Menu
1 Bundesliga WomenSaison 2020

Dresdner SC W vs Erfurt W

28. November 2020 um 17:30
30
Auswärts

Erfurt W

AI

Dresdner SC besiegt Schwarz-Weiß Erfurt mit 3:0 (25:19, 25:20, 25:21) am 8. Spieltag der 1. Volleyball Bundesliga Frauen 2020/21 in der Margon Arena. Trotz Rotation überzeugt der DSC auf ganzer Linie.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Dresdner SC feiert klaren 3:0-Heimsieg gegen Schwarz-Weiß Erfurt: Rotierter DSC überzeugt im Ost-Derby

Am 8. Spieltag der 1. Volleyball Bundesliga Frauen 2020/21 hat der Dresdner SC seine Favoritenrolle im mitteldeutschen Derby gegen Schwarz-Weiß Erfurt eindrucksvoll bestätigt. Vor leerer Margon Arena setzte sich die Mannschaft von Trainer Alexander Waibl souverän mit 3:0 (25:19, 25:20, 25:21) durch. Besonders bemerkenswert: Waibl hatte seine Stammformation auf mehreren Positionen durchrotieren lassen – und der „zweite Anzug“ überzeugte auf ganzer Linie.

Das Spiel war der 8. Spieltag einer Saison, die von der COVID-19-Pandemie geprägt war. Sämtliche Partien fanden vor leeren Rängen statt, so auch dieses Ost-Derby in der Margon Arena. Der DSC startete ambitioniert in die Spielzeit – am Ende der Saison sollten die Waibl-Schützlinge tatsächlich zum sechsten Mal in der Vereinsgeschichte Deutscher Meister werden. Erfurt hingegen kämpfte in jener Saison um den Klassenerhalt.

Satz 1: DSC-Angriffswelle nach ausgeglichenem Beginn (25:19)

Beide Teams starteten hochkonzentriert in die Partie. Der DSC erwischte einen guten Start, als Maja Storck nach einem langen Ballwechsel die Kugel zum 5:4 im gegnerischen Feld versenkte. Bis zum 12:11 blieb das Geschehen ausgeglichen – beide Teams schenkten sich nichts.

Dann jedoch schaltete der DSC einen Gang höher. Emma Cyris, die von Beginn an auf dem Feld stand, erhöhte den Aufschlagdruck. Zuspielerin Sarah Straube verteilte die Angriffe variabel, und der DSC-Block begann sich zu setzen. Mit einem Lauf setzte sich Dresden auf 19:12 ab. Doch Erfurt kämpfte sich eindrucksvoll auf 18:21 heran. Trainer Alexander Waibl reagierte und nahm eine Auszeit. Anschließend wechselte er die 19-jährige Lina-Marie Lieb für den Aufschlag ein – und die Youngsterin lieferte sofort ein Ass zum 23:18 ab, das die Vorentscheidung brachte. Emma Cyris nutzte wenig später den ersten Satzball zum 25:19.

„Ich bin sehr zufrieden. Es war ein guter Zeitpunkt, um einigen jungen Spielerinnen Einsatzchancen zu geben und sie haben ihre Sache gut gemacht“, lobte Alexander Waibl später. „Dabei hat Erfurt wirklich viel Widerstand geleistet und sie haben wie die Löwen gekämpft.“

Satz 2: DSC dreht frühen Rückstand um (25:20)

Der zweite Durchgang begann mit einer Überraschung: Erfurt nutzte einige Ungenauigkeiten der Gastgeberinnen und setzte sich schnell auf 3:0 und 6:2 ab. Waibl zog die Notbremse und bat seine Spielerinnen zur Auszeit. Die Worte des Trainers wirkten – der DSC drehte die Partie und führte zur ersten technischen Auszeit mit 8:7.

Mit druckvollem Aufschlag- und Angriffsspiel sowie einer stabilen Annahme und Abwehr bauten die Dresdnerinnen die Führung auf 16:12 aus. Erfurt kämpfte sich zwar erneut heran, doch in der Schlussphase spielte der DSC seine Klasse aus. Camilla Weitzel setzte mit einem Block den Schlusspunkt zum 25:20.

Satz 3: Erfurts letzter Widerstand gebrochen (25:21)

Im dritten Satz legte der DSC schnell einen 10:5-Vorsprung vor. Doch Schwarz-Weiß Erfurt gab sich noch nicht geschlagen. Die Gäste kamen auf 9:11 und später nach einem 13:18-Rückstand nochmals auf 19:20 heran – ein Punkt Rückstand. Waibl nahm eine weitere Auszeit, und seine Marschroute verfing. Der DSC zog wieder davon. Maja Storck erzielte mit einem wuchtigen Angriff den ersten Matchball zum 24:21, und Emma Cyris verwandelte nach 77 Minuten zum 25:21-Endstand.

Für Emma Cyris, die bereits beim VCO Berlin Erstliga-Erfahrung gesammelt hatte, war es der erste Bundesliga-Sieg, bei dem sie von Beginn an auf dem Feld stand. Als „Joker“ von der Bank hatte sie mit dem DSC bereits einige Erfolge gefeiert – darunter das Pokalfinale von Mannheim im Februar 2020.

Top-Scorer und MVP

Bei der MVP-Ehrung erhielt Jennifer Janiska vom DSC die Goldmedaille. Silber für die wertvollste Spielerin von Erfurt ging an Jasmine Gross, die mit neun Punkten zugleich erfolgreichste Scorerin ihres Teams war.

Auf Seiten des DSC sorgten für die meisten Punkte:

  • Maja Storck – 17 Punkte
  • Jennifer Janiska – 15 Punkte
  • Camilla Weitzel – 13 Punkte
  • Emma Cyris – 10 Punkte

Aufgestellte Formation

Alexander Waibl hatte seine Startformation auf einigen Positionen verändert:

  • Libero: Morgan Hentz
  • Zuspiel: Sarah Straube
  • Diagonal: Maja Storck
  • Außenangriff: Jennifer Janiska und Emma Cyris
  • Mitte: Camilla Weitzel und Monique Strubbe

Tabellenkontext und Saisonverlauf

Die Saison 2020/21 stand ganz im Zeichen der COVID-19-Pandemie. Der Spielbetrieb lief mit strengen Hygienekonzepten, und alle Partien fanden ohne Zuschauer statt. Der Dresdner SC befand sich nach anfänglichen Niederlagen gegen Potsdam (0:3) und Stuttgart (0:3) auf dem Weg nach oben. Der Sieg gegen Erfurt war der dritte von letztlich fünf Siegen in Serie – eine Serie, die den DSC endgültig in die Spitzengruppe katapultierte.

Am Ende der Saison krönte sich der Dresdner SC mit einem dramatischen 3:2-Erfolg im Playoff-Finale gegen Allianz MTV Stuttgart zum sechsten Mal zum Deutschen Meister. Es war der Höhepunkt einer außergewöhnlichen Saison unter schwierigsten Bedingungen.

Schwarz-Weiß Erfurt hingegen belegte am Saisonende den vorletzten Tabellenplatz und musste in die Relegation, schaffte dort aber den Klassenerhalt.

Historischer Direkter Vergleich

Der Dresdner SC und Schwarz-Weiß Erfurt standen sich seit 2018 insgesamt zwölf Mal in der Bundesliga gegenüber. Die Bilanz spricht eine eindeutige Sprache: Dresden gewann alle zwölf Duelle – eine makellose Bilanz, die die Klassenunterschiede unterstreicht.

Fazit

Der Dresdner SC tat an diesem 8. Spieltag, was er tun musste: Er gewann souverän gegen einen kämpferisch starken Gegner. Die Rotation, die Waibl vornahm, zahlte sich aus, und der gesamte Kader demonstrierte seine Tiefe. Für Emma Cyris war es ein besonderer Tag – ihr erster Startelf-Einsatz in der Bundesliga und gleich ein Sieg. Der DSC war auf dem Weg zu großen Erfolgen in dieser Saison.

Rivalität seit 2018

Dresdner SC W vs Erfurt W Direkter Vergleich· 12

Dresdner SC W und Erfurt W trafen 12 Mal aufeinander — Dresdner SC W gewann 12 Mal, Erfurt W 0 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2018 zurück. Dresdner SC W führt den Direktvergleich mit 12 Siegen aus 12 Begegnungen an. Insgesamt fielen 40 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.33 pro Spiel (36 für die Heimmannschaft, 4 für die Gäste). Beide Teams trafen in 3 Spielen (25%). In 12 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Dresdner SC W ist in den letzten 12 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2023.

Unentschieden
0
·
0
Siege
Tore gesamt
40 · 3.3/Spiel
Beide getroffen
3/12 · 25%
Über 2,5
12/12 · 100%

Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.

API-Daten: 11. Juni 2026