Potsdam besiegt Neuwied im Nachholspiel mit 3:0 (25:13, 25:19, 25:21) – Valeria Papa als MVP – Neuwied verspielt 20:15-Führung im dritten Satz.
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Spielanalyse
KI-ZusammenfassungPotsdam feiert zweiten 3:0-Sieg in drei Tagen gegen Neuwied
Der SC Potsdam hat seine weiße Weste gegen den VC Neuwied 77 gewahrt. Im Nachholspiel des 19. Spieltags der 1. Bundesliga Frauen setzten sich die Potsdamerinnen am Sonntagabend in der MBS-Arena souverän mit 3:0 (25:13, 25:19, 25:21) durch – und das zum zweiten Mal binnen drei Tagen gegen denselben Gegner. Schon am Freitag hatte Potsdam mit 3:0 (25:17, 25:16, 25:23) die Oberhand behalten.
Durch den deutlichen Erfolg vor 352 Zuschauern kletterte der SC Potsdam in der Tabelle vorübergehend auf Rang zwei hinter Allianz MTV Stuttgart. Neuwied hingegen bleibt als Tabellenletzter mit lediglich einem Punkt aus 22 Spielen weiterhin sieglos.
Satz für Satz: Von einseitig bis dramatisch
Erster Satz – 25:13: Potsdam startete wie entfesselt. Nach dem 1:0 durch Tatjana Bokan (Vorlage Madison Lilley) zog das Team von Cheftrainer Guillermo Naranjo Hernández beim Aufschlag von Anett Nemeth schnell auf 7:2 davon. Bei 16:7 ging es in die zweite technische Auszeit – die Vorentscheidung. Valeria Papa verwandelte den ersten Satzball eiskalt zum 25:13. Neuwied fand gegen das temporeiche Kombinationsspiel der Gastgeberinnen kaum Mittel.
Zweiter Satz – 25:19: Der zweite Durchgang begann ausgeglichener. Neuwieds Außenangreiferin Taylor Rae Slover, die von Trainer Dirk Groß eingewechselt worden war, kam besser ins Spiel und sorgte mit variantenreichen Angriffen für Entlastung. Beim Stand von 15:15 gelang den Deichstadtvolleys der Ausgleich. Doch dann schaltete Potsdam wieder einen Gang hoch. Ein Block von Zuspielerin Madison Lilley leitete den Satzgewinn zum 25:19 ein.
Dritter Satz – 25:21: Was sich nach einer klaren Sache anließ, wurde zur Nervenprobe. Potsdam legte eine 6:1-Führung vor, doch Neuwied kämpfte sich zurück. Libera Anna Church und Maike Henning zeigten spektakuläre Abwehraktionen, der Neuwieder Block um Rachel Anderson und Alexis Conaway wurde immer präsenter. Plötzlich führte der Underdog mit 20:15 – und träumte vom ersten Satzgewinn der Saison.
Doch dann schlug die Stunde der Potsdamer Routine. Valeria Papa, Tatjana Bokan und Anett Nemeth übernahmen die Verantwortung. Begünstigt durch nachlassende Aufschlagfehler der Gastgeberinnen und eine unstable Annahme bei Neuwied kämpfte sich Potsdam Punkt für Punkt zurück. Maja Savic machte mit einem Block zum 25:23 den 3:0-Endstand perfekt.
Die Schlüsselfiguren
Valeria Papa wurde als Gold-MVP ausgezeichnet – die italienische Außenangreiferin war mit ihrem druckvollen Angriffsspiel die treibende Kraft im Potsdamer Spiel. Auch Anett Nemeth (Diagonal) und Tatjana Bokan überzeugten auf der Außenposition. Zuspielerin Madison Lilley dirigierte das Spiel sicher und setzte ihre Angreiferinnen immer wieder gekonnt in Szene.
Auf Neuwieder Seite erhielt Anna Church (Libera) die Silber-MVP für ihre herausragenden Abwehrleistungen. Maike Henning und die eingewechselte Taylor Slover – von Trainer Dirk Groß als beste Neuwieder Spielerin bezeichnet – gefielen mit kämpferischen Aktionen.
Trainerstimmen
„Potsdam ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden. Mit der Ballgeschwindigkeit in Aufschlag und Angriff hatten wir vor allem in den ersten beiden Sätzen unsere Schwierigkeiten. Im dritten Satz haben wir gezeigt, dass wir uns nie aufgeben, aber auch eine 6-Punkte-Führung noch nicht nach Hause bringen können. Potsdam ist eine Top-Mannschaft mit einem Top-Umfeld“, analysierte Neuwieds Trainer Dirk Groß nach der Partie.
Tabellensituation
Mit dem Sieg festigte Potsdam seine Position im oberen Tabellendrittel (Platz 3, 49 Punkte aus 22 Spielen) und schob sich zumindest zwischenzeitlich auf Rang zwei vor. Für Neuwied bleibt die Saison ein einziger Kampf um den Klassenerhalt. Der Aufsteiger wartet weiterhin auf den ersten Saisonsieg – ein Problem, das auch das Trainerteam um Dirk Groß nicht von heute auf morgen lösen kann. Positiv bleibt aber die Entwicklung: Gerade im dritten Satz zeigte Neuwied, dass das Team konkurrenzfähig ist, wenn Annahme und Aufschlag stimmen. Das erste TV-Spiel mit Videobeweis war zudem eine weitere Premiere für den Neuling.
Ausblick
Für den SC Potsdam geht es bereits am kommenden Wochenende mit einem schweren Auswärtsspiel beim Tabellenführer Allianz MTV Stuttgart weiter. Neuwied empfängt Schwarz-Weiß Erfurt und hofft auf die Sensation des ersten Saisonsiegs.
Rivalität seit 2022
Neuwied W vs Potsdam W Direkter Vergleich· 6
Neuwied W und Potsdam W trafen 6 Mal aufeinander — Neuwied W gewann 0 Mal, Potsdam W 6 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2022 zurück. Potsdam W führt den Direktvergleich mit 6 Siegen aus 6 Begegnungen an. Insgesamt fielen 19 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.17 pro Spiel (1 für die Heimmannschaft, 18 für die Gäste). Beide Teams trafen in 1 Spiel (17%). In 6 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Potsdam W ist in den letzten 6 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 1–3 im Jahr 2023.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026
