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1 Bundesliga WomenSaison 2020

Potsdam W vs Stuttgart W

17. Februar 2021 um 19:00
30
Auswärts

Stuttgart W

AI

SC Potsdam besiegt Allianz MTV Stuttgart im Topspiel der 1. Volleyball Bundesliga Frauen mit 3:0 (25:23, 25:21, 27:25) und fügt dem amtierenden Meister die erste Saisonniederlage zu.

Match-Videos

Spielzusammenfassung

Potsdam W besiegte Stuttgart W 3:0. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2020 statt.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

SC Potsdam demontiert Stuttgart im Gipfeltreffen der Ungeschlagenen

Der SC Potsdam hat am 17. Februar 2021 ein packendes Topspiel der 1. Volleyball Bundesliga Frauen gegen Allianz MTV Stuttgart mit 3:0 (25:23, 25:21, 27:25) für sich entschieden und dem amtierenden Meister die erste Saisonniederlage zugefügt. Vor heimischer Kulisse in der MBS-Arena zeigten die Brandenburgerinnen eine beeindruckende Leistung und setzten ein dickes Ausrufezeichen im Meisterschaftsrennen.

Duell der Titelanwärter

Es war das Aufeinandertreffen zweier bislang ungeschlagener Teams – und entsprechend hoch war die Erwartungshaltung vor diesem Topspiel. Stuttgart, der amtierende Double-Sieger der Vorsaison und Tabellenführer, reiste als Favorit nach Potsdam. Doch der SC Potsdam, der sich in den Jahren zuvor kontinuierlich nach vorne gearbeitet hatte, erwies sich als äußerst unbequemer Gastgeber.

Auf Stuttgarter Seite gab es personelle Hiobsbotschaften gleich zu Beginn: Zuspielerin Britt Bongartz fehlte aus familiären Gründen, sodass Hanna Kohn die komplexe Aufgabe im Zuspiel übernehmen musste. Zudem war Mittelblockerin Anastasia Cekulaev krankheitsbedingt nicht mit von der Partie. Für sie begann Maja Savic – und die Slowenin sollte zur entscheidenden Spielerin des Abends werden.

Potsdam hingegen konnte in Bestbesetzung auflaufen und legte von der ersten Minute an eine beeindruckende Energie an den Tag.

Erster Satz: Potsdam legt den Grundstein

Der SC Potsdam startete furios. Mit einer aggressiven Aufschlagserie und einer stabilen Block-Abwehr-Formation brachten die Gastgeberinnen Stuttgart früh in Bedrängnis. Vor allem Maja Savic im Mittelblock und Annett Nehmet auf der Diagonalposition setzten offensive Akzente.

Stuttgart fand nur schwer ins Spiel. Crystal Rivers, sonst eine der zuverlässigsten Angreiferinnen der Liga, hatte zunächst Probleme, gegen den gut organisierten Potsdamer Block zur Entfaltung zu kommen. Am Ende eines hochklassigen ersten Durchgangs sicherte sich Potsdam den Satz mit 25:23 – ein erster Fingerzeig, dass an diesem Abend mehr möglich sein würde.

Zweiter Satz: Stuttgarter Verletzungssorgen

Der zweite Durchgang begann vielversprechend für Stuttgart. Hanna Kohn im Zuspiel fand zunehmend besser in die Partie, und die Gäste konnten zunächst mithalten. Doch dann folgte die nächste Hiobsbotschaft für Allianz MTV: Außenangreiferin Simone Lee, eine der tragenden Säulen im Stuttgarter System, spürte eine Verhärtung in der Wade und musste vorsorglich aus dem Spiel genommen werden. Für sie kam Laura Künstler.

Auch Maria Segura Palleres, die zunächst neben Lee auf der Außenposition gestartet war, wurde wenig später vom Feld genommen – die Leistung passte nicht. Trainer Gerson Hernand musste umstellen.

Potsdam nutzte die Verunsicherung beim Gegner eiskalt aus. Das Heimteam agierte weiterhin souverän, ließ sich auch von kleinen Eigenfehlern nicht aus dem Rhythmus bringen und entschied Satz zwei mit 25:21 für sich. Die Führung nach Sätzen war verdient – Potsdam dominierte beide grundlegenden Spielphasen, Block und Abwehr.

Dritter Satz: Nervenkrimi mit glücklichem Ende für Potsdam

Der dritte Satz war zweifellos der Höhepunkt der Partie. Stuttgart, mit dem Rücken zur Wand, kämpfte verbissen und zeigte eine deutliche Leistungssteigerung. Der amtierende Meister startete besser in den Durchgang, lag zwischenzeitlich in Führung und erspielte sich sogar Satzbälle.

Doch der SC Potsdam bewies Nervenstärke. Maja Savic im Mittelblock erwischte einen Sahnetag und war an zahlreichen Blockpunkten beteiligt. Die Slowenin, die krankheitsbedingt für Cekulaev in die Startformation gerückt war, avancierte zur Matchwinnerin. Auch Annett Nehmet auf der Diagonalen präsentierte sich in herausragender Form und traf in den entscheidenden Momenten die richtigen Entscheidungen. Crystal Rivers auf Stuttgarter Seite machte ebenfalls ein gutes Spiel und nutzte ihre Chancen, doch der Potsdamer Block erwies sich als zu stark.

Die Abwehrreihen beider Teams boten Volleyball auf höchstem Niveau – Potsdams Libera und Stuttgarts Roosa Koskelo lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe und förderten spektakuläre Bälle zutage.

Am Ende waren es die besseren Nerven der Potsdamerinnen. Stuttgart wehrte mehrere Matchbälle ab und hatte selbst Satzgelegenheiten, konnte diese aber nicht nutzen. Laura Emons war es schließlich, die den ersten Matchball des SC Potsdam mit einem platzierten Angriff zum 27:25 verwandelte – der 3:0-Sieg war perfekt.

Reaktionen und Bedeutung

Mit diesem Sieg untermauerte der SC Potsdam seine Ambitionen in der Saison 2020/21 und zeigte, dass mit den Brandenburgerinnen in dieser Spielzeit zu rechnen ist. Für Stuttgart war es die erste Niederlage der Saison – ein Rückschlag, der jedoch in der Gesamtbetrachtung der Spielzeit nicht allzu schwer wog. Am Ende der Saison sollte Stuttgart Vizemeister werden, während sich der SSC Palmberg Schwerin den Meistertitel sicherte. Potsdam belegte am Ende einen starken vierten Platz in der Abschlusstabelle.

Die Partie in der MBS-Arena war mehr als nur ein weiterer Spieltag – sie war ein Statement des SC Potsdam, das signalisierte: Die Mannschaft war bereit, mit den Großen der Liga mitzuhalten. Die Kombination aus einer starken Aufschlagserie, einem überragenden Mittelblock um Maja Savic und einer geschlossenen Mannschaftsleistung erwies sich an diesem Abend als schlagkräftiges Erfolgsrezept.

Die Saison 2020/21 im Rückblick

Die Saison 2020/21 der 1. Volleyball Bundesliga Frauen stand ganz im Zeichen der COVID-19-Pandemie, die den Spielbetrieb immer wieder beeinflusste. Der SSC Palmberg Schwerin sicherte sich am Ende souverän die deutsche Meisterschaft vor Allianz MTV Stuttgart und dem Dresdner SC. Der SC Potsdam belegte mit einer soliden Hauptrundenleistung Rang vier.

Das Topspiel vom 17. Februar 2021 zwischen Potsdam und Stuttgart blieb vielen Fans als das Match in Erinnerung, in dem der Underdog aus Brandenburg dem Serienmeister aus dem Schwabenland eindrucksvoll die Grenzen aufzeigte.

Rivalität seit 2009

Potsdam W vs Stuttgart W Direkter Vergleich· 44

Potsdam W und Stuttgart W trafen 44 Mal aufeinander — Potsdam W gewann 13 Mal, Stuttgart W 31 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 31 Siegen aus 44 Begegnungen an. Insgesamt fielen 166 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.77 pro Spiel (62 für die Heimmannschaft, 104 für die Gäste). Beide Teams trafen in 25 Spielen (57%). In 44 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2022.

13
Siege
Unentschieden
0
·
Tore gesamt
166 · 3.8/Spiel
Beide getroffen
25/44 · 57%
Über 2,5
44/44 · 100%

Letzte Begegnungen

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Torsreichstes Spiel: 23 v 2022

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