Allianz MTV Stuttgart schlägt NawaRo Straubing in der SCHARRena klar mit 3:0 (25:20, 25:14, 25:21). Simone Lee wird MVP, Stuttgart bleibt an der Tabellenspitze der 1. Bundesliga Frauen ungeschlagen.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungSouveräner Dreisatz-Erfolg für den Tabellenführer
Allianz MTV Stuttgart hat seine weiße Weste in der Volleyball-Bundesliga eindrucksvoll gewahrt. Der amtierende Deutsche Meister besiegte am 16. November 2022 NawaRo Straubing in der heimischen SCHARRena mit 3:0 (25:20, 25:14, 25:21) und feierte vor 1.325 Zuschauern den dritten Saisonsieg.
Die Mannschaft von Trainer Tore Aleksandersen zeigte eine solide Vorstellung und untermauerte ihre Spitzenposition in der Tabelle. Stuttgart stand vor dieser Partie mit 19 Siegen aus 20 Spielen souverän an der Spitze, während die Gäste aus Straubing als Tabellenschlusslicht in die Partie gegangen waren.
Satz 1: Ein Auf und Ab mit glücklichem Ende für Stuttgart
Aleksandersen vertraute auf seine stärkste Formation und schickte Simone Lee, Laura Künzler, Britt Bongaerts, Roosa Koskelo, Eline Timmerman, Marie Schölzel sowie Kapitänin Krystal Rivers aufs Feld. Die Gastgeberinnen starteten hochkonzentriert und zeigten insbesondere im Block durch Timmerman und Schölzel starke Präsenz. Folgerichtig setzte sich Stuttgart früh auf 14:9 ab.
Doch NawaRo Straubing fand besser ins Spiel und erhöhte den Druck im Aufschlag, was die Stuttgarter Annahme ins Wanken brachte. Nach mehreren Eigenfehlern der Schwäbinnen kämpften sich die Niederbayern zum 18:18 zurück. Trainer Aleksandersen reagierte mit einer Auszeit und ließ seine Spielerinnen deutlich spüren, dass er mit dem Auftritt alles andere als zufrieden war. Mit einer starken Aufschlagserie von Marie Schölzel gelang es Stuttgart, sich erneut abzusetzen und den Satz mit 25:20 für sich zu entscheiden.
Satz 2: Die Stuttgarter Angriffsmaschine läuft heiß
Der zweite Durchgang war eine klare Angelegenheit. Die Stuttgarter Angriffsmaschine um die beiden Top-Spielerinnen Krystal Rivers und Laura Künzler sowie Simone Lee lief von Beginn an auf Hochtouren. Mit druckvollen Aufschlägen und starken Angriffen zog Stuttgart schnell auf 14:7 davon.
Die beiden Auszeiten der Straubinger Trainer Lukasz Przybylak und Bernhard Prem bei 7:12 sowie 10:20 verpufften wirkungslos. In der Abwehr rund um Libera Roosa Koskelo ließ Allianz MTV Stuttgart kaum Fehler zu. Beide Trainer nutzten den deutlichen Spielstand für zahlreiche Wechsel. NawaRo brachte Nicholson und Antonia Herpich ins Spiel, während Stuttgart die Breite des Kaders ausspielte. Mit einem Ass von Laura Künzler nutzte Stuttgart gleich den ersten Satzball und sicherte sich Durchgang zwei mit 25:14.
Satz 3: Rotationsfeuerwerk und ein Straubinger Aufbäumen
Tore Aleksandersen nutzte den komfortablen Vorsprung für eine komplette Rotation. Mit Hannah Kohn, Michelle Petter, Alexis Hart, Barbara Wezorke und Maria Segura schickte er gleich fünf frische Spielerinnen aufs Feld. Der Angriffsschwung blieb jedoch erhalten: Stuttgart lag schnell wieder deutlich in Führung.
Die Straubinger Trainer reagierten erneut mit zwei frühen Auszeiten. Dank einer starken Aufschlagserie von Zuspielerin Emilia Jordan, die später als beste Spielerin der Gäste ausgezeichnet wurde, kämpfte sich NawaRo noch einmal auf 17:15 heran und erzwang eine Stuttgarter Auszeit. Danach zogen die Schwäbinnen wieder davon. Straubing wehrte sogar zwei Matchbälle ab, doch am Ende verwandelte Alexis Hart mit einem druckvollen Angriff den dritten Durchgang zum 25:21-Endstand.
Schlüsselfiguren der Partie
Bei Stuttgart avancierte Simone Lee zur wertvollsten Spielerin (MVP). Die US-Amerikanerin war sowohl im Angriff als auch im Aufschlag der entscheidende Faktor. Auch Alexis Hart überzeugte nach ihrer Einwechslung mit druckvollen Angriffen. Marie Schölzel und Eline Timmerman dominierten den Block.
Auf Straubinger Seite ragte Zuspielerin Emilia Jordan heraus, die erneut die verletzte Agata Michalewicz vertrat und zur MVP ihres Teams gewählt wurde. Linda Andersson kehrte nach einer Verletzungspause in die Startaufstellung zurück und verstärkte den Mittelblock neben Jasmin Sneed.
Ausblick für beide Teams
Für Stuttgart geht es bereits am Samstag mit einem echten Kracher weiter. Der Tabellenführer empfängt den Rekordmeister SSC Palmberg Schwerin zum Topspiel der Bundesliga, das von Sport1 live im Free-TV übertragen wurde.
NawaRo Straubing hatte kaum Zeit zum Durchschnaufen: Bereits am darauffolgenden Samstag stand in der heimischen Turmair-Volleyball-Arena das nächste Spiel gegen den VfB Suhl Lotto Thüringen an. Die Mannschaft von Przybylak und Prem suchte weiterhin dringend nach dem ersten Saisonsieg.
Rivalität seit 2015
Stuttgart W vs NawaRo Straubing W Direkter Vergleich· 13
Stuttgart W und NawaRo Straubing W trafen 13 Mal aufeinander — Stuttgart W gewann 12 Mal, NawaRo Straubing W 1 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2015 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 12 Siegen aus 13 Begegnungen an. Insgesamt fielen 41 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.15 pro Spiel (36 für die Heimmannschaft, 5 für die Gäste). Beide Teams trafen in 2 Spielen (15%). In 13 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Stuttgart W ist in den letzten 6 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 1–3 im Jahr 2021.
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API-Daten: 11. Juni 2026