Dresdner SC besiegt Allianz MTV Stuttgart im entscheidenden fünften Finalspiel 3:0 (25:20, 25:23, 26:24) und feiert den sechsten Meistertitel der Vereinsgeschichte.
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Spielzusammenfassung
Dresdner SC W besiegte Stuttgart W 3:0. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2020 statt.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungStorck leitet die Titelwende ein
Von Beginn an entwickelte sich ein temporeiches Spiel auf hohem Niveau. Stuttgart erwischte den besseren Start und setzte sich früh auf 6:4 und 10:7 ab. Dresden kämpfte sich jedoch Punkt für Punkt zurück. Über Zwischenstände von 18:15 und 21:16 erarbeitete sich der DSC eine komfortable Führung. Den Schlusspunkt setzte Maja Storck, die später zur wertvollsten Spielerin des Endspiels gekürt wurde, mit einem Aufschlag-Ass zum 25:20.
Die gebürtige Schweizerin, die im Sommer zuvor vom USC Münster nach Dresden gewechselt war, avancierte mit ihrer Aufschlagstärke und ihrem variantenreichen Angriffsspiel zur entscheidenden Figur auf dem Feld.
Stigrot stemmt sich gegen den Ausgleich
Im zweiten Durchgang kontrollierten die Gastgeberinnen das Geschehen zunächst deutlich (6:3, 11:7). Stuttgart blieb durch eine konsequente Blockarbeit im Spiel und glich zum 13:13 aus. Die Partie blieb bis in die Schlussphase hinein offen. Erst beim Stand von 23:20 setzte sich Dresden entscheidend ab. Der MTV wehrte zwei Satzbälle ab, ehe Lena Stigrot den Ball unhaltbar zum 25:23 ins Feld hämmerte und die 2:0-Satzführung perfekt machte.
Dramatischer Showdown im dritten Satz
Der dritte Satz bot die größte Dramaturgie. Stuttgart wehrte sich nach Kräften, zog schnell auf 6:3 davon und schien die Wende erzwingen zu wollen. Doch Dresden konterte mit einer beeindruckenden Serie von sechs Punkten in Folge – eine Auszeit der Gäste konnte den Lauf nicht unterbrechen.
Der DSC behauptete eine knappe Führung (13:10, 15:13, 18:15, 21:18). Stuttgart kämpfte sich zurück und provozierte beim Stand von 21:22 eine Auszeit bei Dresden. In der Schlussphase verlor Dresden-Coach Alexander Waibl durch wiederholte erfolglose Challenges das Recht auf weitere Überprüfungen. Stuttgart nutzte die Verunsicherung, glich aus, ging sogar mit 23:22 in Führung und erspielte sich einen Satz- und Matchball (24:23).
Doch Maria Segura Pallerés schlug den Aufschlag ins Netz – und plötzlich hatte Dresden den ersten Matchball. Diesen nutzten die Gastgeberinnen eiskalt: Mit 26:24 ging der dritte Satz an den neuen deutschen Meister.
„Die Mannschaft ist etwas Besonderes“
Während die Dresdnerinnen auf dem Feld eine emotionale Jubeltraube bildeten, flossen auf der Stuttgarter Seite Tränen. „Klar ist es bitter, aber es war ein bisschen erwartbar. Wenn der Motor, die Kapitänin ausfällt …“, sagte Stuttgarts Sportdirektorin Kim Renkema mit Blick auf den verletzungsbedingten Ausfall von Krystal Rivers.
Dresdens Außenangreiferin Jennifer Janiska zeigte sich ergriffen: „Nach dem zweiten Spiel wussten wir, dass es noch geht. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass die Mannschaft besonders ist.“
Comeback für die Geschichtsbücher
Der Dresdner SC hatte die Finalserie mit einer klaren 0:3-Niederlage im ersten Spiel in der Margon Arena begonnen. Es folgte eine dramatische 2:3-Niederlage in Stuttgart. Der zwischenzeitliche Durchhänger beim 0:2-Serienrückstand wäre für viele Teams das Ende gewesen – nicht für die Mannschaft von Alexander Waibl.
Im dritten Spiel bewies der DSC erstmals seine Comeback-Qualitäten: Nach einem 30:28 im ersten Satz kämpfte sich Dresden durch einen 3:2-Erfolg zurück in die Serie. Spiel vier in Stuttgart war erneut ein Fünf-Satz-Krimi, den Dresden mit 3:2 für sich entschied.
Die Finalserie 2020/21 im Überblick
- Spiel 1 (10.04.): Dresdner SC – Stuttgart 0:3 (15:25, 20:25, 19:25)
- Spiel 2 (14.04.): Stuttgart – Dresdner SC 3:2 (23:25, 23:25, 26:24, 25:21, 15:13)
- Spiel 3 (17.04.): Dresdner SC – Stuttgart 3:2 (30:28, 22:25, 25:20, 19:25, 15:12)
- Spiel 4 (21.04.): Stuttgart – Dresdner SC 2:3 (22:25, 17:25, 25:22, 25:17, 13:15)
- Spiel 5 (24.04.): Dresdner SC – Stuttgart 3:0 (25:20, 25:23, 26:24)
Sechster Meistertitel für Dresden
Für den Dresdner SC war es der erste Meistertitel seit 2016 und der insgesamt sechste der Vereinsgeschichte. Vier dieser Titel holte der DSC unter Trainer Alexander Waibl, der seit 2009 im Amt ist. Für Stuttgart – zum sechsten Mal in Folge im Finale – blieb die zweite Meisterschaft der Vereinsgeschichte nach 2019 in greifbarer Nähe, doch am Ende fehlte das Quäntchen Glück und die Fitness.
„Dresden war über die gesamte Serie fitter“, brachte es Kim Renkema auf den Punkt – und traf damit den Kern der Entscheidung.
Rivalität seit 2015
Dresdner SC W vs Stuttgart W Direkter Vergleich· 50
Dresdner SC W und Stuttgart W trafen 50 Mal aufeinander — Dresdner SC W gewann 16 Mal, Stuttgart W 34 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2015 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 34 Siegen aus 50 Begegnungen an. Insgesamt fielen 196 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.92 pro Spiel (72 für die Heimmannschaft, 124 für die Gäste). Beide Teams trafen in 30 Spielen (60%). In 50 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2026.
Letzte Begegnungen
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API-Daten: 11. Juni 2026
