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1 Bundesliga WomenSaison 2020

Erfurt W vs VC Wiesbaden W

31. Oktober 2020 um 18:00
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AI

Schwarz-Weiß Erfurt feiert am 5. Spieltag der 1. Volleyball Bundesliga Frauen 2020/21 einen dramatischen 3:2-Heimsieg gegen den VC Wiesbaden.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Tiebreak-Krimi in der Riethsporthalle: Erfurt ringt Wiesbaden mit 3:2 nieder

Schwarz-Weiß Erfurt hat am 5. Spieltag der 1. Volleyball Bundesliga Frauen einen dramatischen Heimsieg gefeiert. Vor heimischer Kulisse in der Riethsporthalle setzten sich die Thüringerinnen gegen den VC Wiesbaden mit 3:2 (25:17, 25:23, 15:25, 26:28, 15:11) durch und entführten damit zwei wichtige Punkte im Kampf um den Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle.

Ausgangslage: Erfurt noch punktlos, Wiesbaden mit Rückenwind

Die Saison 2020/21 war für Schwarz-Weiß Erfurt bis zu diesem Samstagabend alles andere als freundlich verlaufen. Mit drei Auftaktniederlagen gegen NawaRo Straubing (1:3), die Ladies in Black Aachen (1:3) und den SC Potsdam (1:3) stand das Team von Trainer Dirk Sauermann als Tabellenschlusslicht da – ohne einen einzigen Punkt. Der VC Wiesbaden hingegen reiste mit breiter Brust nach Thüringen. Die Mannschaft von Cheftrainer Christian Sossenheimer hatte eine Woche zuvor einen dramatischen 3:2-Heimsieg gegen Aachen gefeiert und war entsprechend selbstbewusst.

Doch die Ausgangslage täuschte. Den Ausschlag für den Spielverlauf gab am Ende eine Schwachstelle im Wiesbadener System: Außenangreiferin Tanja Großer war kurzfristig ausgefallen, was die Annahme der Gäste nachhaltig destabilisierte. „Durch den Ausfall von Tanja Großer standen wir in der Annahme heute nicht so stabil wie sonst“, gab Sossenheimer nach der Partie zu Protokoll.

Satz 1: Erfurts Traumstart

Die Gastgeberinnen erwischten einen Sahnetag. Im ersten Durchgang dominierten sie das Geschehen nach Belieben. Der VCW fand überhaupt nicht in die Partie – eine schwache Annahme und eine Vielzahl von Angriffsfehlern machten ein geordnetes Spielaufbau unmöglich. Mittelblockerin Jasmine Gross punktete für Erfurt nahezu nach Belieben und setzte die gegnerische Abwehr immer wieder unter Druck. Am Ende hieß es 25:17 für die Hausherrinnen – eine klare Ansage.

Satz 2: Enge Kiste mit bitterem Ende für Wiesbaden

Der zweite Satz war von Beginn an umkämpft und deutlich enger als der Auftaktdurchgang. Der VCW kämpfte sich zurück ins Spiel und erarbeitete sich ab der Satzmitte einen knappen Vorsprung, den die Mannschaft bis zum 23:22 zu verteidigen wusste. Doch dann der Wendepunkt: Ein Annahmefehler von Lena Vedder brachte Erfurt den Ausgleich zum 23:23. Es folgten ein Angriffsfehler von Selma Hetmann und ein weiterer von Marijeta Runjic – und schon war der Satz mit 25:23 an die Gastgeberinnen verloren. „Insgesamt 23 Angriffsfehler sind einfach zu viele, um ein Bundesligaspiel zu gewinnen“, resümierte Sossenheimer später.

Satz 3: Der VCW schlägt zurück

Nach dem Seitenwechsel zeigte der VC Wiesbaden eine Reaktion des Stolzes. Das Team steigerte sich in allen Elementen deutlich, die Eigenfehlerquote sank rapide – und damit einhergehend stieg die Angriffseffizienz auf beeindruckende 54 Prozent. Erfurt hingegen verlor für einen Durchgang völlig den Faden und konnte dem Druck der Gäste kaum etwas entgegensetzen. Mit 25:15 verkürzte Wiesbaden auf 1:2 – der Tiebreak zeichnete sich am Horizont ab.

Satz 4: Nervenschlacht mit Happy End für Wiesbaden

Der vierte Satz entwickelte sich zur Hochspannung pur. Beide Teams lieferten sich einen intensiven Schlagabtausch, Punkt um Punkt. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen, die Führung wechselte mehrfach. Am Ende war es eine Frage der Nervenstärke – und diesmal behielten die Hessinnen die Oberhand. Mit 28:26 im Tiebreak-Stil sicherte sich der VCW den Satzgewinn und erzwang den alles entscheidenden fünften Durchgang. Für den VCW war es bereits der dritte Tiebreak in den ersten drei Saisonspielen.

Satz 5: Erfurt hat das bessere Ende für sich

Im entscheidenden Tiebreak erwischten die Gastgeberinnen den besseren Start. Mit einer stabileren Annahme und zielstrebigem Angriffsspiel setzten sie sich früh auf 8:4 ab. Der Seitenwechsel brachte für die Wiesbadenerinnen keine Wende – sie fanden kein Mittel mehr gegen die konzentrierte Vorstellung der Erfurterinnen. Das Heimteam behielt die Ruhe und brachte den Vorsprung sicher ins Ziel. Beim 15:11 war der Sieg perfekt, die Erleichterung im Team von Dirk Sauermann war greifbar.

Schlüsselfigur: Marijeta Runjic

Auf Seiten des VC Wiesbaden ragte eine Spielerin besonders heraus: Marijeta Runjic. Die kroatische Außenangreiferin wurde zur wertvollsten Spielerin der Partie gekürt und sammelte insgesamt 17 Punkte – die meisten aller VCW-Akteurinnen. Für die Gastgeberinnen war vor allem Mittelblockerin Jasmine Gross ein ständiger Unruheherd, die im ersten Satz den Grundstein für den Erfurter Erfolg legte.

Saisonkontext: Erfurts Befreiungsschlag

Der Sieg war für Schwarz-Weiß Erfurt weit mehr als nur zwei Punkte. Es war der erste Saisonsieg überhaupt nach drei zum Teil schmerzhaften Niederlagen zum Auftakt. Die drei Satzerfolge in den vorangegangenen Partien hatten bereits angedeutet, dass das Potenzial der Mannschaft größer war als es die nackte Tabelle auswies. „Wir haben aber in den ersten beiden Ligaspielen gezeigt, was in unserem Team steckt. Daran müssen wir in den kommenden Wochen wieder anknüpfen“, gab VCW-Kapitänin Selma Hetmann die Richtung vor. Für den VCW war es unterdessen die erste Saisonniederlage – und eine, die aufgrund der Vielzahl eigener Fehler vermeidbar gewesen wäre.

Ausblick

Während Erfurt sich über die ersten Punkte der Saison freuen durfte, stand für den VC Wiesbaden bereits in der darauffolgenden Woche das Achtelfinale im DVV-Pokal auf dem Programm. Beim VfB Suhl LOTTO Thüringen wollten die Wiesbadenerinnen Wiedergutmachung betreiben und den nächsten Schritt in der Pokalsaison gehen. In der Liga blieb derweil viel Arbeit – die Annahmeprobleme ohne die verletzte Großer mussten dringend behoben werden.

Fazit

Ein klassisches Fünf-Satz-Drama, das den Nervenkitzel der Volleyball-Bundesliga perfekt einfing. Erfurt nutzte die Heimstärke und die Schwächen des Gegners in der Annahme konsequent aus, Wiesbaden zeigte Moral und Kampfgeist, scheiterte aber an der eigenen Fehleranfälligkeit. Am Ende war es der Tiebreak, der wie so oft im Volleyball über Sieg und Niederlage entschied – und diesmal lag das Momentum bei Schwarz-Weiß Erfurt.

Rivalität seit 2018

Erfurt W vs VC Wiesbaden W Direkter Vergleich· 14

Erfurt W und VC Wiesbaden W trafen 14 Mal aufeinander — Erfurt W gewann 3 Mal, VC Wiesbaden W 11 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2018 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 11 Siegen aus 14 Begegnungen an. Insgesamt fielen 54 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.86 pro Spiel (20 für die Heimmannschaft, 34 für die Gäste). Beide Teams trafen in 8 Spielen (57%). In 14 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2025.

3
Siege
Unentschieden
0
·
Tore gesamt
54 · 3.9/Spiel
Beide getroffen
8/14 · 57%
Über 2,5
14/14 · 100%

Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.

API-Daten: 11. Juni 2026