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1 Bundesliga WomenSaison 2022

Potsdam W vs Stuttgart W

30. November 2022 um 18:30
30
Auswärts

Stuttgart W

AI

SC Potsdam besiegte Allianz MTV Stuttgart im Spitzenspiel mit 3:0 (25:23, 25:21, 27:25) und übernahm die Tabellenführung der 1. Volleyball Bundesliga Frauen.

Match-Videos

Spielzusammenfassung

Potsdam W besiegte Stuttgart W 3:0. Das Spiel fand in der 1. Bundesliga Women 2022 statt. Tabellenplatz: Potsdam W #3, Stuttgart W #1.

Spielanalyse

KI-Zusammenfassung

Potsdam entthront Stuttgart: 3:0-Sieg im Spitzenspiel der Volleyball-Bundesliga

Der SC Potsdam hat am 30. November 2022 ein Statement in der 1. Volleyball Bundesliga der Frauen abgegeben. Vor 1.502 Zuschauern in der MBS Arena besiegten die Brandenburgerinnen den amtierenden Deutschen Meister Allianz MTV Stuttgart mit 3:0 (25:23, 25:21, 27:25) und übernahmen damit die Tabellenführung. Es war ein Abend, der als Wendepunkt einer Saison in die Vereinsgeschichte eingehen sollte.

Ein Duell der Ungeschlagenen

Beide Teams gingen als noch ungeschlagene Mannschaften in diese Partie – entsprechend hoch waren die Erwartungen an das Spitzenspiel. Stuttgart, das in der Vorsaison souverän die Deutsche Meisterschaft gewonnen hatte, reiste als Favorit nach Potsdam. Doch der SC Potsdam hatte eine Rechnung offen: In der vergangenen Saison – einschließlich der Playoffs – war es dem Team von Cheftrainer Guillermo Hernandez kein einziges Mal gelungen, Stuttgart in der heimischen MBS Arena zu bezwingen. Hinzu kam die Niederlage im DVV-Supercup, die noch nachwirkte.

Trainer Hernandez schickte eine veränderte Anfangsformation aufs Feld: Fleur Savelkoel, Maja Savic, Hester Jasper, Anett Nemeth, Laura Emonts und Veronika Djokic bildeten das Starting Six, unterstützt von Libera Aleksandra Jegdic. Auf Stuttgarter Seite fehlte Stammzuspielerin Britt Bongartz aus familiären Gründen – für sie begann Hannah Kohn auf der wichtigsten Position im Spielaufbau.

Erster Satz: Nervenstark im Finish

Der erste Durchgang bot von Beginn an das erwartete Hochgeschwindigkeitsvolleyball. Kein Team konnte sich entscheidend absetzen, Punkt um Punkt wurde hart umkämpft. Die Potsdamer Blockarbeit um Maja Savic erwies sich als Schlüsselfaktor – die Mittelblockerin spielte eines ihrer besten Saisonspiele. Stuttgart hielt durch Crystal Rivers und Simone Lee dagegen, doch am Ende hatten die Gastgeberinnen die besseren Nerven. Mit 25:23 sicherte sich Potsdam den ersten Satz und legte den Grundstein für den Überraschungscoup.

Zweiter Satz: Potsdam zieht davon

Im zweiten Durchgang steigerte sich der SC Potsdam weiter. Ein Zwischenspurt auf 13:9 brachte erstmals ein deutlicheres Polster. Stuttgart kämpfte sich zwar beim 20:18 wieder heran, doch Potsdam behielt die Kontrolle. Maja Savic trumpfte erneut mit starken Blockaktionen auf, und Diagonalschützin Anett Nemeth zeigte ihre Klasse im Angriff. Der Satz ging mit 25:21 an die Hausherrinnen – der Tabellenführer stand mit dem Rücken zur Wand.

Eine weitere Hiobsbotschaft ereilte Stuttgart dabei: Simone Lee, eine der Leistungsträgerinnen auf der Außenposition, spürte eine Verhärtung in der Wade und wurde vorsichtshalber aus dem Spiel genommen. Für sie kam Laura Künstler in die Partie.

Dritter Satz: Die Krimi-Entscheidung

Der dritte Durchgang war der intensivste und dramatischste des Abends. Stuttgart startete furios und lag schnell mit 8:3 vorne – die Wende schien eingeleitet. Der SC Potsdam zeigte jedoch eine beeindruckende Moral. Punkt für Punkt kämpften sich die Brandenburgerinnen heran. Das Publikum in der MBS Arena wurde zum achten Mann. Mit zäher Abwehrarbeit – allen voran Libera Aleksandra Jegdic, die später zur MVP Gold gewählt wurde – und präzisen Angriffen gelang das 19:19, dann das 22:22 und das 23:24.

Stuttgart hatte Satzbälle, konnte sie jedoch nicht nutzen. Potsdam blieb konsequent und verwandelte seinen ersten Matchball durch Laura Emonts zum 27:25. Der Jubel in der MBS Arena kannte keine Grenzen – der SC Potsdam hatte den amtierenden Meister nicht nur geschlagen, sondern nach 1:21 Stunden mit einem 3:0-Kantersieg von der Spitze gestoßen.

Die Schlüsselspielerinnen

Anett Nemeth war mit 19 Punkten die überragende Angreiferin auf dem Feld. Die ungarische Diagonalangreiferin traf aus nahezu jeder Position und fand auch in den entscheidenden Momenten die Lücken im Stuttgarter Block. Laura Emonts steuerte 15 Punkte bei und verwandelte den entscheidenden Matchball des Abends. Maja Savic (9 Punkte) bestach durch ihre Präsenz im Block und gab Potsdam die nötige Stabilität in der Mitte. Hester Jasper (9 Punkte), einst selbst im Stuttgarter Trikot aktiv, bewies gegen ihren Ex-Club ihre Klasse. Aleksandra Jegdic wurde als MVP Gold ausgezeichnet – die serbische Libera sicherte unzählige Bälle und legte die Grundlage für Potsdams Konterangriffe.

Auf Stuttgarter Seite kämpfte Hannah Kohn (MVP Silber) als Ersatz-Zuspielerin tapfer, musste aber ohne ihre angestammte Achse agieren. Crystal Rivers zeigte auf der Außenposition einige starke Aktionen, konnte die Niederlage jedoch nicht verhindern.

Tabellenführung gewechselt

Mit diesem Sieg katapultierte sich der SC Potsdam an die Spitze der 1. Bundesliga. Die Hauptrundenbilanz: Stuttgart beendete die Saison mit 19 Siegen aus 20 Spielen auf Platz 1, Potsdam folgte mit 16:4 auf Platz 3. In der Endabrechnung sollte sich Stuttgart jedoch den insgesamt vierten Meistertitel sichern – im Playoff-Finale 2023 setzten sich die Schwäne knapp gegen eben jenen SC Potsdam durch.

Fazit

Der 30. November 2022 markierte den Moment, in dem der SC Potsdam der Volleyball-Bundesliga zeigte, dass mit ihnen zu rechnen ist. Ein 3:0 gegen den amtierenden Meister – das war mehr als nur ein Sieg. Es war ein psychologisches Momentum, das das gesamte Umfeld elektrisierte. „Ich bin begeistert, welche Teamleistung wir abgeliefert haben“, sagte Pia Leweling nach der Partie. „Wir haben 3:0 gegen den Tabellenersten gewonnen. Ich bin einfach superstolz.“

Für Stuttgart war es eine der wenigen Niederlagen einer ansonsten dominanten Saison – und zugleich eine Lektion, die die Mannschaft von Trainer Tore Aleksandersen im entscheidenden Moment des Playoff-Finals abrufen konnte.

Rivalität seit 2009

Potsdam W vs Stuttgart W Direkter Vergleich· 44

Potsdam W und Stuttgart W trafen 44 Mal aufeinander — Potsdam W gewann 13 Mal, Stuttgart W 31 Mal, dazu kamen 0 Unentschieden. Die Rivalität reicht bis 2009 zurück. Stuttgart W führt den Direktvergleich mit 31 Siegen aus 44 Begegnungen an. Insgesamt fielen 166 Tore in diesen Partien, im Schnitt 3.77 pro Spiel (62 für die Heimmannschaft, 104 für die Gäste). Beide Teams trafen in 25 Spielen (57%). In 44 Begegnungen (100%) fielen mehr als 2,5 Tore — ein torreiches Duell. Das torreichste Spiel endete 2–3 im Jahr 2022.

13
Siege
Unentschieden
0
·
Tore gesamt
166 · 3.8/Spiel
Beide getroffen
25/44 · 57%
Über 2,5
44/44 · 100%

Letzte Begegnungen

22.11.24DVV Cup Women
Spieldetails
Spieldetails
3.3.24DVV Cup Women
Spieldetails
Torsreichstes Spiel: 23 v 2022

Tabelle

Potsdam W steht auf Platz #3 und Stuttgart W auf Platz #1 in der 1. Bundesliga Women-Tabelle vor diesem Spiel.

Regular Season

1Stuttgart W56
Sp20Siege19Niederl.1
2Palmberg Schwerin W50
Sp20Siege17Niederl.3
3Potsdam W47
Sp20Siege16Niederl.4
4VC Wiesbaden W30
Sp20Siege9Niederl.11
5Dresdner SC W29
Sp20Siege10Niederl.10
6Suhl W26
Sp20Siege9Niederl.11
7Munster W26
Sp20Siege9Niederl.11
8Vilsbiburg W25
Sp20Siege9Niederl.11
9Aachen W23
Sp20Siege8Niederl.12
10Erfurt W15
Sp20Siege3Niederl.17
11Neuwied W3
Sp20Siege1Niederl.19
12NawaRo Straubing W0
Sp0Siege0Niederl.0

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API-Daten: 11. Juni 2026