Allianz MTV Stuttgart wirft die Rote Raben Vilsbiburg mit einem ungefährdeten 3:0 (25:18, 25:16, 25:16) aus dem Playoff-Viertelfinale und zieht als erstes Team ins Halbfinale der 1. Bundesliga Frauen ein.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungKlarer Durchmarsch: Allianz MTV Stuttgart zieht souverän ins Halbfinale ein
Die Rote Raben Vilsbiburg sind im Playoff-Viertelfinale der 1. Bundesliga Frauen gescheitert. Der Tabellenachte der Hauptrunde unterlag dem haushohen Favoriten Allianz MTV Stuttgart am 8. April 2022 in der heimischen Ballsporthalle mit 0:3 (18:25, 16:25, 16:25). Damit gewann Stuttgart die Best-of-Three-Serie mit 2:0 und zog als erstes Team ins Halbfinale ein.
Ausgangslage: Stuttgarter Dominanz
Bereits im ersten Spiel der Serie drei Tage zuvor in der SCHARRena hatte der amtierende Meister seine Überlegenheit unter Beweis gestellt. Nach einem verlorenen ersten Satz – Vilsbiburg gewann Satz eins mit 25:22 – drehte Stuttgart auf und siegte noch mit 3:1 (22:25, 25:9, 25:22, 25:10). Der Playoff-Stand von 1:0 bedeutete für die Mannschaft von Trainer Florian Völker, dass in Vilsbiburg ein Sieg her musste, um die Serie zu verlängern.
Allianz MTV Stuttgart hingegen reiste als Hauptrundensieger mit breiter Brust an. Das Team des norwegischen Chefcoachs Tore Aleksandersen hatte die reguläre Saison mit deutlichem Vorsprung an der Tabellenspitze abgeschlossen und galt als einer der Topfavoriten auf die Meisterschaft.
Die Partie: Stuttgarter Machtdemonstration
Vor heimischem Publikum in Vilsbiburg starteten die Roten Raben engagiert und versuchten, dem Favoriten Paroli zu bieten. Stuttgart erwies sich jedoch von Beginn an als eine Nummer zu groß. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und der überragenden Diagonalangreiferin Krystal Rivers ließen die Gäste keinen Zweifel an ihrem Anspruch aufkommen.
Satz eins begann noch ausgeglichen, doch Stuttgart setzte sich Mitte des Satzes kontinuierlich ab. Rivers und die niederländische Außenangreiferin Hester Jasper trafen aus nahezu jeder Position, während die Abstimmung zwischen Zuspielerin Julia Nowicka und ihren Angreiferinnen hervorragend funktionierte. Am Ende hieß es 25:18 für Stuttgart.
Satz zwei war von Beginn an eine klare Angelegenheit. Stuttgart dominierte sowohl im Aufschlag als auch im Block und ließ Vilsbiburg kaum zur Entfaltung kommen. Die Gastgeberinnen taten sich schwer, gegen den stabilen Stuttgarter Block Lösungen zu finden. Mit 25:16 zogen die Gäste auf 2:0 davon.
Satz drei bot ein ähnliches Bild. Vilsbiburg kämpfte zwar verbissen, doch Stuttgart ließ nichts anbrennen. Die Schützlinge von Trainer Aleksandersen spielten konzentriert zu Ende und machten mit dem 25:16 den Deckel drauf.
Die Schlüsselspielerinnen
Krystal Rivers (Stuttgart) war einmal mehr die herausragende Akteurin auf dem Feld. Die US-Amerikanerin auf der Diagonalposition erzielte die meisten Punkte ihrer Mannschaft und war aus dem Hinterfeld ebenso gefährlich wie am Netz. An ihrer Seite überzeugten Eline Timmerman und Juliët Lohuis im Mittelblock mit einer stabilen Blockarbeit.
Auf Vilsbiburger Seite versuchte Dayana Segovia (Kolumbien) auf der Diagonalposition, ihr Team offensiv zu führen. Auch Jodie Guilliams (Belgien) und die deutsche Nachwuchsspielerin Luisa Keller mühten sich nach Kräften, blieben aber gegen die Stuttgarter Defensive vielfach ohne Durchschlagskraft.
Das Playoff-Aus
Mit diesem Sieg sicherte sich Stuttgart den 2:0-Erfolg in der Best-of-Three-Serie und zog als erste Mannschaft ins Playoff-Halbfinale der Saison 2021/22 ein. Für die Roten Raben Vilsbiburg bedeutete die Niederlage das Saisonaus. Nach Platz acht in der Hauptrunde verabschiedete sich das Team von Cheftrainer Florian Völker mit einem Achtungsauftritt im Viertelfinale, auch wenn die Ergebnisse gegen den übermächtigen Gegner deutlich ausfielen.
Vilsbiburg zeigte im ersten Spiel der Serie zumindest phasenweise, dass durchaus Potenzial vorhanden war. Der Gewinn des ersten Satzes in der SCHARRena am 5. April war ein echtes Ausrufezeichen – am Ende setzte sich aber die Klasse des Hauptrundensiegers durch.
Ausblick
Für Allianz MTV Stuttgart ging der Weg in den Playoffs weiter mit dem Ziel Titelverteidigung. Das Team um Rivers, Nowicka und Koskelo sollte seiner Favoritenrolle auch im weiteren Turnierverlauf gerecht werden und war eine der bestimmenden Mannschaften im deutschen Frauen-Volleyball.
Die Rote Raben Vilsbiburg hingegen blickten auf eine solide Saison mit Licht und Schatten zurück. Für die Zukunft galt es, den Kader gezielt zu verstärken, um in der kommenden Spielzeit wieder näher an die Spitzenteams heranzurücken.
Rivalität seit 2009
Vilsbiburg W vs Stuttgart W Direkter Vergleich· 38
Vilsbiburg W und Stuttgart W trafen 38 Mal aufeinander — Vilsbiburg W gewann 11 Mal, Stuttgart W 27 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 27 Siegen aus 38 Begegnungen an. Insgesamt fielen 132 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.47 pro Spiel (44 für die Heimmannschaft, 88 für die Gäste). Beide Teams trafen in 15 Spielen (39%). In 38 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 23 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2020.
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API-Daten: 11. Juni 2026