SC Schweriner W
NawaRo Straubing W
SSC Palmberg Schwerin besiegte NawaRo Straubing mit 3:0 (25:23, 25:19, 25:18) in der 1. Bundesliga Frauen – erfolgreiches Comeback nach Corona-Zwangspause.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSSC Palmberg Schwerin feiert gelungenes Comeback nach Corona-Zwangspause
Schwerin – Der SSC Palmberg Schwerin ist mit einem souveränen 3:0 (25:23, 25:19, 25:18) gegen NawaRo Straubing in das Pflichtspieljahr 2021 gestartet. Die Partie am 14. Spieltag der 1. Bundesliga Frauen war zugleich die Rückkehr nach einer zweiwöchigen Corona-Zwangspause.
Fünf Spielerinnen und zwei Mitglieder des Mannschaftsumfelds waren Anfang Dezember nach der Rückkehr von einem Champions-League-Turnier in Italien positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Folge: Die Spiele gegen den Dresdner SC und Allianz MTV Stuttgart mussten verlegt werden, das Training ruhte. „Es war schon schwer, die ganze Zeit über motiviert und fokussiert zu bleiben. Wir sind so froh, endlich wieder zusammen trainieren zu dürfen“, sagte Kapitänin Gréta Szakmáry vor der Partie.
Enger erster Satz mit Schockmoment
Die lange Pause war den Schwerinerinnen zunächst anzumerken. Straubing startete konzentriert und nutzte clever die anfänglichen Abstimmungsschwierigkeiten auf Schweriner Seite zur frühen 5:1-Führung. Der SSC kämpfte sich auf 8:6 heran, doch die mutig aufspielenden Gäste setzten sich nach der technischen Auszeit wieder auf 12:8 ab.
Ein Schockmoment dann beim Stand von 12:10: Straubings Außenangreiferin Anne Hölzig verletzte sich bei einer Rettungsaktion am Knie, als sie gegen den Schiedsrichtertisch prallte, und musste behandelt werden. „Sie ist dabei auch ein bisschen umgeknickt“, erklärte Straubings Coach Benedikt Frank später. Hölzig kehrte nicht mehr auf das Feld zurück.
Die Partie blieb danach ausgeglichen, mit leichtem Vorteil für NawaRo. In der Crunch-Time gelang Schwerin jedoch der Ausgleich, und ein Netzroller-Ass bescherte den Hausherrinnen die Führung (23:22). Ein Block von NawaRo ging auf der eigenen Seite herunter, sodass Schwerin zwei Satzbälle hatte. Den zweiten nutzte Gréta Szakmáry zur 1:0-Satzführung – ein psychologisch wichtiger Moment.
Spelman-Serie entscheidet zweiten Satz
Auch der zweite Durchgang begann vielversprechend für die Gäste. NawaRo spielte clever und lag früh 3:1 vorn. In der Folge entwickelte sich ein enges Match, in dem Straubing immer wieder Chancen auf Punkte liegen ließ, die Partie aber bis 14:14 offenhalten konnte.
Dann schlug die Stunde von Hayley Spelman. Die US-Amerikanerin zog mit einer Aufschlagserie entscheidend davon und brachte Schwerin von 14:14 auf 14:20 in Führung. Straubing wehrte zwar zwei Satzbälle ab, doch der Favorit ließ sich nicht mehr aufhalten und gewann Satz zwei mit 25:19.
Schwerin wird immer sicherer
Nach dem Verlust der ersten beiden Durchgänge war bei NawaRo der Glaube an einen Satzgewinn geschwunden. Der SSC wurde in allen Bereichen sicherer, während das Fehlen der verletzten Anne Hölzig bei Straubing nun deutlich spürbar war. Die Gäste benötigten im Angriff zu viele Chancen, um Punkte zu erzielen.
Trotzdem kämpfte sich NawaRo bis zur zweiten technischen Auszeit auf 10:11 heran. Danach setzte sich der Favorit jedoch wieder ab. Den Schlusspunkt setzte ein Angriff von Valbona Ismaili, der knapp im Aus landete – 18:25, Satz drei und damit das Spiel war entschieden.
Straubings Coach hadert mit verpasster Chance
„Den ersten Satz müssen wir eigentlich gewinnen. Schwerin hat viele Fehler gemacht und wir gut aufgeschlagen“, ärgerte sich Straubings Coach Benedikt Frank nach der Partie. „Letztlich hatte unser junges Team zu viel Respekt und war nicht mutig genug. So eine Chance gegen so einen Gegner wirst du selten wiederbekommen. Danach ist Schwerin stabiler geworden und wir haben keine wirkliche Chance mehr bekommen.“
Entwarnung gab es indes bei der Verletzung von Anne Hölzig. „Es ist alles gut soweit. Wenn es nötig gewesen wäre, dann wäre es bestimmt gegangen. Mal schauen, wie es dem Fuß morgen geht“, so Straubings Top-Angreiferin.
Tabellensituation
Durch den Heimsieg festigte Schwerin seine Position im oberen Tabellendrittel. Am Ende der Hauptrunde belegte der SSC mit 14 Siegen aus 20 Spielen den dritten Platz – hinter dem Dresdner SC und Allianz MTV Stuttgart. NawaRo Straubing beendete die Saison auf Rang sieben.
Trotz der Niederlage blieb Straubing auf Playoff-Kurs, zumal der direkte Verfolger USC Münster zeitgleich mit 0:3 bei den Roten Raben Vilsbiburg verlor. Für die Schwerinerinnen geht es bereits am 14. Januar mit dem Nachholspiel gegen Allianz MTV Stuttgart weiter (20:15 Uhr, live auf Sport1).
Historische Dominanz
Der SSC Palmberg Schwerin hat seine Vormachtstellung in diesem Duell eindrucksvoll untermauert. Von den bisher sieben Aufeinandertreffen mit NawaRo Straubing gewannen die Norddeutschen sechs – der einzige Straubinger Erfolg datiert aus dem Jahr 2015. Das torreichste Spiel der Rivalität endete 2020 mit einem 3:2 für Schwerin.
Rivalität seit 2015
SC Schweriner W vs NawaRo Straubing W Direkter Vergleich· 7
SC Schweriner W und NawaRo Straubing W trafen 7 Mal aufeinander — SC Schweriner W gewann 6 Mal, NawaRo Straubing W 1 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2015 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 6 Siegen aus 7 Begegnungen an. Insgesamt fielen 25 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.57 pro Spiel (20 für die Heimmannschaft, 5 für die Gäste). Beide Teams trafen in 2 Spielen (29%). In 7 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. SC Schweriner W ist in den letzten 6 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2020.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026