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1 Bundesliga WomenSaison 2020

Stuttgart W vs SC Schweriner W

31. März 2021 um 20:15
30
Auswärts

SC Schweriner W

AI

Allianz MTV Stuttgart besiegt SSC Palmberg Schwerin im zweiten Playoff-Halbfinale mit 3:0 (25:20, 28:26, 25:21) und erzwingt das Entscheidungsspiel um den Finaleinzug.

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Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Allianz MTV Stuttgart besiegt SSC Palmberg Schwerin mit 3:0

Im zweiten Spiel der Playoff-Halbfinalserie (Best of Three) der 1. Volleyball Bundesliga Frauen hat Allianz MTV Stuttgart am 31. März 2021 vor heimischer Kulisse in der SCHARRena den SSC Palmberg Schwerin mit 3:0 (25:20, 28:26, 25:21) besiegt und damit den Ausgleich in der Serie erzwungen.

Ausgangslage: Rücken zur Wand

Nachdem der SSC Palmberg Schwerin das erste Halbfinalspiel am 27. März mit einer souveränen 3:0-Machtdemonstration in eigener Halle für sich entschieden hatte, stand Stuttgart mit dem Rücken zur Wand. Die Mannschaft von Cheftrainer Tore Aleksandersen musste gewinnen, um die Saison am Leben zu halten. Der norwegische Coach, der selbst von 2013 bis 2016 in Schwerin tätig war, stand vor einer besonderen Herausforderung gegen seinen Nachfolger Felix Koslowski.

Schwerin war als Favorit in die Partie gegangen – die Mannschaft aus Mecklenburg-Vorpommern hatte im Viertelfinale gegen den VfB Suhl seine mentale Stärke unter Beweis gestellt und galt als hungrig und clever.

Der Spielverlauf

Erster Satz (25:20)

Stuttgart erwischte einen furiosen Start. Die Gastgeberinnen zeigten von Beginn an, dass sie die Niederlage aus dem ersten Spiel abgeschüttelt hatten. Mit druckvollen Aufschlägen und einer stabilen Annahme – angeführt von der finnischen Libera Roosa Koskelo – brachte Stuttgart Schwerin früh in Bedrängnis. Die Angriffe über die Außen positionierten sich immer wieder erfolgreich gegen den Schweriner Block. Krystal Rivers, die US-amerikanische Diagonalangreiferin, erwies sich als kaum zu stoppen. Am Ende hieß es 25:20 – ein verdienter Satzgewinn für die Hausherrinnen.

Zweiter Satz (28:26)

Der zweite Satz entwickelte sich zum Herzschlagfinale der Partie. Schwerin fand zunehmend besser ins Spiel und konnte sich vor allem auf die erfahrene Mittelblockerin Lauren Barfield sowie auf Libera Ana Pogany verlassen, die mit spektakulären Abwehraktionen glänzte. Die Gäste erspielten sich sogar Satzball – doch Stuttgart kämpfte sich zurück. In einer dramatischen Schlussphase wehrte Stuttgart mehrere Satzbälle ab und verwandelte schließlich selbst zum 28:26. Der Block um Eline Timmermanns und Juliet Lohuis stand in den entscheidenden Momenten sicher und machte den Weg frei für den 2:0-Satzvorsprung.

Krystal Rivers war es, die mit ihrem druckvollen Angriff den Satzball für Stuttgart verwandelte – ein pfeilschneller Schlag, an dem die Schweriner Abwehr keine Chance hatte.

Dritter Satz (25:21)

Mit dem Rücken zur Wand kämpfte Schwerin verbissen, ließ sich aber auch von mehreren Time-Outs und taktischen Anpassungen von Felix Koslowski nicht aus der Ruhe bringen. Dennoch blieb Stuttgart das konsequentere Team. Die Schlagkraft von Rivers sowie die variantenreichen Angriffe von Pia Kästner und Simone Lee-Pojar machten den Unterschied. Schwerin hielt bis zum 21:22 mit, ehe Stuttgart drei der letzten vier Punkte holte und den Satz mit 25:21 sowie das Spiel mit 3:0 für sich entschied.

Schlüsselspielerinnen

  • Krystal Rivers (Stuttgart): Die US-Amerikanerin war mit ihren kraftvollen Angriffen über die Diagonale die alles überragende Angreiferin auf dem Feld. In den entscheidenden Phasen des zweiten Satzes zeigte sie ihre ganze Klasse.
  • Roosa Koskelo (Stuttgart): Die finnische Libera sicherte ihrer Mannschaft mit herausragenden Abwehraktionen wichtige zweite Bälle und ermöglichte so schnelle Gegenangriffe.
  • Lauren Barfield (Schwerin): Die US-amerikanische Mittelblockerin war die tragende Säule im Schweriner Angriffsspiel und eine der wenigen Spielerinnen, die auf Gästeseite konstante Gefahr ausstrahlte.

Tabellen- und Playoff-Implikationen

Durch den Sieg glich Stuttgart die Best-of-Three-Halbfinalserie zum 1:1 aus. Das entscheidende dritte Spiel fand nur einen Tag später, am 1. April 2021, ebenfalls in der SCHARRena statt. Der Sieger dieser Partie zog ins Finale ein – der Dresdner SC hatte sich bereits am selben Abend durch einen 3:2-Erfolg gegen den SC Potsdam das Endspiel-Ticket gesichert.

Die Serie stand sinnbildlich für die enge Rivalität der beiden Schwergewichte des deutschen Frauenvolleyballs, die in den vergangenen Jahren zahlreiche packende Duelle geliefert hatten.

Fazit

Stuttgart bewies an diesem Abend Moral und kämpferische Stärke. Nach der klaren Pleite im ersten Aufeinandertreffen fand die Mannschaft von Tore Aleksandersen zurück zu ihrer Bestform und neutralisierte die zuvor so souverän auftretenden Schwerinerinnen. Der Sieg war hochverdient und legte den Grundstein für ein dramatisches Entscheidungsspiel, das über den Einzug ins Finale der 1. Bundesliga Frauen 2020/2021 entscheiden sollte.

Rivalität seit 2010

Stuttgart W vs SC Schweriner W Direkter Vergleich· 50

Stuttgart W und SC Schweriner W trafen 50 Mal aufeinander — Stuttgart W gewann 21 Mal, SC Schweriner W 29 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. SC Schweriner W führt den Direktvergleich mit 29 Siegen aus 50 Begegnungen an. Insgesamt fielen 194 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.88 pro Spiel (84 für die Heimmannschaft, 110 für die Gäste). Beide Teams trafen in 32 Spielen (64%). In 50 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 6 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2019.

Unentschieden
0
·
SC Schweriner W
29
Siege
Tore gesamt
194 · 3.9/Spiel
Beide getroffen
32/50 · 64%
Über 2,5
50/50 · 100%

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