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1 Bundesliga WomenSaison 2021

Munster W vs Vilsbiburg W

18. März 2022 um 20:00
Heim

Munster W

13
Auswärts

Vilsbiburg W

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Direktes Duell um Platz acht: Vilsbiburg entreißt Münster die Playoff-Hoffnung

Der USC Münster hat die wohl letzte Chance auf die Playoff-Teilnahme verspielt. Im vorentscheidenden Duell um Rang acht unterlag der Tabellenachte den Roten Raben Vilsbiburg am Freitagabend vor 512 Zuschauern in der Halle Berg Fidel mit 1:3 (27:25, 24:26, 17:25, 16:25) und rutschte auf Platz neun ab. Die Gäste aus Niederbayern zogen mit nun 23 Punkten am USC (22) vorbei und haben zudem zwei Spiele mehr in der Hinterhand.

Ausgangslage: Ein Finale um die Playoffs

Vor der Partie trennten beide Teams nur zwei Punkte. Münster (23 Zähler) führte vor Vilsbiburg (21) – und wusste, dass nur ein Sieg den Vorsprung vor dem letzten Spieltag wahren würde. Für die Mannschaft von Trainerin Lisa Thomsen stand danach nur noch das Duell mit Meister Dresdner SC auf dem Programm, während die Roten Raben mit Partien gegen Erfurt, Neuwied und Aachen noch drei Gelegenheiten zum Punkten hatten. Die Partie wurde live auf SPORT1 übertragen.

Ein verheißungsvoller Auftakt

Münster startete mit Meghan Barthel als Zuspielerin und erwischte einen Traumstart. Kapitänin Marta Hurst besorgte mit einem Ass die erste Führung (3:2), Maria Schlegel – an diesem Abend erneut die beste Angreiferin des USC – stellte auf 7:3. Münster verteidigte aggressiv, war konsequent im Abschluss und machte Druck im Aufschlag. Vier direkte Aufschlagpunkte bis zum 12:7 untermauerten die frühe Dominanz.

Doch die Roten Raben, die zwei Tage zuvor gegen Schwerin über die volle Distanz (2:3) gehen mussten, kämpften sich zurück. Alexis Hart und Josepha Bock stellten den Anschluss her (13:15), Beta Dumancic glich zum 22:22 aus. In einer packenden Schlussphase wehrte Juliane Schröder einen Satzball ab, ehe Hurst mit ihrem zweiten Aufschlagpunkt den 27:25-Satzgewinn perfekt machte. Alles schien nach Plan für den USC zu laufen.

Satz zwei: Der Knackpunkt

Der zweite Durchgang blieb ausgeglichen und umkämpft. Die Führung wechselte mehrfach – bis zum 12:12. Dann schlug Mia Kirchhoff zweimal zu, Schlegel erhöhte auf 17:14. Münster schien auf dem besten Weg zum zweiten Satzgewinn. Doch eine verpatzte Aktion von Kirchhoff und ein missglücktes Zuspiel von Barthel brachten Vilsbiburg zurück. Beim 24:23 hatte Münster Satzball – die Vorentscheidung lag in Reichweite. Doch ein Netzfehler verzögerte den Abschluss, und als Schlegel beim 24:25 im Block der Raben hängenblieb, war der Satz mit 24:26 an die Gäste gegangen.

Thomsen sagte später: „Wir haben alles probiert, sind aber an uns selber gescheitert.“ Maria Schlegel ergänzte: „Es lag an uns, wir haben ab dem dritten Satz die Ordnung verloren.“

Der Einbruch

Satz drei entwickelte sich zur einseitigen Angelegenheit. Münster verlor nach dem verlorenen zweiten Durchgang den Flow – selbst bei aller Leidenschaft fehlte die Durchschlagskraft im Angriff. Die Annahme wackelte, Jodie Guilliams jagte mit einem Ass gegen Hurst den Vorsprung auf 11:6 in die Höhe. Die ehemalige USC-Spielerin Luisa Keller ließ den Raben-Vorsprung mit zwei druckvollen Aufschlägen auf 22:12 anwachsen. Satzende 17:25.

Barbara Wezorke, Mittelblockerin des USC, beschrieb die Gemütslage: „Es fühlte sich an, als ob wir mit angezogener Handbremse spielen. Mir fehlen gerade die Worte.“

Das letzte Viertel

Im vierten Satz versuchte Thomsen unermüdlich, ihr Team von der Seitenlinie aus zu pushen. Sie wechselte durch, versuchte zu motivieren und zu rütteln – doch Münster fand nicht mehr zurück in die Spur. „Nach den Enttäuschungen der letzten beiden Spiele fing bei uns das Denken an, das Kopfkino“, so Thomsen. Die Missverständnisse häuften sich, und die Partie entglitt dem USC endgültig. Beim 16:25 war die Ernüchterung perfekt.

Tabellenfolgen und Ausblick

Durch die Niederlage fiel Münster auf Rang neun zurück. Da nur die ersten acht Teams die Playoffs erreichen, ist die Saison für den USC praktisch beendet – die letzte verbleibende Partie gegen den Deutschen Meister Dresdner SC am 26. März hat nur noch statistischen Wert. Vilsbiburg hingegen hält alle Trümpfe in der Hand, den achten Platz zu verteidigen.

Die Spielerinnen des Spiels

Maria Schlegel war über die gesamte Partie die verlässlichste Angreiferin des USC und traf auch in den entscheidenden Momenten – dennoch konnte sie den Kipppunkt im zweiten Satz nicht verhindern. Auf Seiten der Roten Raben überzeugten Beta Dumancic und Luisa Keller, die gegen ihren Ex-Club besonders motiviert agierte. Trainerin Lisa Thomsen zog ein ernüchterndes Fazit: „Wir haben nicht mehr an uns geglaubt, sondern an uns gezweifelt.“

Rivalität seit 2009

Munster W vs Vilsbiburg W Direkter Vergleich· 30

Munster W und Vilsbiburg W trafen 30 Mal aufeinander — Munster W gewann 14 Mal, Vilsbiburg W 16 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Vilsbiburg W führt den Direktvergleich mit 16 Siegen aus 30 Begegnungen an. Insgesamt fielen 117 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.90 pro Spiel (58 für die Heimmannschaft, 59 für die Gäste). Beide Teams trafen in 18 Spielen (60%). In 30 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2024.

Munster W
14
Siege
Unentschieden
0
·
Tore gesamt
117 · 3.9/Spiel
Beide getroffen
18/30 · 60%
Über 2,5
30/30 · 100%

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API-Daten: 11. Juni 2026