VfB Suhl gewinnt auch das Rückspiel gegen Aachen mit 3:0 (25:17, 25:23, 25:15). Stegers Aufschlagserie im zweiten Satz dreht die Partie.
Spielzusammenfassung
Suhl W besiegte Aachen W 3:0. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2020 statt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungVfB Suhl bezwingt Aachen auch im Rückspiel mit 3:0 – souveräner Heimsieg in der Wolfsgrube
Der VfB Suhl hat seine Erfolgsserie gegen die Ladies in Black Aachen fortgesetzt und auch das Rückspiel der Saison 2020/21 in der 1. Volleyball Bundesliga Frauen mit einem klaren 3:0 (25:17, 25:23, 25:15) für sich entschieden. Vor leeren Rängen in der Suhler Wolfsgrube – ein Geisterspiel aufgrund der Corona-Pandemie – zeigte die Mannschaft von Trainer Laszlo Hollosy eine geschlossene Teamleistung und untermauerte ihre Tabellenposition im oberen Mittelfeld.
Satz 1: Suhl dominiert von Beginn an
Der erste Durchgang war von Beginn an von den Gastgeberinnen bestimmt. Suhl erwischte einen optimalen Start und ließ den Aachenerinnen wenig Raum zur Entfaltung. Mit einer stabilen Annahme und präzisen Angriffen über die Außenpositionen setzte sich der VfB früh ab. Die Abstimmung zwischen Zuspiel und Angriff funktionierte reibungslos, sodass Suhl den Satz verdient mit 25:17 für sich entscheiden konnte. Aachen fand nur schwer ins Spiel und leistete sich einige Annahmefehler, die Suhl konsequent bestrafte.
Satz 2: Die Wende nach Rückstand – Stegers Aufschlagserie
Der zweite Satz entwickelte sich zur spannendsten Phase der Partie. Die Ladies in Black aus Aachen, die in den Wochen zuvor mehrfach unglücklich verloren hatten, zeigten sich diesmal entschlossener und spielten deutlich besser als im ersten Durchgang. Zur zweiten technischen Auszeit führten die Gäste überraschend mit 16:11 und schienen auf dem besten Weg, den Satzausgleich zu erzwingen.
Doch dann kam der entscheidende Moment: VfB-Kapitänin Claudia Steger übernahm beim Stand von 14:18 aus Suhler Sicht den Aufschlag – und legte eine beeindruckende Serie hin. Punkt für Punkt arbeitete sich der VfB heran, während Aachen zunehmend unter Druck geriet. Steger behielt die Nerven und übergab das Aufschlagrecht erst beim 21:18 wieder an den Gegner – eine Serie von sieben Punkten in Folge, die das Spiel komplett drehte.
Danielle Harbin, Suhls Diagonalangreiferin, die bereits zuvor immer wieder Akzente gesetzt hatte, setzte mit einem kraftvollen Angriff den Schlusspunkt unter diesen Durchgang – 25:23 für Suhl. Die Erleichterung auf der Suhler Bank war deutlich spürbar.
„Vom einmal mehr unglücklich verlorenen zweiten Satz offenbar entmutigt, häuften sich bei den Ladies in Black nun die Fehler.“ – dpa-Spielbericht
Satz 3: Suhl zieht davon
Der dritte Satz stand ganz im Zeichen der vergebenen Chance aus Aachener Sicht. Die Gäste wirkten sichtlich geknickt, nachdem sie den zweiten Durchgang nach einer 16:11-Führung noch aus der Hand gegeben hatten. Die Fehlerquote auf Aachener Seite stieg merklich, während Suhl nun von Beginn an dominierte.
Laura de Zwart, Suhls Mittelblockerin, reihte sich nun verstärkt in die Riege der Punktesammlerinnen ein und machte die Angriffsseite der Gastgeberinnen noch variabler. Früh zog Suhl auf 14:8 davon und baute die Führung über 16:9 auf 19:10 aus. Spätestens jetzt war die Gegenwehr der Gäste gebrochen. Mit 25:15 machte Suhl den Deckel drauf und feierte einen am Ende deutlichen 3:0-Heimsieg.
Taktische Analyse und Schlüsselspielerinnen
Der Schlüssel zum Suhler Erfolg lag in der geschlossenen Mannschaftsleistung und der mentalen Stärke, insbesondere im zweiten Satz. Während die ersten drei Viertel dieses Durchgangs klar an Aachen gingen, zeigte die Mannschaft von Coach Laszlo Hollosy eine beeindruckende Moral.
- Claudia Steger (Kapitänin): Ihre Aufschlagserie von 14:18 auf 21:18 war der Game-Changer der Partie. In dieser Phase zeigte sie nicht nur Aufschlagstärke, sondern auch die defensive Stabilität, die Suhl in dieser Phase benötigte.
- Danielle Harbin: Die Diagonalangreiferin war über die gesamte Spieldauer eine verlässliche Punktelieferantin und krönte ihre Leistung mit dem entscheidenden Punkt zum Satzgewinn im zweiten Durchgang.
- Laura de Zwart: Die Mittelblockerin steigerte sich im Laufe der Partie und war im dritten Satz eine der Hauptprotagonistinnen, als Suhl endgültig davonzog.
Tabellensituation und Ausblick
Mit diesem Sieg festigte der VfB Suhl seinen Platz auf Rang sechs der Bundesliga-Tabelle. Für die Mannschaft aus Thüringen war es der zweite Saisonsieg gegen Aachen, nachdem man bereits das Hinspiel mit 3:0 gewonnen hatte. Die Ladies in Black Aachen hingegen blieben auf dem zehnten Platz und verpassten es, sich im Abstiegskampf Luft zu verschaffen.
Aachens Trainer musste einmal mehr konstatieren, dass seine Mannschaft über weite Strecken gut mithielt, aber in den entscheidenden Phasen zu viele Fehler produzierte. Die Suhler Defensive um die gut aufgelegte Libera und die starke Blockarbeit erwiesen sich einmal mehr als das entscheidende Plus.
Fazit
Der VfB Suhl zeigte eine reife Leistung und bewies vor allem im zweiten Satz die nötige Coolness, um einen Rückstand zu drehen. Aachen hingegen muss aus dieser erneuten knappen Niederlage lernen, dass auch phasenweise gute Leistungen nicht reichen, wenn in den entscheidenden Momenten die Konzentration nachlässt. Für die neutrale Betrachterin bot die Partie vor allem im zweiten Satz hochklassigen Volleyballsport, der trotz der leeren Ränge in der Wolfsgrube für Spannung sorgte.
Suhl W und Aachen W trafen 33 Mal aufeinander — Suhl W gewann 22 Mal, Aachen W 11 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Suhl W führt den Direktvergleich mit 22 Siegen aus 33 Begegnungen an. Insgesamt fielen 123 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.73 pro Spiel (75 für die Heimmannschaft, 48 für die Gäste). Beide Teams trafen in 16 Spielen (48%). In 33 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Suhl W ist in den letzten 8 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2025.
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API-Daten: 11. Juni 2026