Der Dresdner SC gewinnt bei NawaRo Straubing klar mit 3:0 (25:22, 25:18, 25:19) und feiert am 6. Spieltag den vierten Saisonsieg. MVP Agnes Pallag und Top-Scorerin Lara Berger glänzen.
Spielanalyse
KI-ZusammenfassungDSC mit personellen Veränderungen in der Startformation
Alexander Waibl nahm im Vergleich zur Pokalpleite gegen Potsdam zwei Veränderungen in seiner Starting-Six vor. Für Linda Bock begann diesmal Agnes Pallag im Außenangriff, und auf der Liberoposition erhielt Elisa Lohmann das Vertrauen. Die Umstellung sollte sich auszahlen, auch wenn der Start alles andere als rund lief.
Enger erster Satz: Janiska behält die Nerven
Der erste Durchgang war eine zähe Angelegenheit für die Gäste aus Sachsen. Straubing machte mit druckvollen Aufgaben das Leben schwer, während sich der DSC in diesem Element gleich mehrere Aufschlagfehler leistete. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen – die Partie blieb bis zum Schluss offen.
Beim Stand von 22:22 zog Alexander Waibl seine zweite Auszeit der Begegnung. Die Worte des erfahrenen Trainers zeigten Wirkung: Kapitänin Jennifer Janiska sorgte mit zwei wichtigen Punkten für den ersten Satzball für den DSC. Zwar wehrten die Gastgeberinnen diesen noch ab, doch ein technischer Fehler von NawaRo brachte schließlich die Entscheidung zugunsten der Dresdnerinnen (25:22).
„Im ersten Satz haben wir zu viele Aufschlagfehler gemacht. Doch ab dem zweiten Durchgang konnten wir deutlich mehr Druck ausüben und dann auch unseren Blockplan gut umsetzen“, analysierte Waibl nach der Partie.
Zweiter Satz: DSC dominiert nach Belieben
Nach dem knapp gewonnenen ersten Satz startete der DSC wie entfesselt in den zweiten Durchgang. Eine starke Aufschlagserie von Sarah Straube brachte die Gäste früh mit 4:0 in Führung. Straubing fand kaum Mittel gegen die druckvollen Aufgaben der Elbestädterinnen, die Block- und Feldabwehr stand stabil wie ein Bollwerk.
Besonders Agnes Pallag setzte sich im Angriff mehrfach gut gegen den gegnerischen Block durch. Der DSC erarbeitete sich einen komfortablen 12:6-Vorsprung. Zwar kämpfte sich Straubing zwischenzeitlich auf 9:12 heran, doch nach einer Auszeit des DSC zogen die Gäste wieder davon. Am Ende ließen sie nichts mehr anbrennen und sicherten sich den zweiten Durchgang souverän mit 25:18.
Dritter Satz: Straubing kontert kurzzeitig, doch DSC bleibt cool
Auch im dritten Durchgang erwischte der Dresdner SC den besseren Start und setzte sich schnell auf 9:5 ab. Doch dann schlichen sich einige Fehler ins Spiel der Gäste ein, und die Hausherrinnen kämpften sich beim Stand von 11:11 zurück in die Partie.
Waibl reagierte umgehend und brachte Linda Bock im Außenangriff für Jennifer Janiska. Die Maßnahme zeigte Wirkung: Das Spiel der Elbestädterinnen stabilisierte sich, und sie verschafften sich erneut einen sicheren Vorsprung. Ein Ass von Linda Bock zum 24:18 bedeutete den ersten Matchball. Zwar wehrte NawaRo diesen noch ab, doch nach 75 Minuten machte Monique Strubbe den Deckel endgültig drauf – 25:19, 3:0 für den DSC.
Top-Scorerin Berger und MVP Pallag glänzen
Erfolgreichste Punktesammlerin des DSC war einmal mehr Lara Berger mit 14 Zählern. Jennifer Janiska steuerte 12 Zähler bei, Monique Strubbe 10 und die zur MVP des Spiels gekürte Agnes Pallag 9 Punkte. Die goldene MVP-Medaille ging an Pallag, die Silber-Medaille erhielt Laura Rodwald von NawaRo Straubing.
„Ich bin sehr zufrieden. Es war eine gute Stimmung in der Halle und es hat Spaß gemacht, dort zu spielen“, so Waibl weiter. „Die Straubinger sind weit davon entfernt, ein leichter Gegner zu sein. Deshalb bin ich froh, dass wir in drei Sätzen das durchgezogen haben. Es zeigt, dass wir nach dem Pokal-Aus den Blick in die richtige Richtung gelenkt haben.“
Tabellensituation und Ausblick
Mit dem vierten Saisonsieg festigt der Dresdner SC seinen Platz im Mittelfeld der 1. Bundesliga Women. Straubing hingegen bleibt nach der sechsten Niederlage im sechsten Spiel am Tabellenende – das Team von Bart-Jan van der Mark hat weiterhin große Mühe, in der höchsten deutschen Spielklasse Fuß zu fassen.
Der DSC empfängt am kommenden Wochenende den VC Wiesbaden und will mit dem Schwung aus diesem Auswärtssieg den nächsten Dreier einfahren.
Rivalität seit 2014
NawaRo Straubing W vs Dresdner SC W Direkter Vergleich· 9
NawaRo Straubing W und Dresdner SC W trafen 9 Mal aufeinander — NawaRo Straubing W gewann 1 Mal, Dresdner SC W 8 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2014 zurück. Dresdner SC W führt den Direktvergleich mit 8 Siegen aus 9 Begegnungen an. Insgesamt fielen 31 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.44 pro Spiel (5 für die Heimmannschaft, 26 für die Gäste). Beide Teams trafen in 3 Spielen (33%). In 9 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Dresdner SC W ist in den letzten 5 Aufeinandertreffen ungeschlagen. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2019.
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API-Daten: 11. Juni 2026