielte befreit auf, die Annahme um Sophie Dreblow stand sicher, und im Blockschutz konnte Mittelblockerin Kjersti Norveel aus Norwegen mehrfach Akzente setzen. Straubing ging erstmals in Führung – und die Arena tobte.

Satz 4 (23:25): Schwerin bewahrte die Ruhe. Trainer Felix Koslowski brachte neue Impulse, Lina Alsmeier und Nicole Oude Luttikhuis übernahmen die Verantwortung im Angriff. Der SSC glich aus und zwang Straubing in den Tiebreak.

Satz 5 (13:15): Der Tiebreak war ein Nervenspiel. Straubing kämpfte verbissen, lag zwischenzeitlich knapp vorn, doch Schwerins Erfahrung machte den Unterschied. Mit 15:13 sicherte sich der SSC den zweiten Punkt – Straubing blieb immerhin ein Zähler.

Die historische Dimension

Der direkte Vergleich sprach vor dieser Partie eine eindeutige Sprache: In elf Begegnungen seit 2015 hatte Schwerin zehn Siege eingefahren, Straubing lediglich einen. Das Satzverhältnis von 5:29 unterstrich die Dominanz des Rekordmeisters. Dass NawaRo an diesem Abend nicht nur einen Satz, sondern gleich zwei gewann und den Favoriten in die Verlängerung zwang, war eine kleine Überraschung.

Die Ausgangslage beider Teams

Schwerin war mit einem 3:1-Erfolg über Suhl und einem 3:0 gegen Münster in die Saison gestartet, ehe eine Woche zuvor ein dramatisches 3:2 in Potsdam gelang. Die Mannschaft von Felix Koslowski – mit Nationalspielerinnen wie Denise Imoudu, Marie Schölzel und der jungen Lina Alsmeier – galt als einer der Titelanwärter.

Straubing hingegen startete in seine vierte Erstliga-Saison. Nach dem 8. Platz in der abgebrochenen Vorsaison 2019/20 hatte sich das Team von Benedikt Frank weiterentwickelt. Mit Iris Scholten und Marie Hänle standen junge, talentierte Angreiferinnen im Kader, die an guten Tagen jede Abwehr vor Probleme stellen konnten.

Bedeutung für die Saison

Der gewonnene Punkt war für Straubing ein wichtiges Signal. In der Gesamtabrechnung der Spielzeit 2020/21 sollte NawaRo am Ende den 7. Platz belegen und sich für die Playoffs qualifizieren – die beste Platzierung der Vereinsgeschichte in der 1. Bundesliga bis dahin. Der Punkt gegen Schwerin war ein Baustein auf diesem Weg.

Schwerin seinerseits setzte seine Siegesserie fort und untermauerte seine Ambitionen. Am Ende der Saison holte sich der SSC Palmberg Schwerin – nach einer 0:3-Niederlage im Rückspiel gegen Straubing im Januar 2021 – die Vizemeisterschaft hinter Allianz MTV Stuttgart.

Fazit

Es war eine Begegnung, die für beide Seiten ihren Wert hatte. Straubing bewies, dass man auch gegen die Großen der Liga bestehen kann – und belohnte sich mit einem Punkt. Schwerin zeigte sich in den entscheidenden Momenten abgeklärter und fuhr den Sieg ein, den die Favoritenrolle verlangte. Die 2:3-Niederlage war für NawaRo eine moralische Bestätigung auf dem Weg zur besten Saison der Clubgeschichte.

Rivalität seit 2015

NawaRo Straubing W vs SC Schweriner W Direkter Vergleich· 7

NawaRo Straubing W und SC Schweriner W trafen 7 Mal aufeinander — NawaRo Straubing W gewann 1 Mal, SC Schweriner W 6 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2015 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 6 Siegen aus 7 Begegnungen an. Insgesamt fielen 23 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.29 pro Spiel (3 für die Heimmannschaft, 20 für die Gäste). Beide Teams trafen in 1 Spiel (14%). In 7 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. SC Schweriner W ist in den letzten 6 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2015.

NawaRo Straubing W
1
Siege
Unentschieden
0
·
SC Schweriner W
6
Siege
Tore gesamt
23 · 3.3/Spiel
Beide getroffen
1/7 · 14%
Über 2,5
7/7 · 100%

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