Menu
29. Oktober 2021 um 20:00
31
Auswärts

Erfurt W

AI

SC Potsdam besiegt Schwarz-Weiß Erfurt mit 3:1 (25:18, 20:25, 25:16, 25:17) und bleibt in der 1. Volleyball Bundesliga Frauen der Saison 2021/22 ungeschlagen. Laura Emonts und Anastasia Cekulaev führen Potsdam zum fünften Sieg.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

SC Potsdam bleibt eine Macht: Fünfter Sieg im fünften Spiel

Der SC Potsdam hat seine weiße Weste in der 1. Volleyball Bundesliga der Frauen gewahrt. Vor 713 Zuschauern in der MBS-Arena setzten sich die Gastgeberinnen am 5. Spieltag der Saison 2021/2022 mit 3:1 (25:18, 20:25, 25:16, 25:17) gegen Schwarz-Weiß Erfurt durch und feierten den fünften Sieg im fünften Saisonspiel.

Gemeinsam mit Allianz MTV Stuttgart war Potsdam als einziges Team der Liga noch ohne Niederlage in die Partie gegangen – und sollte diesen Status auch gegen die Thüringerinnen verteidigen. Mit nunmehr 13 Punkten festigte das Team von Trainer Guillermo seinen Platz an der Tabellenspitze. Erfurt hingegen blieb nach der zweiten Saisonniederlage im fünften Spiel im unteren Tabellendrittel.

Emotionale Rückkehr von Antonia Stautz

Vor dem ersten Ballwechsel gab es einen besonderen Moment: Antonia Stautz, die langjährige Kapitänin des SC Potsdam, die inzwischen das Trikot von Schwarz-Weiß Erfurt trägt, wurde mit Blumen verabschiedet. Eine späte, aber würdige Geste für eine Spielerin, die in Potsdam über Jahre hinweg Prägendes geleistet hatte. Dass Stautz später zur MVP ihrer Mannschaft gewählt wurde, unterstrich ihre starke Leistung an alter Wirkungsstätte.

Satz für Satz: Die Partie im Detail

Erster Satz – Eine klare Ansage der Gastgeberinnen

Potsdam startete konzentriert und bestimmte von Beginn an das Geschehen. Mit einer durchgängigen Führung ließen die Brandenburgerinnen keinen Zweifel an ihren Ambitionen aufkommen. Vanessa Agbortabi, Lauren Page, Sarah van Aalen, Anett Nemeth, Anastasia Cekulaev, Laura Emonts und Libera Aleksandra Jegdic bildeten die Startformation – und sie harmonierten auf Anhieb. Nach 25:18 stand der erste Satzgewinn fest.

Zweiter Satz – Erfurt schlägt zurück

Im zweiten Durchgang verloren die Gastgeberinnen jedoch den Faden. Erfurt steigerte sich deutlich und zeigte das Spiel, das man sich beim Tabellenzehnten erhofft hatte. Aus einer stabilen Abwehr heraus entwickelten die Gäste Druck und zogen zwischenzeitlich auf 20:12 davon. Potsdam kämpfte sich zwar auf 20:23 heran, doch Erfurt ließ sich den Satz nicht mehr nehmen – 20:25 und der Ausgleich war perfekt.

Dritter Satz – Potsdam findet zurück

Nach dem Ausgleich war die Spannung in der Arena greifbar. Doch Potsdam fand in die Spur zurück. Trainer Guillermo brachte Adela Helic ins Spiel, was sich als goldrichtiger Wechsel erwies. Die Mittelblockerin gab dem Potsdamer Spiel neuen Schwung. Mit einer souveränen Führung (9:6, 19:12) behielt Potsdam die Kontrolle. Anastasia Cekulaev schmetterte den Ball zum 25:16 – 2:1.

Vierter Satz – Der Deckel drauf

Im vierten Satz ließen die Gastgeberinnen nichts mehr anbrennen. Mit 8:4 und 21:13 zog Potsdam davon. Kapitänin Laura Emonts, die an diesem Abend ein ruhender Pol im Team war, blieb es vorbehalten, den Spielball zum 25:17 und damit zum 3:1-Endstand zu verwandeln.

Die Stars des Abends

Die MVP-Ehrungen gingen an Anastasia Cekulaev (Potsdam) und Antonia Stautz (Erfurt). Die erfolgreichsten Punktesammlerinnen auf Seiten Potsdams waren Lauren Page (14 Punkte), Laura Emonts (13 Punkte) sowie Adela Helic und Anastasia Cekulaev (je 12 Punkte).

„Es war nicht das schönste Spiel, es wurde über den Kampf gewonnen“, resümierte Laura Emonts nach dem Schlusspfiff. „Wir konnten viel Druck über die Aufschläge machen und hatten eine gute Blockabwehr. Da hatten wir gegenüber den Gästen unsere Vorteile.“

Vorgeschichte und Tabellensituation

Potsdam war als das formstärkste Team der Liga in die Partie gegangen. Mit einer makellosen Bilanz von vier Siegen aus vier Spielen und 11 Punkten belegte der SCP vor dem 5. Spieltag den zweiten Tabellenplatz – nur einen Zähler hinter Stuttgart. Erfurt hingegen hatte aus den ersten vier Partien lediglich einen Sieg (3:1 gegen Wiesbaden) eingefahren und stand mit 4 Punkten auf dem 8. Platz.

Der Direktvergleich sprach ohnehin eine deutliche Sprache: Von 11 Aufeinandertreffen seit 2018 hatte Potsdam alle 11 für sich entschieden. Auch wenn Erfurt an diesem Abend im zweiten Satz seine Ambitionen andeutete, konnte die Serie nicht durchbrochen werden.

Ausblick: Das Wiedersehen im Pokal

Die Partie hatte zugleich den Charakter einer Generalprobe. Denn nur eine Woche später standen sich beide Teams im Achtelfinale des DVV-Pokals erneut in der MBS-Arena gegenüber. Die Erkenntnisse aus diesem Meisterschaftsspiel – insbesondere die Potsdamer Reaktion auf den Satzverlust und die Effektivität der Einwechslung von Adela Helic – sollten sich als wertvoll erweisen.

Für den SC Potsdam war dieser Sieg ein weiterer Beweis für die Stabilität und den Kampfgeist, der das Team in dieser Saison auszeichnete. Die Tabellenführung war zum Greifen nah – und der Weg an die Spitze der 1. Bundesliga Frauen war geebnet.

Rivalität seit 2018

Potsdam W vs Erfurt W Direkter Vergleich· 11

Potsdam W und Erfurt W trafen 11 Mal aufeinander — Potsdam W gewann 11 Mal, Erfurt W 0 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2018 zurück. Potsdam W führt den Direktvergleich mit 11 Siegen aus 11 Begegnungen an. Insgesamt fielen 37 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.36 pro Spiel (33 für die Heimmannschaft, 4 für die Gäste). Beide Teams trafen in 4 Spielen (36%). In 11 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Potsdam W ist in den letzten 11 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 1–3 im Jahr 2022.

11
Siege
Unentschieden
0
·
0
Siege
Tore gesamt
37 · 3.4/Spiel
Beide getroffen
4/11 · 36%
Über 2,5
11/11 · 100%

Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.

API-Daten: 11. Juni 2026