VC Wiesbaden beendet Hauptrunde der 1. Bundesliga Women 2021/22 mit einem souveränen 3:0 (25:18, 25:11, 25:22) gegen NawaRo Straubing und festigt Platz 7.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSouveräner 3:0-Sieg zum Hauptrunden-Abschluss: VC Wiesbaden bezwingt NawaRo Straubing
Der VC Wiesbaden hat die Hauptrunde der 1. Volleyball Bundesliga Frauen 2021/22 mit einem überzeugenden 3:0 (25:18, 25:11, 25:22)-Heimsieg gegen NawaRo Straubing abgeschlossen. Vor rund 2.000 Zuschauern in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit zeigten die Hessinnen eine starke Leistung und festigten damit den siebten Tabellenplatz.
Starker Start und souveräner erster Satz
Von Beginn an setzte der VCW die Gäste aus Niederbayern mit kraftvollen Aufschlägen unter Druck. Beim 8:4 erspielten sich die Gastgeberinnen erstmals einen Vier-Punkte-Vorsprung. Die Straubingerinnen kämpften sich zwar auf 17:18 heran, doch in der Crunchtime zog Wiesbaden das Tempo an. Die Schweizer Angreiferin Laura Künzler machte den Satzgewinn mit einem krachenden Block zum 25:18 perfekt.
Zweiter Satz: Eine Machtdemonstration des VCW
Der zweite Durchgang geriet zur einseitigsten Angelegenheit des Abends. Der VCW dominierte nach Belieben und führte früh mit 5:1. NawaRo Straubing hatte enorme Probleme in der Annahme und fand im eigenen Side-Out kaum ein Mittel gegen die gut organisierte Block-Feld-Abwehr der Wiesbadenerinnen. Über 11:4, 15:6 und 20:9 zog der VCW davon und beendete den Satz ungefährdet mit 25:11 – bezeichnenderweise durch eine Netzberührung der Gäste.
Krimi im dritten Durchgang
Im dritten Satz zeigten die Straubingerinnen eine deutliche Reaktion. Angeführt von der 17-jährigen Antonia Herpich und MVP Marie Hänle (acht Punkte) spielte NawaRo befreit auf und erkämpfte sich eine 16:13-Führung. Trainer Benedikt Frank reagierte und brachte mit Jaimeson Lee frische Impulse auf der Diagonalposition – Liza Kastrup musste weichen. Der Wechsel zahlte sich aus: Wiesbaden machte weniger Angriffsfehler und kämpfte sich Punkt für Punkt zurück. Beim 19:19 war der VCW wieder auf Augenhöhe. In einer packenden Schlussphase behielten die Gastgeberinnen die Nerven und sicherten sich den Satz mit 25:22 – und damit den 3:0-Gesamtsieg.
MVP-Ehrung und Tabellensprung
Als MVP des Spiels wurden auf beiden Seiten die Libera Justine Wong-Orantes (VCW) und Diagonalangreiferin Marie Hänle (Straubing) ausgezeichnet. Wong-Orantes, die US-amerikanische Libero, überzeugte mit einer fehlerlosen Annahmequote und glänzte in der Abwehr. Durch den Sieg und die zeitgleiche überraschende Niederlage der Ladies in Black Aachen gegen Erfurt sprang der VCW zwischenzeitlich sogar auf Rang sechs.
Saisonfazit und Ausblick
Für den VCW war es der zwölfte Saisonsieg aus 22 Spielen – eine beachtliche Ausbeute für die Mannschaft von Cheftrainer Benedikt Frank, der zuvor selbst drei Jahre lang das Straubinger Team trainiert hatte. „Wir hatten einen klaren Plan. Der sah vor, dass wir in der Rückrunde unsere Form steigern und konstanter spielen. Zwölf Siege aus 22 Spielen sind eine super Ausbeute“, sagte Frank nach der Partie. Co-Trainer Christian Sossenheimer ergänzte: „Dieses Match haben wir mehr oder weniger sicher nach Hause gebracht. Die Straubingerinnen haben zwar im dritten Satz gut gefightet, aber ich war relaxed.“
Der VCW zog als Tabellensiebter ins Playoff-Viertelfinale ein. Dort traf man auf den Dresdner SC, den man in der regulären Saison überraschend mit 3:2 besiegt hatte – ein Hoffnungsschimmer für die K.-o.-Phase.
Saisonende für NawaRo Straubing
Für NawaRo Straubing endete die Saison 2021/22 mit nur drei Siegen aus 22 Spielen auf Platz elf – einzig Schlusslicht Neuwied (ein Punkt) war noch schwächer. Die Mannschaft von Trainer Bart Jan van der Mark zeigte in vielen Partien ansprechende Ansätze, scheiterte aber immer wieder an mangelnder Konstanz in den entscheidenden Phasen. „Mit Ausnahme des zweiten Satzes haben wir eine ordentliche Leistung abgerufen. Leider fehlte in den entscheidenden Phasen das Selbstbewusstsein“, ordnete der Bericht von regio-aktuell24 ein.
Positiv stimmte der Blick auf die Talente: Mit Zuspielerin Emilia Jordan und Antonia Herpich hatten zwei Eigengewächse aus dem NawaRo-Nachwuchs den Sprung ins Bundesliga-Team geschafft und in Wiesbaden viel Einsatzzeit erhalten. Beide werden auch in der kommenden Saison für Straubing auflaufen – dann unter einem neuen Cheftrainer.
Die Tabelle der 1. Bundesliga Frauen 2021/22
| Platz | Team | Spiele | Siege | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Allianz MTV Stuttgart | 22 | 21 | 60 |
| 2 | Dresdner SC | 22 | 17 | 50 |
| 3 | SC Potsdam | 22 | 17 | 49 |
| 4 | SSC Palmberg Schwerin | 22 | 16 | 45 |
| 5 | VfB Suhl LOTTO Thüringen | 22 | 12 | 40 |
| 6 | Ladies in Black Aachen | 22 | 11 | 35 |
| 7 | VC Wiesbaden | 22 | 12 | 33 |
| 8 | Rote Raben Vilsbiburg | 22 | 9 | 31 |
| 9 | USC Münster | 22 | 7 | 23 |
| 10 | Schwarz-Weiß Erfurt | 22 | 7 | 22 |
| 11 | NawaRo Straubing | 22 | 3 | 7 |
| 12 | VC Neuwied 77 | 22 | 0 | 1 |
Bemerkenswert: Mit diesem Sieg baute der VCW seine beeindruckende Bilanz im Direktvergleich gegen NawaRo Straubing auf acht Siege aus neun Begegnungen aus – eine Dominanz, die bis ins Jahr 2015 zurückreicht.
Rivalität seit 2015
VC Wiesbaden W vs NawaRo Straubing W Direkter Vergleich· 9
VC Wiesbaden W und NawaRo Straubing W trafen 9 Mal aufeinander — VC Wiesbaden W gewann 8 Mal, NawaRo Straubing W 1 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2015 zurück. VC Wiesbaden W führt den Direktvergleich mit 8 Siegen aus 9 Begegnungen an. Insgesamt fielen 35 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.89 pro Spiel (25 für die Heimmannschaft, 10 für die Gäste). Beide Teams trafen in 5 Spielen (56%). In 9 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 3–2 im Jahr 2022.
Statistiken dienen nur zur Information. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Resultate.
API-Daten: 11. Juni 2026