Ladies in Black Aachen gewinnen 3:2 bei den Roten Raben Vilsbiburg – ein packender Fünf-Satz-Krimi am 4. Spieltag der Volleyball-Bundesliga der Frauen 2021/22.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungAachen entführt zwei Punkte aus dem Hexenkessel
Die Ladies in Black Aachen haben am 4. Spieltag der Volleyball-Bundesliga der Frauen einen spektakulären 3:2 (25:20, 30:28, 12:25, 25:22, 15:9)-Auswärtssieg bei den Roten Raben Vilsbiburg gefeiert. Vor den Augen der SPORT1-Live-Übertragung lieferten sich beide Teams einen intensiven Fünf-Satz-Krimi, der alles bot, was Volleyball-Herzen höher schlagen lässt.
Guillermo Gallardos Rückkehr nach Vilsbiburg
Die Partie stand bereits vor dem Anpfiff unter besonderen Vorzeichen: Auf der Aachener Trainerbank saß mit Guillermo Gallardo ein Mann, der in Vilsbiburg Legendenstatus genießt. Der Argentinier hatte die Roten Raben 2008 und 2010 zu zwei Deutschen Meisterschaften geführt, bevor er im Sommer 2021 in die Bundesliga zurückkehrte – diesmal als Cheftrainer der Ladies in Black. Die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte krönte er mit einem Sieg.
Satz 1: Aachen legt souverän vor
Die Gäste aus Aachen erwischten den besseren Start und machten von Beginn an Druck. Mit konsequenter Blockarbeit und einer stabilen Annahme setzten sie sich früh ab. Jana-Franziska Poll, die zu diesem Zeitpunkt die Topscorerin der Liga anführte, traf aus allen Lagen und trieb ihr Team an. Vilsbiburg mühte sich, fand aber gegen die gut eingestellte Aachener Defensive nur selten ein Durchkommen. Mit 25:20 sicherte sich Aachen verdient den ersten Satz.
Satz 2: Ein Krimi für die Volleyball-Geschichtsbücher
Der zweite Durchgang wurde zur eigentlichen Sternstunde des Spiels. Beide Teams schenkten sich nichts, lieferten sich spektakuläre Ballwechsel und begeisterten die Zuschauer mit herausragenden Abwehr- und Angriffsaktionen. Satzbälle wechselten hin und her, keine der beiden Mannschaften wollte nachgeben. Am Ende behielt Aachen mit 30:28 die Oberhand – ein Durchgang, der Werbung für den Volleyball-Sport war.
Satz 3: Vilsbiburg schlägt zurück – mit einer Gala
Nach dem verlorenen zweiten Satz hätten die Roten Raben den Kopf hängen lassen können. Stattdessen zeigten sie eine beeindruckende Reaktion. Die Gastgeberinnen überrollten Aachen förmlich und dominierten den dritten Durchgang nach Belieben. Die kolumbianische Angreiferin Dayana Segovia entfesselte ihr ganzes Können und war für die Aachener Abwehr kaum zu stoppen. Mit 25:12 deklassierten die Roten Raben die Gäste und meldeten sich eindrucksvoll zurück.
Satz 4: Die Raben kämpfen sich zurück
Der vierte Satz stand ganz im Zeichen der Heimmannschaft. Vilsbiburg kämpfte verbissen, erkämpfte sich eine 22:16-Führung und ließ diese auch nicht mehr aus der Hand. Aachen verkürzte zwar noch einmal, aber die Raben brachten den Satz mit 25:22 nach Hause und erzwangen den entscheidenden fünften Durchgang. Der Hexenkessel kochte.
Satz 5: Aachen zeigt Nervenstärke
Im Tiebreak zeigten die Ladies in Black jedoch, warum sie als Spitzenteam in die Saison gestartet waren. Von Beginn an übernahmen sie wieder die Kontrolle und zogen schnell auf 7:2 und 10:4 davon. Vilsbiburg fand kein Mittel mehr gegen die Aachener Blockarbeit. Die Gäste blockten insgesamt 16 Punkte – der letzte Punkt des Spiels war der 16. und entscheidende Block, der den 15:9-Sieg im fünften Satz perfekt machte.
Die Stars des Abends
Jana-Franziska Poll war mit 25 Punkten die überragende Spielerin auf dem Feld und untermauerte ihre Führungsposition in der Topscorer-Wertung. Aufseiten der Roten Raben lieferte Dayana Segovia eine starke Vorstellung ab und kam auf 24 Punkte – eine Glanzleistung, die am Ende jedoch nicht belohnt wurde. Auch Jodie Guilliams, die belgische Angreiferin der Gastgeberinnen, gehörte mit ihren Leistungen zu den auffälligsten Spielerinnen auf dem Feld.
Tabellenlage
Mit dem Sieg festigte Aachen vorübergehend den dritten Tabellenplatz und bleibt mit nun acht Punkten in der Spitzengruppe der Liga. Vilsbiburg rutschte dagegen ab und fand sich im Mittelfeld wieder. Am Ende der Saison belegte Aachen den sechsten Platz (11 Siege, 11 Niederlagen), während Vilsbiburg Achter wurde (9 Siege, 13 Niederlagen) – beide Teams qualifizierten sich jedoch für die Playoffs.
Fazit
Das Duell zwischen den Roten Raben Vilsbiburg und den Ladies in Black Aachen hielt alles, was das Etikett „Spitzenspiel" versprach. Fünf Sätze voller Intensität, herausragende Einzelleistungen und am Ende ein verdienter, aber hart erkämpfter Auswärtssieg für Aachen – die Volleyball-Bundesliga der Frauen präsentierte sich an diesem Freitagabend von ihrer besten Seite.
Rivalität seit 2010
Vilsbiburg W vs Aachen W Direkter Vergleich· 32
Vilsbiburg W und Aachen W trafen 32 Mal aufeinander — Vilsbiburg W gewann 20 Mal, Aachen W 12 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Vilsbiburg W führt den Direktvergleich mit 20 Siegen aus 32 Begegnungen an. Insgesamt fielen 125 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.91 pro Spiel (73 für die Heimmannschaft, 52 für die Gäste). Beide Teams trafen in 20 Spielen (63%). In 32 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2024.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026