Allianz MTV Stuttgart startet mit einem 3:1 (22:25, 25:9, 25:22, 25:10) gegen die Rote Raben Vilsbiburg in die Playoff-Viertelfinalserie der 1. Bundesliga Frauen.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungAllianz MTV Stuttgart startet mit 3:1-Sieg gegen Vilsbiburg in die Playoffs
Allianz MTV Stuttgart hat das erste Viertelfinalspiel der Playoffs in der 1. Volleyball-Bundesliga der Frauen gegen die Roten Raben Vilsbiburg mit 3:1 (22:25, 25:9, 25:22, 25:10) gewonnen. Vor 809 Zuschauern in der Stuttgarter SCHARRena zeigte der haushohe Favorit eine wechselhafte, am Ende aber souveräne Vorstellung und führt in der Best-of-three-Serie mit 1:0.
Satz 1: Vilsbiburg überrascht mit mutigem Auftakt
Die Roten Raben erwischten einen Start nach Maß. Mit dem von Trainer Florian Völker geforderten Mut und Risiko spielte sich der Tabellenachte der Hauptrunde früh auf 8:7 und später sogar auf 19:14 nach vorne. Die Überraschung war perfekt, als Magda Gryka mit einem Block den Satz zum 25:22 für Vilsbiburg abschloss. Stuttgart, in der Hauptrunde mit 21 Siegen aus 22 Spielen die absolut dominierende Mannschaft, wirkte zunächst überrascht von der Gegenwehr.
Satz 2: Stuttgart antwortet mit einem Ausrufezeichen
Die Reaktion von Meistertrainer Tore Aleksandersen ließ nicht lange auf sich warten. Stuttgart schaltete in den Angriffsmodus und ließ den Gästen keine Verschnaufpause. Krystal Rivers (24 Punkte im gesamten Spiel) und Simone Lee (MVP, 21 Punkte) drehten auf, die Annahme der Raben brach ein. Mit 25:9 deklassierten die Schwäbinnen den Außenseiter im zweiten Durchgang und stellten die Kräfteverhältnisse wieder her.
Satz 3: Enge Kiste – Stuttgart bleibt cool
Der dritte Satz entwickelte sich zum spannendsten des Abends. Vilsbiburg zeigte erneut eine starke Moral. Nach einer Auszeit beim Stand von 4:6 brachte Florian Völker Lindsay Flory auf der Zuspielposition und sein Team kämpfte sich zurück. Bis 15:15 war die Partie völlig offen, die Raben verwickelten den Titelfavoriten in ein intensives Duell. Erst in der Crunchtime setzte sich die individuelle Klasse der Stuttgarterinnen durch – 25:22, Satz drei ging an die Gastgeberinnen.
Satz 4: Stuttgart macht den Deckel drauf
Im vierten Durchgang ließ Stuttgart nichts mehr anbrennen. Die Allianz-Damen spielten ihre ganze Klasse aus, während bei Vilsbiburg die Kräfte schwanden. Mit 25:10 zogen die Stuttgarterinnen davon und machten den 3:1-Erfolg perfekt. Beste Scorerinnen bei den Roten Raben waren Jodie Guilliams und Alexis Hart mit je zwölf Punkten.
Ausgangslage vor Spiel zwei
„Zwei Sätze gut, zwei Sätze schlecht“, fasste Raben-Coach Florian Völker nach der Partie zusammen. „Im ersten und dritten haben wir es sehr gut gemacht, da konnten wir fast alles umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Den zweiten und vierten haben wir, auch wenn Stuttgart natürlich enorme Qualitäten hat, aber zu einfach weggehen lassen. Das muss so nicht passieren.“
Die Roten Raben reisen mit der Gewissheit, dem Topfavoriten in zwei von vier Sätzen Paroli geboten zu haben, nach Vilsbiburg. Spiel zwei der Best-of-three-Serie steigt am Freitag, 8. April 2022 um 19:30 Uhr in der Ballsporthalle in Vilsbiburg. Sollte den Raben dort ein Sieg gelingen, wäre ein drittes und entscheidendes Match in Stuttgart nötig.
Die Playoff-Ausgangslage
Stuttgart ging als klarer Favorit in die Playoffs. Der Hauptrundensieger hatte den Dresdner SC, SC Potsdam und SSC Palmberg Schwerin in der regulären Saison um zehn bis 15 Punkte distanziert und bereits den DVV-Pokal gewonnen. Zudem stand das Team von Tore Aleksandersen im Finale des CEV-Cups. Für die Stuttgarterinnen war das Viertelfinale gegen Vilsbiburg als „Durchgangsstation“ auf dem Weg zu höheren Zielen eingeplant, doch die Raben machten ihnen im ersten Spiel mehr zu schaffen als erwartet.
Rivalität seit 2009
Stuttgart W vs Vilsbiburg W Direkter Vergleich· 38
Stuttgart W und Vilsbiburg W trafen 38 Mal aufeinander — Stuttgart W gewann 27 Mal, Vilsbiburg W 11 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 27 Siegen aus 38 Begegnungen an. Insgesamt fielen 131 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.45 pro Spiel (88 für die Heimmannschaft, 43 für die Gäste). Beide Teams trafen in 14 Spielen (37%). In 38 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 23 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2020.
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API-Daten: 11. Juni 2026