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1 Bundesliga WomenSaison 2021

Dresdner SC W vs Munster W

11. Dezember 2021 um 17:30
31
Auswärts

Munster W

AI

Dresdner SC besiegt USC Münster 3:1 in der Volleyball Bundesliga Frauen am 9. Spieltag 2021/22. Münster gewinnt Satz drei deutlich, aber Dresden bleibt souverän.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Dresdner SC bezwingt USC Münster in vier Sätzen – Tabellenführer festigt Platz zwei

Dresden – 11. Dezember 2021. Der Dresdner SC hat seine Vormachtstellung in der 1. Volleyball Bundesliga Frauen untermauert. Die Mannschaft von Trainer Alexander Waibl besiegte den USC Münster am 9. Spieltag vor heimischer Kulisse mit 3:1 (25:22, 25:21, 15:25, 25:21) und festigte damit den zweiten Tabellenplatz. Für den amtierenden Meister war es der vierte Sieg aus den vergangenen fünf Partien.

Ausgangslage: Klassenunterschied auf dem Papier

Mit 17 Siegen aus 22 Spielen und der Vizemeisterschaft der Vorsaison im Rücken ging der Dresdner SC als klarer Favorit in die Partie. Der USC Münster rangierte mit lediglich sieben Erfolgen auf Rang neun und reiste ohne großen Druck an den Elbhang. Die Statistik sprach ohnehin eine eindeutige Sprache: Von 33 vorherigen Duellen hatte Dresden 31 für sich entschieden – eine Dominanz, die im deutschen Frauen-Volleyball ihresgleichen sucht.

Dennoch warnte USC-Trainerin Lisa Thomsen vor dem Spiel: „Dresden ist ein Maßstab, aber wir wollen uns teuer verkaufen.“ Dieses Versprechen sollte ihre Mannschaft einlösen – und wie.

Satz 1: Enge Kiste zum Auftakt

Der erste Durchgang entwickelte sich von Beginn an zu einem offenen Schlagabtausch. Kein Team konnte sich zunächst absetzen, die Führung wechselte mehrfach. Beim Stand von 17:17 schlug dann die Stunde von Jennifer Janiska. Die deutsche Nationalspielerin, die sich auch in dieser Saison als eine der verlässlichsten Angreiferinnen des DSC präsentierte, erarbeitete eine Zwei-Punkte-Führung (17:19). Münsters Diagonalangreiferin Iris Scholten konterte zwar zwischenzeitlich, doch Janiska blieb eiskalt und sicherte Dresden den knappen Satzgewinn mit 25:22.

Satz 2: Münster beginnt mutig – Dresden kontert

Mutiger als im Auftaktsatz starteten die Gäste in den zweiten Durchgang. Katerina Valkova, die tschechische Zuspielerin und am Ende zur MVP des USC gewählt, setzte mit zwei Assen ein erstes Ausrufezeichen (2:0). Münster bestimmte nun das Geschehen, spielte druckvolle Angriffe über die starke Feldabwehr und zog auf 10:6 davon.

Doch Dresden blieb souverän. Im Mittelabschnitt kämpften sich die Gastgeberinnen Punkt für Punkt zurück und stellten beim 20:20 erneut die Weichen auf eine enge Schlussphase. Und wieder hatten die Sächsinnen in den entscheidenden Momenten die Nase vorn: 25:21 hieß es am Ende – auch wenn Münster gezeigt hatte, dass man dem Meister durchaus Paroli bieten konnte.

„Wir haben über weite Strecken des Spiels überragenden Volleyball gezeigt und Dresden Paroli geboten“, bilanzierte Thomsen später.

Satz 3: Münster demontiert den Meister

Was dann im dritten Satz passierte, hatte mit dem bisher Gesehenen wenig zu tun. Der USC begann wie entfesselt, nutzte eine schwache Annahmephase der Dresdnerinnen gnadenlos aus und führte schnell mit 10:5. Coach Waibl reagierte und nahm früh seine erste Auszeit – vergeblich.

Ein Ass von Pia Schlegel zwang Waibl beim Stand von 14:7 zur zweiten Auszeit innerhalb weniger Minuten. Auch diesmal verpuffte die erhoffte Wirkung. Münster spielte befreit auf, kombinierte mit großer Spielfreude und ließ dem Favoriten keine Chance. Mit einem eindrucksvollen 25:15 verkürzte der USC auf 1:2 und meldete seine Ambitionen auf einen Punktgewinn lautstark an.

„Unsere taktischen Veränderungen haben super gefruchtet. Am Ende belohnen wir uns dann leider nicht für die phasenweise sehr starke Leistung“, so Thomsen.

Satz 4: Dresdens Klasse zeigt sich in der Krise

Den Schwung aus dem dritten Satz nahmen die Münsteranerinnen mit in den vierten Abschnitt. Wieder erwischten sie den besseren Start und führten nach starken Aktionen von Valkova und der eingewechselten Nikolina Maros mit 12:6. Dresden wirkte sichtlich verunsichert, die Abstimmung zwischen Annahme und Zuspiel haperte.

Doch dann zeigte der Meister seine Qualität. Punkt für Punkt kämpfte sich der DSC zurück, die Aufschläge wurden druckvoller, die Blockarbeit stabiler. Beim 16:16 war der Ausgleich geschafft. Nun entwickelte sich ein packender Schlagabtausch auf Augenhöhe, ehe ein Block von Mittelblockerin Monique Strubbe den 25:21-Endstand und damit den 3:1-Sieg für Dresden besiegelte.

Personalien: Wechselspiel der Vergangenheit

Eine besondere Note erhielt die Partie durch mehrere Münsteranerinnen mit DSC-Vergangenheit. Schröder, Wezorke und Kömmling begannen allesamt für den USC – Spielerinnen, die einst das Dresdner Trikot trugen. Auch Barthel durfte über Kurzeinsätze die Rückkehr in ihre alte Heimat feiern. Für sie war es eine emotionale Rückkehr, für den USC ein taktisches Pfund, das phasenweise aufging.

Ausblick: Unterschiedliche Perspektiven

Für den Dresdner SC bleibt der Anschluss an die Tabellenspitze gewahrt. Das Team von Alexander Waibl – angeführt vom Kapitäninnen-Duo Lena Stigrot und Jennifer Janiska sowie den starken US-Amerikanerinnen Morgan Hentz (Libera) und Jenna Gray (Zuspiel) – hat die Qualität für die Playoffs erneut unter Beweis gestellt.

Der USC Münster hingegen kann trotz der Niederlage Positives mitnehmen. Die gezeigte Leistung, insbesondere der dominante dritte Satz, gibt Hoffnung für die anstehenden Aufgaben. Bereits am 17. Dezember trifft man auf Schwarz-Weiß Erfurt – ein Pflichtsieg im Kampf um den Klassenerhalt. Und nur vier Tage später steht das DVV-Pokal-Halbfinale gegen den MTV Stuttgart an, eine Riesenchance für die Unabhängigen.

„In Dresden teuer verkauft, aber ohne Zählbares geblieben“ – eine Formulierung, die die Ambivalenz des Abends perfekt einfängt.

Rivalität seit 2010

Dresdner SC W vs Munster W Direkter Vergleich· 33

Dresdner SC W und Munster W trafen 33 Mal aufeinander — Dresdner SC W gewann 31 Mal, Munster W 2 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2010 zurück. Dresdner SC W führt den Direktvergleich mit 31 Siegen aus 33 Begegnungen an. Insgesamt fielen 121 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.67 pro Spiel (95 für die Heimmannschaft, 26 für die Gäste). Beide Teams trafen in 16 Spielen (48%). In 33 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2016.

Unentschieden
0
·
Munster W
2
Siege
Tore gesamt
121 · 3.7/Spiel
Beide getroffen
16/33 · 48%
Über 2,5
33/33 · 100%

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